Newsblog zum Krieg in Nahost

Trump wettert gegen Frankreich

Aktualisiert am 31.03.2026 – 23:31 UhrLesedauer: 20 Min.

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Donald Trump: Der US-Präsident ärgert sich über seine Verbündeten. (Quelle: IMAGO/Aaron Schwartz – Pool via CNP/imago)

Der US-Präsident reagiert nachtragend. Israel will sich ein Zehntel des Libanons einverleiben. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Bei israelischen Luftangriffen auf mehrere Orte im Süden des Libanon sind am Dienstag nach offiziellen libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Demnach kamen in der Gegend um die Küstenstadt Tyros drei Menschen ums Leben, in der Region um Sidon seien vier weitere Menschen gestorben.

Im unweit der Grenze zu Israel gelegenen Bint Dschubail wurde demnach ein Treffpunkt einer Rettungsorganisation getroffen, die mit der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz verbunden ist. Dabei wurden laut dem Ministerium ein Sanitäter getötet und 13 weitere Menschen verletzt.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bekräftigte am Dienstag die Absicht, bis auf Weiteres Teile des Südlibanons zu besetzen. Von dort aus vertriebene Bewohner dürften erst zurückkehren, wenn die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei.

In der irakischen Hauptstadt ist eine amerikanische Reporterin verschleppt worden. Dahinter könnte eine pro-iranische Gruppe stecken. Mehr dazu lesen Sie hier.

Im Streit um die Nutzung von Luftraum für den Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump Frankreich attackiert. „Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert“, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Frankreich habe sich in Bezug auf den Iran-Krieg sehr unkooperativ verhalten, fügte er hinzu. „Die USA werden sich daran ERINNERN.“

Eine Sperrung des Luftraums für Flugzeuge, die mit dem Iran-Krieg in Verbindung stehen, gibt es in Frankreich aber nicht, wie aus einer Reaktion des Élysée-Palasts und Recherchen der Zeitung „Le Monde“ hervorgeht. „US-Flugzeuge dürfen unter Einhaltung der internationalen Vorschriften für den Überflug von Staatsluftfahrzeugen französisches Hoheitsgebiet überfliegen“, sagte eine diplomatische Quelle der Zeitung.

Wie „Le Monde“ unter Verweis auf drei offizielle Quellen berichtete, die namentlich nicht genannt werden wollten, müsse für Kampfflugzeuge und Transportflugzeuge mit Militärgütern gegenwärtig jeweils für jeden Flug eine Erlaubnis in Frankreich eingeholt werden, eine sogenannte „diplomatic overflight clearance“. Möglich ist also, dass einzelne Flüge nicht sofort die Erlaubnis erhielten und dies zu Trumps Reaktion führte.