
Wegen der Newcastle-Krankheit müssen in Brandenburger Geflügelbetrieben weitere rund 200.000 Tiere getötet werden.
Im Landkreis Dahme-Spreewald wurden zwei weitere Ausbrüche der Newcastle-Krankheit amtlich festgestellt, wie das Landwirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Damit gebe es nun insgesamt 16 Ausbrüche. In einem Masthähnchenbetrieb seien etwa 120.000 Tiere betroffen, bei einem Kleinsthalter etwa 30 Tiere.
Außerdem sei die Erkrankung in einem bereits betroffenen Betrieb im Landkreis Spree-Neiße in weiteren Ställen mit etwa 76.000 Tieren festgestellt worden, so das Ministerium.
Bislang drei Millionen Tiere getötet
Die Landkreise haben jeweils mit einer Tierseuchenallgemeinverfügung die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der hochansteckenden Viruserkrankung eingeleitet. Zu den erforderlichen Maßnahmen gehören nach Angaben des Ministeriums „die tierschutzgerechte Tötung der Tiere und die Einrichtung einer Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern und einer Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand“.
In Brandenburg ist es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in diesem Jahr bisher zu 16 Ausbrüchen gekommen. Insgesamt müssen oder mussten bereits rund drei Millionen Tiere getötet werden, wie ein Sprecher des Ministeriums sagte. In den betroffenen Landkreisen sind Schutz- und Überwachungszonen mit besonderen Auflagen für Geflügelhalter eingerichtet. Das bedeutet Stallpflicht und ein Transportverbot für Vögel, Fleisch und Eier. Auch Geflügelmessen und Geflügelmärkte sind untersagt.
Sendung: Antenne Brandenburg vom rbb, 31.03.2026, 17:00 Uhr
Audio: Antenne Brandenburg vom rbb, 31.03.2026, Yvonne Krause