In der aktuellen Saisonphase der Zweiten Liga ist es noch einmal wichtiger, Woche für Woche konstant zu punkten. Doch ein solches positives Erlebnis blieb Fortuna zuletzt verwehrt – Kostenpflichtiger Inhalt umso bitterer war für die Düsseldorfer die 2:5-Klatsche gegen Hertha BSC. Mit diesem schlechten Gefühl waren die Rheinländer aber nicht allein: Einige Konkurrenten im Tabellenkeller – Fürth, Braunschweig, Bielefeld und Dresden – verloren ebenfalls. Dagegen siegte Kiel in Bochum, Magdeburg setzte sich gegen den Mitstreiter aus Münster durch.

„Bis wir nicht rechnerisch sicher sind, geht es für uns um nichts anderes als um den Klassenerhalt“, sagte der 53-Jährige und stellte im Rückblick auf das jüngst verlorene Spiel heraus: „Wenn man an so einer Niederlage etwas Positives sehen will, dann vielleicht, dass wir gesehen haben, dass wir nach wie vor richtig viel Arbeit vor uns haben und der Klassenerhalt kein Selbstläufer ist.“

Noch deutlicher wurde Trainer Markus Anfang zu Beginn der Vorbereitung auf das Spiel am Samstag (13 Uhr) in Kaiserslautern: „Um es mal ganz klar zu sagen: Alle Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte spielen gegen den Abstieg. Wenn wir uns nur noch damit beschäftigen, was passiert, wenn wir verlieren, dann steigen wir ab. Wenn wir uns aber damit beschäftigen, dass wir Punkte holen wollen, dann kommen wir da unten raus.“

Die Fortunen haben jedoch nicht nur viel Arbeit vor sich, sondern auch richtungsweisende Spiele. Besonders nach dem Duell gegen die siebtplatzierten Lauterer stehen für die Elf von Trainer Markus Anfang im April drei echte Abstiegsknaller gegen Kiel (16.), Magdeburg (17.) und Dresden (12.) an. Dementsprechend ist klar: Fortuna kann sich im April schon retten, eine Serie in den kommenden Wochen würde reichen, um sich den nötigen Vorsprung zu erarbeiten. Allerdings kann sich die Situation, gerade durch Pleiten in den direkten Duellen, noch dramatisch verschlimmern. Dann droht ein echter Nervenkrimi gegen Tabellenführer Schalke 04 und den ersten Verfolger SV Elversberg sowie im dann drohenden Abstiegskrimi in Fürth.

Die anderen Teams aus dem Tabellenkeller nehmen sich in direkten Duellen reihenweise gegenseitig die Punkte weg. Schlusslicht Münster trifft auf Kiel (16.), Fürth (14.) und Bielefeld (15.), dazu geht es noch gegen Spitzenreiter Schalke 04. Magdeburg (17.) muss gegen Bochum (10.) und Fortuna (11.) ran. Fürth hat ein schweres Programm mit Spielen gegen Paderborn (3.), Münster (18.), Darmstadt (4.) und Bochum (10.) vor sich. Bochum selbst besitzt zwar einen kleinen Vorsprung, doch im April warten mit Magdeburg (17.), Braunschweig (13.), Dresden (12.) und Fürth (14.) heikle Aufgaben auf den VfL.

Unabhängig davon muss Fortuna im April selbst liefern, damit der hauchdünne Vorsprung nicht noch weiter schrumpft.