Die Erde hat zwei Monde. Ja, doch, zwei! Der eine Mond ist ein netter Ort, einer, der Menschen zusammenbringt, sie vereint. Das zeigt sich insbesondere am Verhalten der Raumfahrtbehörden verschiedener Nationen von mehreren Kontinenten. USA und Kanada, Japan und Europa, sogar die Vereinigten Arabischen Emirate kooperieren miteinander, um diesen Mond zu erreichen. Jeder trägt etwas bei. Expertise, Personal, Gerätschaft und natürlich Geld. Dafür darf am Ende jeder mit, darf eine Astronautin oder einen Astronauten schicken – für eine Mondumrundung, womöglich gar auf die Oberfläche, zumindest aber auf jene Station, die ihn in einer steilen Ellipse umrunden soll: „Lunar Gateway“, eine 40-Tonnen-Konstruktion, in der bis zu 90 Tage währende Aufenthalte möglich sind. Ein Modul des Gateway, es heißt „Lunar View“ und ist einer der Beiträge der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) zu dem Projekt, würde den Astronauten für diese Zeit herzerwärmende Ausblicke ermöglichen.