Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist am Mittwochabend ein russisches Militärflugzeug vom Typ Antonow-26 abgestürzt. Das berichtet die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass. Demnach kamen bei dem Absturz 29 Menschen ums Leben. Unter den Todesopfern seien sechs Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere, berichtete Tass unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Das Transportflugzeug sei planmäßig über der Krim geflogen, als der Kontakt gegen 18 Uhr Ortszeit abgebrochen sei.
Ein Such- und Rettungsteam habe die Absturzstelle gefunden. An den Trümmern des Flugzeugs seien keinerlei Spuren eines äußeren Einschlags festgestellt worden. Zum jetzigen Zeitpunkt gelte ein technischer Defekt als wahrscheinlichste Absturzursache.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Videogespräch mit US-Vertretern angekündigt. Es sei für heute geplant und die US-Seite habe darum gebeten. Es werde darum gehen, „wo wir stehen“ und wie nah ein dreiseitiges Treffen sei, sagte Selenskyj. Die Ukraine sei bereit, einen Waffenstillstand zu vereinbaren, dort wo sie stehe. Selenskyj kündigte zudem neue Kooperationen mit mehreren Golfstaaten an. Es gebe „historische Vereinbarungen“ mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sagte er. Geplant sei eine Zusammenarbeit bei Luftabwehr, Rüstungsproduktion und Energie.
Ein russisches Chemiewerk in der Teilrepublik Tatarstan ist von einer Explosion erschüttert worden. Nach Angaben des Unternehmens in Nischnikamsk wurden zwei Personen getötet und mehr als 70 verletzt. Als Ursache wurde technisches Versagen angegeben. Allerdings war der regionale Flughafen kurz zuvor geschlossen worden. Das bedeutet meist, dass Drohnen in der Nähe geortet wurden.
Auf einem Feld im Südosten Estlands sind Trümmerteile einer Drohne gefunden worden. Sicherheitskräfte sperrten den Fundort ab, um die Reste der Drohne zu untersuchen. Auch Hinweise auf mögliche Funde von Drohnentrümmern an anderen Orten werden laut Polizeiangaben überprüft. Wie das estnischen Militär mitteilte, waren in der Nacht mehrere ukrainische Drohnen in den Luftraum eingedrungen.