Die türkische Mannschaft bejubelt die WM-Teilnahme

Stand: 31.03.2026 • 22:58 Uhr

Die Türkei hat den Traum des Kosovo von der ersten WM-Teilnahme beendet und jubelt nach einem knappen Playoff-Sieg ihrerseits über das erste WM-Ticket seit 2002.

Kerem Aktürkoglu (53.) sorgte am Dienstag (31.03.2026) im Playoff-Finale im Fadil-Vokrri-Stadion von Pristina für den erlösenden 1:0 (0:0)-Siegtreffer im Kosovo und ein Happyend der türkischen WM-Qualifikation. Die Türkei, die sich im Halbfinale mit 1:0 gegen Rumänien durchgesetzt hatte, trifft nun bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko in Gruppe D auf Mit-Gastgeber USA, Paraguay und Australien.

Für den Kosovo endete zehn Jahre nach der Aufnahme durch FIFA und UEFA die Traumreise schmerzhaft mit einer knappen Niederlage. Die ersten knapp 25 Minuten hatten die Fans des Kosovo und Nationaltrainer Franco Foda nichts zu bejubeln als Grätschen des Teams. Die Türkei bestimmte das Geschehen ballsicher und vor allem über Real-Madrid-Juwel Arda Güler. Kenan Yildiz (10.) hatte gleich früh bei einer Doppelchance die Führung auf dem Fuß, wurde aber zweimal geblockt.

Kenan Yildiz (l.) hätte in der Anfangsphase fast für die frühe türkische Führung gesorgt.

Sensationsparade von Ugurcan Cakir

Doch ansonsten spielte das Team von Trainer Vincenzo Montella vor einer hoch emotionalen Kulisse oftmals zu umständlich, um die Abwehr des Kosovo in Verlegenheit zu bringen. Mit einem Vorstoß von Fisnik Asslani (24.) über links meldeten sich auch die Gastgeber im gegnerischen Strafraum an. Der Querpass des Profis von 1899 Hoffenheim wurde aber sichere Beute von Torwart Ugurcan Cakir.

Auf der anderen Seite zielte Orkun Kökcü (27.) von halblinks nur haarscharf am rechten Winkel des kosovarischen Tores vorbei. Die dickste Chance der ersten Halbzeit hatten allerdings die Gastgeber, aber eine Asllani-Fackel aus 22 Metern lenkte Cakir mit einer Superparade noch an die Latte (29.).

Torschütze Aktürkoglu knapp nicht im Abseits

In Halbzeit zwei blieb es intensiv und zunächst ohne größere Brennpunkte vor den Toren – bis dann Aktürkoglu kam. Der Fenerbahce-Stürmer lenkte eine schnelle Weiterleitung von Yildiz am rechten Pfosten mit den Stollenspitzen noch zum 1:0 ins Tor. Kurz musste die Türkei zittern, ob der Torschütze im Abseits gestanden hatte, aber Yildiz‘ Gegenspieler Lumbardh Dellova hatte als letzter Kosovare noch tiefer gestanden.

Die Partie wurde jetzt wilder. Die Kosovaren versuchten, ihren WM-Traum wiederzubeleben, gingen dafür auch in den Zweikämpfen bis an alle Schmerzgrenzen. Doch die Abwehr der Türkei hielt und die Gäste hatten wie bei einem Konter durch Yildiz (63.), der an Torwart Aro Muric scheiterte, Möglichkeiten, die Partie frühzeitig zu entscheiden.

Zweimal wurde es aber noch richtig knapp für die Türken: Florent Muslija (81.) zielte mit einem feinen 20-Meter-Schuss nur knapp links vorbei und Asllani (87.) fand erneut in Cakir seinen Meister. Nach sechs Minuten Nachspielzeit und 24 Jahren Warten durfte die Türkei dann jubeln und jetzt einen neuen Traum träumen: von einem WM-Coup wie 2002, als sie Dritter wurde.