Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russisches Flugzeug stürzt über Krim ab – 29 Tote
Aktualisiert am 01.04.2026 – 01:04 UhrLesedauer: 9 Min.
Über der Krim ist ein russisches Militärflugzeug abgestürzt. (Archivfoto) (Quelle: Vitaliy Ankov/imago)
In der russischen Teilrepublik Tatarstan flieg eine Fabrik in die Luft. In Estland tauchen Drohnenteile auf. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Über der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim ist ein russisches Militärflugzeug abgestürzt. Das berichten staatliche russische Nachrichtenagenturen übereinstimmend. Demnach handelte es sich bei dem Flugzeug um eine Maschine des Typs Antonow An-26.
Bei dem Absturz sollen nach russischen Angaben 29 Menschen ums Leben gekommen sein, darunter sechs Crew-Mitglieder. Als Ursache gab das russische Verteidigungsministerium einen technischen Defekt an. Laut der Nachrichtenagentur Tass sei die Maschine gegen einen Felsen geprallt. Unabhängig lassen sich die Angaben nicht überprüfen.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plädiert dafür, für ein Ende des Ukraine-Kriegs den wirtschaftlichen Druck auf Russland noch einmal deutlich zu erhöhen. „Wir müssen mit der Schattenflotte etwas tun, denn das ist ein Instrument, das Russland nutzt, um Öl herauszuholen aus Russland und zu verteilen“, sagte Kallas den ARD-„Tagesthemen“. Auf diese Weise bekomme Russland Einkünfte, um den Krieg zu finanzieren.
„Hier müssen wir kreativ sein, wir müssen mit unseren Partnern zusammensitzen, mit ihnen sprechen, denn wenn das Vereinigte Königreich, die USA, Europa, die G7-Partner die gleichen Sanktionen erlassen, dann haben wir großen Effekt“, sagte sie. Jetzt liege der Schwerpunkt darauf, mehr Druck auf Russland auszuüben, sodass Moskau diesen Krieg beende. Sie betonte, der russischen Volkswirtschaft gehe es nicht gut.
Mit der russischen Schattenflotte sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Die EU warnt schon länger davor, dass Schiffe der Schattenflotte auch als Plattform für den Start von Drohnen für Stör- oder Spionageangriffe genutzt werden können.
Inmitten des Iran-Kriegs reist Wolodymyr Selenskyj in den Nahen Osten. Dort findet der ukrainische Präsident neue Partner. Das hat er auch dem Kreml zu verdanken. Die Analyse von Simon Cleven lesen Sie hier.
Eine starke Explosion hat ein russisches Chemiewerk in der Teilrepublik Tatarstan erschüttert. Nach Angaben des Unternehmens in Nischnekamsk wurden zwei Menschen getötet, es habe mehr als 70 Verletzte gegeben. Als Ursache wurde technisches Versagen angegeben. Allerdings war der Betrieb des Flughafens kurz vorher laut Mitteilung der Aufsichtsbehörde Rosawiazija eingeschränkt worden. Dies bedeutet meist, dass ukrainische Drohnen in der Luft geortet werden.
