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Das Drama um den Buckelwal in der Ostsee nimmt kein Ende. Nach Strandungen vor Timmendorfer Strand und in der Wismarer Bucht steckt er jetzt vor Poel fest.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Buckelwal sitzt wohl wieder fest: Nächste Hiobsbotschaft – aktuelle Meldung aus Bucht Kirchsee – Greenpeace-Boot vor Ort
- Wal Timmy ist offenbar wieder aufgetaucht„,“position“:“2″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“93″}}“>Wal Timmy ist offenbar wieder aufgetaucht – Buckelwal in Wismarer Bucht gesichtet
- Ostsee-Wal kann sich selbst befreien“,“position“:“3″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“93″}}“>Ostsee-Wal kann sich selbst befreien – „Hoffentlich schafft er es“
- Zustand des Ostsee-Buckelwals besorgniserregend“,“position“:“4″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“93″}}“>Zustand des Ostsee-Buckelwals besorgniserregend – „Liegt unverändert in der Bucht“
- Wal-Rettung in der Ostsee„,“position“:“5″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“93″}}“>Streit um Wal-Rettung in der Ostsee – Tierschützer wohl „aktiv“ ausgeschlossen
- Wal in der Ostsee„,“position“:“6″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“93″}}“>Unbefugte Menschen nähern sich Wal in der Ostsee – „Es gilt weiterhin der Sperrkreis“
Alle Kapitel
Update vom 31. März, 21:51 Uhr: Am Dienstag wird es laut einem Sprecher des Umweltministeriums vorerst keine weitere Rettungsaktion für den Buckelwal vor Wismars Ostseeküste geben. Man wolle dem Tier Ruhe gönnen – in der Hoffnung, dass sich der Wal alleine freischwimmen kann. „Sollte sich der Wal morgen noch an seinem derzeitigen Liegeplatz befinden, werden die Fachleute ihn in Augenschein nehmen“, hieß es in einer Mitteilung.
Der Buckelwal liegt vor der Insel Poel fest. © Stefan Sauer/dpa
Meeresschutz-Expertin Franziska Saalmann von der Organisation Greenpeace sagte: „Der Wal hat sich leider erneut festgeschwommen, diesmal hier bei der Insel Poel.“ Die Lage sei ziemlich ungünstig für das Tier, weil es in sehr flachem Gewässer liege. „Wir hoffen, dass ihm Ruhe erneut die Möglichkeit gibt, dass er die Kraft zusammennimmt und da nochmal freischwimmt.“ Das Tier sei aktiv und versuche freizukommen. „Wir geben die Hoffnung natürlich nicht auf, aber sein Gesamtzustand ist einfach nicht gut und seine Prognose ist dementsprechend auch nicht gut“, sagte Saalmann.
Wal-Drama in der Ostsee: Rettungsversuche am Dienstag beendet – „Tier soll Zeit gelassen werden, sich zu erholen“
Update vom 31. März, 18:19 Uhr: Im Drama um den vor der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal ist kein Ende in Sicht. Nachdem das Tier zuletzt tagelang in der Wismarer Bucht festgesessen hatte, konnte es sich am Montagabend zunächst freischwimmen. Doch setzte der Wal dort nach Angaben von Behörden und Experten am Dienstagnachmittag erneut in flacherem Wasser auf. Wie es mit dem geschwächten Tier weitergeht, war zunächst unklar – die Fachleute wollten die Lage zunächst beraten.
Claus Tantzen, Sprecher vom Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, erklärte dann am frühen Dienstagabend laut Bild: „Es wird heute keine weitere Rettungsaktion geben. Dem Tier soll Zeit gelassen werden, um sich weiter zu erholen. Wir haben die gleiche Situation wie gestern. Der Wal hat genug Möglichkeiten, um sich selbst zu befreien. Das wollen wir abwarten. Im Moment wird noch darüber beraten, ob gegebenenfalls morgen früh eine weitere Aktion stattfinden wird.“
Die aktuelle Entwicklung belege, „wie geschwächt“ und „ruhebedürftig“ der Wal sei, sagte Thilo Maack von der Umweltorganisation Greenpeace vor Journalisten in Wismar. Ähnlich wie bereits in den vergangenen Tagen gingen die Experten davon aus, dass das auf dem Meeresboden aufliegende Tier aus eigener Kraft wieder losschwimmen könnte, wenn es will. Diskutiert werden soll daher auch, ob es ähnlich wie am Montagabend durch fachgerechte Annäherung dazu motiviert werden soll.
Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) erhält der Wal weiterhin jede erdenkliche Unterstützung, auch weitere Experten seien inzwischen in die Rettungsaktion eingebunden worden. „Ich drücke nach wie vor die Daumen und ich hoffe dass wir noch ein gutes Ende finden“, sagte er am Dienstag in Wismar bei einer Pressekonferenz mit Maack. „Er zeigt ja, dass er grundsätzlich will.“
Update vom 31. März, 15 Uhr: Experten hatten am Dienstagvormittag noch gehofft, der Buckelwal würde nun die Route raus aus der Wismarer Bucht einschlagen. Doch der umherirrende Buckelwal sitzt seit Nachmittag erneut in flachem Wasser in einer Bucht vor Wismar fest. „Der Wal sitzt auf“, sagte Greenpeace-Walexperte Thilo Maack vor Journalisten.
Ähnlich wie bereits in den vergangenen Tagen gingen die beteiligten Experten aber davon aus, dass das Tier aus eigener Kraft losschwimmen könnte, wenn es will. Dort, wo der Wal derzeit liege, in einer Bucht der Insel Poel, sei die Wassertiefe ausreichend, damit der Wal wieder selbstständig weiterschwimmen könne. Deshalb denke man darüber nach, Rettungsmanöver vom Vortag zu wiederholen, sagten Meeresbiologe Thilo Maack und Umweltminister Till Backhaus am Nachmittag. Dabei wurde der Wal sanft zum Weiterschwimmen motiviert. „Die Chance, das nochmal zu probieren, ist vorhanden“, so Maack. Behörden und Fachleute würden die Situation derzeit analysieren.
Update vom 31. März, 14:05 Uhr: Der Buckelwal steckt wieder fest, bestätigt Umweltminister Backhaus jetzt auf einer Pressekonferenz. „Er ist rechts abgebogen und den Kirchsee. Dort sitzt er jetzt fest“, erklärt Backhaus. Und tadelt: „Das war wieder nicht schön von ihm, er hat sich nicht an seine Route gehalten.“
Der Buckelwal steckt jetzt zum dritten Mal fest – nun vor der Insel Poel. © Philip Dulian/Daniel Müller/picture alliance/dpa/Greenpeace Germany
Das Tier war von zwei Schlauchbooten begleitet worden, geholfen hat es offenbar nichts. Greenpeace-Experte Thilo Maack äußert immerhin leise Hoffnung: Wie zuvor in der Wismarer Bucht, liegt der Wal in einer Rinne. Nach erster Einschätzung sollte er in der Lage sein, sich erneut selbst zu befreien – wenn er denn möchte.
Buckelwal sitzt wohl wieder fest: Nächste Hiobsbotschaft – aktuelle Meldung aus Bucht Kirchsee
Update vom 31. März, 13:53 Uhr: Er hatte sich erst gestern Abend aus seiner Position losgeeist. Nun könnte der Wal laut Informationen des NDR erneut feststecken. Das Tier soll zwischen den Inseln Walfisch und Poel festsitzen. Einem NDR-Reporter zufolge bewegt sich das Tier aktuell nicht. Daneben befände sich ein Boot von Greenpeace. Offiziell bestätigt wurde dies zunächst nicht. Um 14 Uhr will Umweltminister Till Backhaus (SPD) über die aktuelle Situation informieren.
