11:37 UhrBürgermeister in der Türkei festgenommen – Druck auf Opposition wächst
Türkische Behörden haben bei einer Razzia erneut einen Bürgermeister der größten Oppositionspartei CHP festgenommen. Insgesamt wurden mehr als 50 Personen, darunter der Bürgermeister von Bursa, wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden, wie der Staatliche Sender TRT berichtete. Die Polizei durchsuchte demnach Wohnungen, Büros und Geschäfte unter anderem von Mitarbeitern der Stadtverwaltung der viertgrößten Stadt des Landes. Die Behörden führten die Razzia zeitgleich in fünf türkischen Provinzen durch. Die Ermittlungen wurden TRT zufolge wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung eingeleitet.
Die CHP, der bei den Kommunalwahlen 2024 ein Überraschungserfolg gelungen war, steht seit geraumer Zeit unter Druck. Sie sieht sich als Opfer einer politisch motivierten Kampagne der Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan. Dieser hatte bei den Kommunalwahlen die Kontrolle über mehrere wichtige Großstadtgemeinden verloren, darunter auch Bursa. Im März 2025 war der Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu wegen Terror- und Korruptionsvorwürfen festgenommen und abgesetzt worden. Das löste landesweite Proteste aus. Imamoglu gilt als aussichtsreicher Herausforderer von Erdogan bei künftigen Wahlen.
11:01 UhrWolf beißt Frau in Hamburg – wohl erster Fall seit Ansiedlung
In Deutschland ist Behördenangaben zufolge erstmals ein Mensch von einem Wolf angegriffen worden, seit sich dieser wieder in Deutschland ausgebreitet hat. „Es gab noch keinen solchen Fall seit der Wiederansiedlung seit 1998“, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Naturschutz, nachdem mutmaßlich ein Wolf in Hamburg eine Frau gebissen hatte.
Der Angriff hat laut den Behörden in Hamburg-Altona in der Nähe eines Ikea-Marktes stattgefunden. Wie es zu dem Vorfall kam, sei noch nicht abschließend geklärt, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde. Das Tier – nach Angaben der Behörden ein Wolf – war am späten Abend in der Hamburger Innenstadt eingefangen worden: Am Anleger an der Binnenalster zog die Polizei das Tier mit einer Schlinge aus dem Wasser, wie ein Sprecher des Lagezentrums am Abend schilderte.
10:25 UhrDHL erwartet so viele Pakete wie noch nie in der Osterzeit
Der Logistikkonzern DHL wird in den Osterferien in Deutschland voraussichtlich so viele Pakete zustellen wie noch nie in dieser Zeit. Man rechne mit bis zu 10,5 Millionen Paketen am Dienstag nach dem Osterwochenende, teilte der Mutterkonzern der Deutschen Post in Bonn mit. „Das ist ein neues Rekordniveau für die Osterzeit“, sagte Marc Hitschfeld, Betriebschef des Konzernbereichs Post & Paket Deutschland. Der bisherige Oster-Höchstwert stammt aus dem Jahr 2024, damals waren es rund neun Millionen. Grund für die Zunahme ist der Trend zum Online-Shopping.
DHL kann schon jetzt recht präzise die Zustellmenge prognostizieren, da es entsprechende Rückmeldungen und Einschätzungen seiner Kunden bekommt, also der Online-Händler. Normalerweise liegt der Tagesschnitt beförderter Pakete bei DHL in Deutschland bei circa 7,5 Millionen. Aktuell – also in der Woche vor Ostern – sind es neun Millionen pro Tag.
09:58 UhrSchwache Frühjahrsbelebung: Arbeitslosenzahl sinkt nur leicht
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März im Vergleich zum Vormonat zwar um 49.000 gesunken, bleibt mit 3,021 Millionen aber oberhalb der Drei-Millionen-Marke. Im Vergleich zum selben Zeitpunkt des Vorjahres bedeute das ein Plus von 54.000 Arbeitslosen, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Die Arbeitslosenquote sank im März um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent.
09:48 UhrOpulentes goldenes Freiluft-Klo verspottet Trump
Künstler stellen in Washington eine Marmor-Installation samt goldener Kloschüssel auf. Sie nennen das Werk „Thron, der eines Königs würdig ist“. Sie nehmen US-Präsident Trumps Hang zum Überbordenden aufs Korn. Es sei ihm wichtiger, das Weiße Haus protzig umzugestalten, anstatt seine Aufgaben vernünftig zu erfüllen.
