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Am 16. Mai steigt in Wien der Eurovision Song Contest 2026. Und einige Wochen davor reißen die schlechten Nachrichten nicht ab.
Wien – Das Portal eurovisionworld.com zählt zu den wichtigsten internationalen Webseiten für den Eurovision Song Contest. Es ist etwa eine wichtige Anlaufstelle für den Wettquoten-Überblick, bei dem es für dieses Jahr einen klaren Favoriten gibt. Und: Es gibt dort auch eine große Umfrage. Alle 35 teilnehmenden Länder stehen bei der Frage „Who should win Eurovision 2026?“ zur Auswahl, auf Deutsch: „Wer sollte den Eurovision Song Contest 2026 gewinnen?“.
Sarah Engels vertritt Deutschland beim ESC 2026. © Carsten Koall / dpa
Der aktuelle Zwischenstand wird am Dienstag (31. März) in der großen Facebook-Fangruppe „Eurovision“ mit rund 26.500 Mitgliedern diskutiert. Ein Nutzer hat dort einen Screenshot gepostet. Und: Deutschland taucht auf diesem nicht einmal auf. Eine echte Demütigung! In der Momentaufnahme werden nämlich nur die bestplatzierten 27 Nationen unter den 35 Teilnehmern abgebildet.
Eurovision Song Contest: Großes Online-Voting zeigt Deutschland nur auf Rang 29
Immerhin: Deutschland belegt nicht den letzten Platz, sondern Rang 29. Das zeigt der direkte Blick auf die Abstimmung. Bis Dienstag, ca. 11.50 Uhr entfielen gerade mal 466 Stimmen von 71.520 auf Sarah Engels (33) und ihren Song „Fire“, dahinter rangieren noch Belgien, Portugal, Polen, Estland, Österreich und Aserbaidschan. Ganz vorne liegt Finnland mit 14.669 Votes, gefolgt von Dänemark mit 8.184. Ein Riesenunterschied zu Deutschland! Das Treppchen komplettiert Schweden, deren Teilnehmerin übrigens aus traurigem Hintergrund eine Maske trägt.
Im bei Facebook diskutierten Zwischenstand taucht Deutschland nicht mal auf. Grund: zu schlecht. Es werden nur die besten 27 der 35 Nationen angezeigt. Schweden ist übrigens rot, weil der User dafür votiert habe. © Screenshot
Nun ist jedes Online-Voting – auch ein für Deutschland unerfreuliches bei Reddit – natürlich im Grundsatz nur eine Spielerei. Und schon gar nicht komplett fälschungssicher. Jenes auf eurovisionworld.com verbietet immerhin, fürs eigene Land zu stimmen. Wie aussagekräftig das Ganze ist, zeigt ein Blick in die jüngere Vergangenheit. Von 2017 bis 2023 holte der Sieger im jeweiligen eurovisionworld.com-Voting auch tatsächlich den ESC-Triumph. Danach ließ die Treffsicherheit nach: 2024 sah das Voting Kroatien vor der Schweiz und Israel vorn, es siegte die Schweiz vor Kroatien und der Ukraine. 2025 gewann bei der Abstimmung Schweden vor Österreich und Albanien, den ESC-Sieg selbst holte Österreich vor Israel und Estland.
Eurovision Song Contest: Auch Voting in unserem Netzwerk bringt wenig Optimismus für Deutschland
Schwarz für die deutschen Eurovision-Song-Contest-Ambitionen sehen auch die Nutzer in unserem Netzwerk, wie sich in untenstehender – natürlich auch nicht repräsentativer – Abstimmung zeigt. Seit dem 1. März gingen 18.150 Stimmen ein. 44 Prozent davon prognostizieren einen Platz im untersten Drittel, 22 Prozent gar den letzten. Immerhin fünf Prozent zeigen sich sehr optimistisch und erwarten den ESC-Sieg für Sarah Engels, elf Prozent einen Platz im oberen Drittel.
Sarah Engels will sich ohnehin keinen Kopf machen über die schlechten Prognosen. Auf die Wettquoten angesprochen, sagte sie der WAZ: „Ich glaube, am Ende will ich das einfach genießen. Der ESC ist ein megakrasses Erlebnis. Dass ich dabei sein darf, ist der Wahnsinn! Wenn man mich kennt, weiß man: Ich gebe immer 110 Prozent. Und den Rest kann ich nicht beeinflussen.“ Und vielleicht erhöht ja die eine oder andere Änderung doch noch die deutschen Chancen? (Quellen: eurovisionworld.com, Ippen.Media, Facebook, WAZ)