Update vom 31. März, 12:45 Uhr: Der Buckelwal hält sich offenbar nach wie vor in der Wismarer Bucht, unweit der Insel Walfisch, auf. Von dort aus könnte er den schmalen und flachen Kanal der Insel Poel Richtung Kirchdorf anpeilen, fürchten Experten. Ferngehalten werden soll der Meeressäuger auch von Küstengewässern voller Schlick, berichtet die Bild. Derzeit sei er in ausreichend tiefen Gewässern. Komme er aber in Bereiche mit dem feinkörnigen Sediment und strande dort erneut, könnte eine Befreiung sehr schwierig werden.
Update vom 31. März, 11:30 Uhr: Der seit einer Woche mehrmals gestrandete Buckelwal schwimmt am Dienstagmorgen frei in der Wismarer Bucht, bestätigt das Deutsche Meeresmuseum der dpa zufolge. Laut Informationen des NDR sei der Wal bei Bad Wendorf gesichtet worden, rund 300 Meter von seinem Aufenthaltsort am Montag entfernt. Ein Expertenteam sei bereits zu dem Wal aufgebrochen, berichtet Bild.
Der Wal hat sich in der Nacht selbst befreit – die Sorge in der Ostsee ist aber weiterhin groß. © dpa/Greenpeace Germany | Daniel Müller + dpa/Stefan Tretropp | Stefan Tretropp
Wie der Focus berichtet, befinde sich das Tier derzeit zwischen der Insel Walfisch und der Insel Poel. Fachleute fürchten, er könne in den Kanal Richtung Kirchdorf auf Poel schwimmen. „Dort ist es schmal und flach“, warnt Meeresbiologe Thilo Maack gegenüber Focus. Größere Wasserschutzboote könnten dort schon nicht mehr verkehren.
Update vom 31. März, 11 Uhr: In den Nachstunden konnte er sich von selbst befreien, dann tauchte er buchstäblich ab. Nun ist der mehrfach gestrandete Buckelwal wieder gesichtet worden. Das bestätigte jetzt auch das Deutsche Meeresmuseum. Das war auch auf Bildern einer Live-Kamera zu sehen, auf denen sich das Tier bewegt. Es sei zu hoffen, dass der Buckelwal Richtung Norden schwimme, meinte eine Sprecherin des Meeresmuseums laut dpa.
Wal Timmy ist offenbar wieder aufgetaucht
Update vom 31. März, 10 Uhr: Wo ist Timmy? Der seit einer Woche in der Lübecker Bucht mehrmals gestrandete Buckelwal hat sich vor wenigen Stunden befreit und wurde dann lange nicht mehr gesichtet. Das Tier habe offenbar die Dunkelheit genutzt und scheine die Umgebung von Wismar verlassen zu haben, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar der Nachrichtenagentur afp noch am Dienstagmorgen. „Wir hoffen, dass der Wal inzwischen den Weg in tiefere Gewässer gefunden hat“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums der Bild.
Doch wie unter anderem der Focus berichtete, soll der Wal am Vormittag wieder in der Wismarer Bucht gesichtet worden sein. Offiziell bestätigt wurde die Sichtung zunächst nicht.
Update vom 31. März, 7:57 Uhr: Der Buckelwal in der Ostsee ist bisher noch nicht gesichtet worden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen. Nun werde ein Boot vorbereitet, damit die Einsatzkräfte nach dem Tier suchen und gegebenenfalls sehen könnten, ob es den Weg in Richtung offenes Meer geschafft oder sich wieder festgesetzt habe.
Update vom 31. März, 6:17 Uhr: Dem in der Ostsee gestrandeten Buckelwal ist es gelungen, ein zweites Mal ins offene Wasser zurückzukehren. Er sei nicht mehr zu sehen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in der Nacht. Das Polizeiboot habe daraufhin den Einsatz abgebrochen. Eine Suche in der Dunkelheit sei nicht sinnvoll, erklärte der Sprecher. Gegen 23 Uhr wurde der Wal zuletzt an der Seebrücke in Wendorf gesichtet, wie die Wasserschutzpolizei der Bild mitteilte.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) berichtete, das Tier sei zunächst in die verkehrte Richtung geschwommen – zum Hafen hin. Im Laufe des Abends habe es dann jedoch Kurs in Richtung offenes Meer genommen. „Der Wal kämpft – aber er ist angeschlagen“, so Backhaus. Nun sei das Tier auf sich allein gestellt. Zuvor hatten das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern, Fachleute des Deutschen Meeresmuseums und Vertreter der Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Sea Shepherd mitgeteilt, dass sich der Zustand des Wals verbessert habe.