09:10 UhrBoote suchen nach abgetauchtem Buckelwal
Seit dem Morgen suchen Einsatzkräfte wieder nach dem Buckwal vor der Ostseeküste, der sich am Vortag aus dem flachen Wasser vor Wismar losgeschwommen hat und dann abgetaucht ist. Die Boote seien nun auf dem Wasser, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen. Gesehen worden sei der Wal von den Helfern bislang nicht, auch Meldungen einer Sichtung habe es noch nicht gegeben.
Der Buckelwal lag seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser und wurde von Schaulustigen abgeschirmt. Am Montagabend hatte sich der Wal mit weiter steigendem Wasserstand dann bewegt und war dann abgetaucht. Da er wegen der Dunkelheit nicht mehr zu sehen war, fuhren die Boote in der Nacht zurück.
09:00 UhrDie Schlagzeilen am Morgen
08:33 UhrTaylor Swift wegen Albumtitel verklagt
Gegen Popstar Taylor Swift und das Label UMG Recordings wurde in Kalifornien offenbar eine Klage wegen Markenrechtsverletzung eingereicht. Die Klägerin Maren Wade wirft der Sängerin vor, den Titel ihres zwölften Albums „The Life of a Showgirl“ trotz bestehender Markenrechte verwendet zu haben. Wade, die durch ihre Teilnahme bei „America’s Got Talent“ bekannt wurde, nutzt bereits seit 2014 den geschützten Namen „Confessions of a Showgirl“ für ihre wöchentliche Kolumne sowie einen Podcast und Live-Shows. Laut der Klageschrift, aus der der „Hollywood Reporter“ zitiert, habe das US-Patent- und Markenamt die Registrierung von Swifts Albumtitel bereits wegen der Verwechslungsgefahr mit Wades Marke abgelehnt. Die Klägerin macht geltend, dass ihr über Jahre aufgebautes Branding durch die enorme Marktmacht von Taylor Swift überschattet und geschädigt werden könnte.
Da Swift den Titel „The Life of a Showgirl“ für ihr Album und massives Merchandising nutzt, fürchtet Wade, dass Konsumenten fälschlicherweise annehmen könnten, Wade habe den Namen von der weltberühmten Sängerin kopiert, was die Existenz ihres eigenen Unternehmens bedrohe. Maren Wade fordert nun Schadenersatz in nicht genannter Höhe sowie eine gerichtliche Anordnung, die Swift die weitere Nutzung des Namens untersagt. Da bestehende Markenrechte in der Regel Vorrang haben, steht Taylor Swift vor der Entscheidung, die Rechte von Wade abzukaufen oder den Fall gerichtlich auszutragen. Bisher hat sich die Sängerin nicht zu den Vorwürfen geäußert.
07:45 UhrSlapstick in der Werkstatt: Schussel löst Unfallserie aus
In einer Werkstatt in Jiangsu hat ein neuer Mitarbeiter innerhalb von Minuten drei Beulen an Autos verursacht. Eine Überwachungskamera hält fest, wie er slapstickartig von einem Fauxpas zum nächsten torkelt.
07:15 UhrSchüler nach Auseinandersetzung an Schule außer Lebensgefahr
Nach der Auseinandersetzung an einer Hamburger Schule schwebt der 13-Jährige, der bei dem Angriff verletzt wurde, laut Polizei nicht mehr in Lebensgefahr. Der Schüler war am Montagmittag von mindestens einem Jugendlichen mit mehreren Messerstichen angegriffen worden, wie die Polizei mitteilte.
Bei einer Fahndung hatte die Polizei zwei 15-jährige Jugendliche festgenommen. Einer sei syrischer Nationalität, die Staatsbürgerschaft des anderen sei ungeklärt. An der Fahndung waren den Angaben zufolge rund zwei Dutzend Streifenwagen, ein Polizeihubschrauber und ein Diensthund beteiligt. Die Mordkommission ermittelt. Zuvor hatten Medien berichtet.
