Bielefeld. Mit Tempo 90 war am Samstagabend, 28. März, einer zivilen Polizeistreife auf der Artur-Ladebeck-Straße ein BMW 218i aufgefallen. Erlaubt sind dort maximal 50 km/h. Die Beamten ließen das Anhaltesignal „Stopp“ auf ihrem Wagen aufblinken und schalteten das Blaulicht an.
Doch der Fahrer „machte keine Anstalten anzuhalten“, berichtet Polizeisprecherin Hella Christoph. Erst eine rote Ampel am Adenauerplatz stoppte den Wagen kurzzeitig. Die Beamten überholten den BMW und stellten ihr Fahrzeug versetzt vor den BMW, damit dieser nicht weiterfahren konnte.
„Einer der uniformierten Polizisten stieg aus und beleuchtete mit seiner Taschenlampe extra seine Uniform, sodass er für den Fahrer deutlich als Polizeibeamter erkennbar war“, so Christoph. Doch als der Beamte an den BMW herantrat, beschleunigte der Fahrer unvermittelt stark, wechselte nach rechts auf die Busspur und bog trotz roter Ampel nach rechts in die Obernstraße ab.
BMW umfährt Bielefelder Polizeiwagen und biegt bei Rot in die Obernstraße ab
Der Beamte sprang zurück in sein Dienstfahrzeug und so nahmen sie wieder die Verfolgung des mit hoher Geschwindigkeit Flüchtenden auf. Der BMW raste über die Straßen Am Bach und Siekerwall zur Kreuzstraße. Dort traf dann Verstärkung ein, sodass der BMW nun auch noch von Streifenwagen verfolgt wurde. Doch der Mann am Steuer des BMW gab weiter Vollgas. Seine Fahrt ging nun auf den Ostwestfalendamm (OWD).
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Schließlich gelang es der Polizei, den Fahrer an der Abfahrt Quelle vom OWD zu dirigieren, sodass er an der Waldbreede angehalten und kontrolliert werden konnte. Der polizeibekannte 27-Jährige aus Bielefeld bestätigte zwar, die Anhaltezeichen erkannt zu haben. „Er gab jedoch an, geglaubt zu haben, man wolle ihn ausrauben“, berichtet Hella Christoph.
Nicht überzeugend: Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung gegen ihn ein.
Porsche-Fahrer erwischt, während der Führerschein noch bei der Polizei liegt
Unverbesserlich zeigte sich zwei Tage später auch ein Porsche-Fahrer. Diesen hatten Polizeibeamte am Montagnachmittag, 30. März, auf der Heeper Straße gesichtet. Er war ihnen bekannt, weil sie ihm erst vor wenigen Wochen den Führerschein entzogen hatten.
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Der 33-jährige Bielefelder war am 8. März betrunken am Steuer seines Porsche Cayenne erwischt worden. Die Beamten hatten ihm damals seinen Führerschein abgenommen und das Führen von Kraftfahrzeugen untersagt. Das konnte der 33-Jährige den Beamten am Montag gegen 16.15 Uhr bestätigen. Er berichtete bei der Kontrolle, dass er seinen Führerschein noch nicht wieder zurückhabe.
Dem Bielefelder wurde erneut die Weiterfahrt untersagt. Die Polizisten schrieben eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.