13 Mal ist Max Eickmann seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs vor mehr als vier Jahren schon mit Freunden und Berufskollegen Richtung Ukraine gefahren. „Dreimal waren wir bis an der polnisch-ukrainischen Grenze, zehnmal sind wir ins Land reingefahren“, erzählt der Pastoralreferent der Rheinberger Pfarrgemeinde St. Peter. In Lwiw, das früher Lemberg hieß, haben die Rheinberger eine ukrainisch-katholische Partnergemeinde. Zu Taras Mychalchuk, er ist der leitende Pfarrer der Kirche St. Peter und Paul in Lemberg, besteht mittlerweile ein freundschaftliches Verhältnis. Max Eickmann, seine Freunde Max Weiß (ebenfalls Pastoralreferent) und Marco Schomacher (Kirchenmusiker) aus Münster sowie einige Male Max Eickmanns Vater Karl Eickmann sind jeweils über Berlin und Polen bis Lwiw gefahren. „Das sind knapp 1400 Kilometer“, sagt Eickmann. „Aber das ist zu schaffen, wir wechseln uns mit dem Fahren ab.“

Knackpunkt einer jeden Tour sei stets der Grenzübergang. Da werde es immer etwas kribbelig, je nachdem, wie gerade die Situation im Kriegsland ist. Aber mit etwas Glück seien die Wartezeiten erträglich, erzählt der Rheinberger. Bis Lwiw sind es dann noch 80 Kilometer.

Die Deutschen haben jeweils gespendete Hilfsgüter mitgenommen. Dabei konzentrierten sie sich meist auf wenige Dinge, die in der Ukraine knapp sind und vor allem im Winter dringend benötigt werden – ganz besonders waren das bisher Generatoren. Aber auch Druckverbände, die bei starken Blutungen zum Einsatz kommen können.

Im Juli wollen die Männer wieder los. Max Eickmann: „Unsere Abfrage, was benötigt wird, ergab diesmal, dass unsere Partner vor Ort ein Auto beziehungsweise einen Transporter brauchen. Dieser sollte einen Allradantrieb haben. Ich kenne die ukrainischen Straßen und weiß daher, dass das ein absolut nachvollziehbarer Wunsch ist.“

Die Helfer sammeln nun Spenden und hoffen auf gute Unterstützung. Was einen Wagen angehe, sei man flexibel. Das Fahrzeug müsse TÜV-abgenommen sein wegen der Überführung in die Ukraine und sollte technisch noch gut in Schuss sein. Der optische Zustand und die Anzahl der Sitze seien nicht so wichtig. Die Helfer gehen davon aus, dass sie 6000 bis 10.000 Euro benötigen, um einen Transporter kaufen zu können.

Die Lage in der Ukraine habe sich nach vier Jahren Krieg dramatisch verschlechtert. Besorgt seien viele Ukrainer, dass US-Präsident Trump seine Unterstützung für das gebeutelte Land verringern oder ganz einstellen könnte. Max Eickmann: „Wir sind für jede Unterstützung der Menschen in der Ukraine dankbar.“

Kontonummer: Kontoinhaber ist die Katholische Pfarrgemeinde St. Peter Rheinberg, IBAN DE08 3545 0000 1560 1107 75.