07:10 UhrDas wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
der Iran setzt auch einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss benachbarter Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen unablässig fort. Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten in der Nacht Angriffe. Vor der Küste von Dubai wurde zudem ein riesiger kuwaitischer Öltanker getroffen, teilte die Kuwait Petroleum Corporation nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit. Derweil hat US-Außenminister Marco Rubio Spanien und andere Nato-Partner für mangelnde Unterstützung im Krieg gegen den Iran kritisiert – und eine spätere Neubewertung der Allianz durch die USA nahegelegt. Alle Entwicklungen können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen.
Diese Themen haben wir heute außerdem im Blick:
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Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg stellt die März-Statistik vor. Es wird erwartet, dass erste Anzeichen einer Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt nicht ausreichen, die Zahl der Arbeitslosen im März unter die drei Millionen zu drücken. Im Februar waren 3,070 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Die wirtschaftlichen Folgen der Kriege im Iran und in der Ukraine belasten.
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EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas und rund ein Dutzend europäische Außenminister werden zum vierten Jahrestag der Befreiung Butschas von russischen Besatzungstruppen in der Ukraine erwartet. Die Spitzenpolitiker wollen in der Kleinstadt nahe Kiew an einer Gedenkfeier teilnehmen. Aus Deutschland wird Außenminister Johann Wadephul erwartet.
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Die Europäische Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht um 11.00 Uhr in Luxemburg eine Schnellschätzung der Inflation im Euroraum im März 2026.
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Im Hamburger Prozess um die Entführung der Kinder von Christina Block ist um 9.30 Uhr eine Nachbarin als Zeugin geladen. Sie soll von ihren Beobachtungen zum Umgang der Mutter mit den Kindern berichten, wie eine Gerichtssprecherin sagte.
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Frankreichs Senat, das Oberhaus des Parlaments, beschäftigt sich am Nachmittag mit einem möglichen Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren.
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Die deutsche U21-Nationalmannschaft steht in der EM-Qualifikation um 18.00 Uhr vor einem entscheidenden Spiel. Nachdem sie das Hinspiel gegen Griechenland verloren hatte, muss sie nun in Athen gewinnen, um noch Chancen auf den Gruppensieg zu haben.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und begleite Sie heute durch die erste Tageshälfte. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de. Auf geht’s!
06:31 UhrGesetz unterzeichnet: Flughafen in Florida soll nach US-Präsident Trump benannt werden
Der internationale Flughafen von Palm Beach in Florida soll nach US-Präsident Donald Trump benannt werden. Der Gouverneur des Bundesstaates, Ron DeSantis, unterzeichnete am Montag ein entsprechendes Gesetz. Zuvor waren bereits andere Institutionen, Regierungsprogramme und eine Klasse von Kriegsschiffen nach dem amtierenden Präsidenten benannt worden.
Trump, der gebürtig aus New York stammt, hatte 2019 seinen Hauptwohnsitz nach Florida verlegt und lebt in West Palm Beach. In Miami ist zudem seine Präsidentenbibliothek geplant. Zusätzlich zur Umbenennung des Flughafens gibt es Pläne, dessen internationales Kürzel von PBI in DJT zu ändern, den Initialen von Donald John Trump. Ab dem Sommer sollen zudem erstmals in der US-Geschichte Dollarnoten mit der Unterschrift eines amtierenden Präsidenten in Umlauf kommen.
05:59 UhrFBI: Synagogen-Attentäter von Detroit war von Hisbollah inspiriert
Rund drei Wochen nach dem Angriff auf eine Synagoge nahe der US-Großstadt Detroit hat das FBI bei dem Täter eine Verbindung zur proiranischen Hisbollah-Miliz festgestellt. „Aufgrund der bislang gesammelten Beweise gehen wir davon aus, dass es sich bei diesem Anschlag um einen von der Hisbollah inspirierten Terrorakt handelt“, sagte ein Sprecher der Behörde. Es sei ein gezielter Angriff auf die jüdische Gemeinde gewesen.
Der Mann war vor etwa drei Wochen in der Stadt West Bloomfield mit einem Fahrzeug in eine Synagoge gefahren. Sicherheitsmänner eröffneten das Feuer, einer von ihnen wurde vom Fahrzeug erfasst und verletzt. Der Angreifer starb in seinem brennenden Fahrzeug. Von den Menschen in der Synagoge, darunter mehr als 100 Kleinkinder, wurde niemand verletzt.
05:57 UhrDie Schlagzeilen aus der Nacht