Nach Helikopter-Absturz

Anna-Maria Zimmermann hat „einen Teddy“ als Entschuldigung erhalten

Lisanne KrillAutorenprofilbild Lisanne Krillvon Lisanne Krill

31.03.2026, 20:58 Uhr

31. März 2026 um 20:58 Uhr

Anna-Maria Zimmermann erlebte 2010 einen Helikopter-Absturz, der ihr Leben für immer verändert hat. In einem aktuellen Interview spricht die Schlagersängerin über ihre Enttäuschung über den Piloten.

Im Oktober 2010 stürzte Anna-Maria Zimmermann mit einem Helikopter auf dem Weg zu einem Auftritt ab. Die Schlagersängerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen und mehrere Knochenbrüche, lag zwei Wochen im künstlichen Koma, und bis heute ist ihr linker Arm gelähmt. An die Momente des Absturzes selbst kann sie sich nicht erinnern: „Ich weiß nichts“, sagt Zimmermann im Interview mit „RTL“.

Pilot hatte „keinen persönlichen Kontakt“ zu Anna-Maria Zimmermann

Der Unfall war auf einen Fehler des Piloten zurückzuführen, der 2011 vom Landgericht Paderborn wegen gefährlicher Körperverletzung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung  verurteilt wurde. Zusätzlich musste er 8000 Euro Geldbuße an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen musste, wie der „Spiegel“ berichtete. 

ANZEIGE

Juristisch ist der Fall abgeschlossen, doch emotional bleibt eine offene Wunde. Anna-Maria Zimmermann, die ihren Emotionen kürzlich freien Lauf gelassen hat, erklärt, dass sie dem Piloten nur eine Sache nie verzeihen konnte: „Das Einzige, was ich diesem Menschen immer noch übelnehme, ist, dass er danach nicht da war. Es gab nur einen Steiff-Teddybären mit einer Entschuldigung, aber keinen persönlichen Kontakt.“

ANZEIGEAnna-Maria Zimmermann nach ihrem Unfall bei einem Auftritt im Europa-Park am 03.07.2011 Anna-Maria Zimmermann nach ihrem Unfall bei einem Auftritt im Europa-Park am 03.07.2011 IMAGO/ MAVERICKS Anna-Maria Zimmermann nach Unfall: „Geheult und geschrien“

Die Tage nach dem Unglück sind für sie unvergesslich. Vor der entscheidenden Operation befand sie sich in einer Art Sterbebettsituation, berichtet Zimmermann im Gespräch mit „RTL“. Sie habe zu den Ärzten gesagt: „Macht morgen diese blöde OP und entweder werde ich morgen Mittag wach oder ich werde nicht mehr wach“. Rückblickend empfindet sie es als „krass“, wie abgeklärt sie damals war. Damals übersteht die Schlagersängerin die OP, wird aber für mehr als zwei Wochen ins künstliche Koma versetzt.

Der Weg zurück ins Leben war lang und schmerzhaft. Zimmermann musste viele alltägliche Tätigkeiten neu erlernen. Sie erinnert sich an Momente der Verzweiflung: „Ich habe geheult und geschrien, ich habe hundertmal versucht, mir meinen blöden BH zuzumachen.“