Wegen eines mutmaßlichen Femizids muss sich ein 80-Jähriger ab dem 17. April vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Senior den Mord an seiner Ehefrau vor.
Die Tat hat sich am 8. November 2025 in der gemeinsamen Wohnung in Urdenbach ereignet. Gegen 20 Uhr habe die 77-Jährige schlafend im Bett gelegen, heißt es in der Anklage. „In Tötungsabsicht und unter bewusster Ausnutzung ihrer Arg- und Wehrlosigkeit“ soll der Mann ihr mit einem eineinhalb Kilogramm schweren Schlosserhammer auf den Kopf geschlagen haben. Er habe ihr mehrere wuchtige Hiebe versetzt, bis er sicher gewesen sei, sie getötet zu haben.
Die 77-Jährige erlitt einen trümmerartigen Bruch des Schädeldachs mit Öffnung der Schädelhöhle und sei unmittelbar verstorben, heißt es. Anschließend soll der Angeklagte versucht haben, sich selbst Verletzungen an Armen und Beinen zuzufügen und sich damit das Leben zu nehmen. Kurz vor Mitternacht wählte der damals 79-Jährige jedoch den Notruf und konnte letztlich gerettet werden.
Kurz nach der Tat hatte sich der Mann den Ermittlern der Polizei gegenüber zu den Geschehnissen geäußert. Seine Version: Er habe seine Frau auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin getötet, so der 80-Jährige. Anschließend habe er versucht, Suizid zu begehen. Es sei der Plan der beiden gewesen, gemeinsam ihr Leben zu beenden, also ein sogenannter Doppelsuizid oder gemeinschaftlicher Suizid.
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