Oerlinghausen. Das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen öffnet nach der Winterpause am Mittwoch, 1. April, wieder seine Türen. Schon am Ostersonntag, 5. April, startet das Programm mit Vorführungen zu steinzeitlicher Feuererzeugung, wozu alle Interessierten eingeladen sind. Das teilt der Veranstalter mit.
Am Ostermontag findet das erste Highlight statt: der Hühnertag. Dann bekommen Besucher in einzelnen Etappen die Geschichte der Hühnerzucht erklärt. Hauptakteur an diesem Tag ist der Rassegeflügelzuchtverein Blomberg. Auf neuartige Weise wird dabei eine Schau alter Haustierrassen mit Kulturgeschichte kombiniert.
Highlight der Veranstaltung werden alte und seltene Hühnerarten sein. Denn wer kennt heute noch Araucanas, Barnevelder Zwerghühner, Schwarze Krüper, Westfälische Totleger oder Wyandotten? Auf die Kinder warten schlüpfende Küken im Schaubrüter. Daneben gibt es eine ganze Batterie an Aktionen für die Kleinen. Das Naturkundemuseum Bielefeld und das Freilichtmuseum Oerlinghausen zeigen ihre museumspädagogische Power.
Für Kaffee und Kuchen sorgt der Verein Glückspfoten. Aus Köln kommt das Hühnermobil – ein theaterpädagogisches Projekt – angerollt. Um 11 und um 13 Uhr wird das interaktive Ein-Personen Stück „Frühling auf dem Hühnerhof“ für die ganz Kleinen aufgeführt. In der Geschichte rund um Bäuerin Augustine steht das Huhn im Rampenlicht. Sensibilisiert wird für das Thema Fabrikhühner. Alles gemeinsam, mit Spaß und einer guten Portion Neugierde.
Lange Museumsnacht
Groß geht es am Freitag, 17. April, mit der Langen Museumsnacht weiter: Die Veranstaltung steht im Zeichen von Riesen und Trollen. In der Nacht wird die Anlage in ein zauberhaftes Licht getaucht. Am Feuer können Groß und Klein Märchen zu Riesen und Trollen lauschen. Ein Vortrag mit dem Titel „Götter und Riesen – eine Hassliebe unter Verwandten. Exkurs in die nordisch-germanische Mythologie“ liefert einen Eindruck zum frühgeschichtlichen Riesen-Image.
Als Walking Acts treten Riesen und Trolle auf. Highlights der Veranstaltung sind Feuershows der Bielefelder Feuerkunstgruppe „FeuerFlut“. Auch ein Schmied zeigt sein Handwerk. An einem der vielen Lagerfeuer können unter kundiger Anleitung mit Feuerstein, Katzengold und Zunderpilzen wie in der Steinzeit Feuer entfacht werden. Wem das noch zu dunkel ist, darf gerne in einem Workshop Fackeln bauen. Überdies wird der frisch gebaute steinzeitliche Kuppelbackofen eingeheizt und Steinzeit-Brot gebacken.
Nächtlicher Markt
Wer noch ein Geschenk sucht, könnte auf dem nächtlichen Markt fündig werden. Der Schmied bietet handgemachte Produkte an, der „Irre Wikinger“ aus Schleswig bringt Frühmittelalter-Accessoires mit. Ergänzt wird das Angebot beispielsweise durch den Stand von Trollmarkt aus Kassel – für alle, die einen Troll in der Verwandtschaft haben. Menschen über zwei Metern Länge haben freien Eintritt.
Auch danach gibt es laut Museum jedes Wochenende – und in den Ferien häufig auch an Werktagen – eine breite Palette an Vorführungen und Aktionen. Dieses Jahr besonders aufwendig seien die Steinzeittage und die Gladiatoren im Sommer, ein Reenactment-Flohmarkt und die Wikingertage im Herbst.