Ostsee-Wal kann sich selbst befreien
Update vom 30. März, 21:12 Uhr: Neue Hoffnung im Wal-Drama: Vor der Ostseeküste hat sich der gestrandete Buckelwal befreien können. Das Tier hat sich nach Angaben des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern am Abend von der Sandbank wegbewegt. Es sei allerdings noch nicht klar, in welche Richtung er schwimme, erklärte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Umweltorganisation Greenpeace zufolge schwamm das Tier zunächst Richtung Hafen.
Laut Focus gab Landesumweltminister Till Backhaus an, dass die Wasserschutzpolizei gerade versuche, den Wal zu leiten. Man müsse verhindern, dass dieser in den Hafen schwimmt. „Ich hoffe, dass er es schafft – aber den Garantieschein gibt es nicht“, meinte Backhaus. „Wir haben immer wieder gedacht: Hoffentlich, hoffentlich schafft er es“, zitiert Bild den Umweltminister: „Er hat sich von sich aus auf den Weg gemacht. Er will kämpfen.“
Drama um gestrandeten Wal an der Ostsee – die Bilder der dramatischen Rettungsaktion
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Update vom 30. März, 20:42 Uhr: Der gestrandete Buckelwal hat sich offenbar in Bewegung gesetzt. Laut einem Focus-Reporter, der sich vor Ort in der Wismarer Bucht befindet, schwamm der Wal vor wenigen Minuten los. Demnach bewegte er sich in Richtung Hafen und hat etwa 50 Meter hinter sich gebracht. Das hätten mehrere Augenzeugen berichtet.
Zuvor waren mehrere Versuche von Einsatzkräften gescheitert, dem Tier zu helfen. Boote in der Wismarer Bucht mussten ihren Einsatz nach Einbruch der Dunkelheit zunächst beenden. Laut NDR befanden sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) und Experten von Greenpeace, dem Meeresmuseum Stralsund und Sea Shepherd an Bord eines Boots.
Update vom 30. März, 17:42 Uhr: Das neuerliche Rettungsmanöver ist laut bild.de nach wenigen Minuten abgebrochen worden. Die Boote entfernten sich wieder von dem gestrandeten Buckelwal. Wie es weitergehen soll, ist derzeit offen.
Wal-Drama in der Ostsee: Nächste Rettungsaktion für gestrandetes Tier
Update vom 30. März, 16:57 Uhr: Der NDR hatte am Montagnachmittag berichtet, Greenpeace-Meeresbiologin Franziska Saalmann habe ein neuerliches Rettungsmanöver angekündigt. Demnach wolle sich ihre Organisation in einer gemeinsamen Aktion mit dem Deutschen Meeresmuseum und der Wasserschutzpolizei zu dem Wal begeben. Auf dem Wasser sei geplant, das Tier zu animieren, sich freizuschwimmen. Zudem solle sich aus der Nähe auch ein genaueres Bild über den Zustand des Tieres gemacht werden. Inzwischen ist diese erneute Rettungsaktion gestartet worden. Laut bild.de sind zwei Boote losgefahren und nähern sich dem Tier.
Update vom 30. März, 13:30 Uhr: Im Rahmen einer Pressekonferenz haben Umweltminister Till Backhaus und das Deutsche Meeresmuseum über das weitere Vorgehen im Fall des gestrandeten Wals informiert. Demnach werde weiter gehofft, dass sich das Tier aus eigener Kraft befreien kann. Die Hoffnung liege vor allem auf dem Nachmittag, dann solle der Wasserstand um etwa 30 Zentimeter ansteigen.
Nach Aussage des Direktors des Deutschen Meeresmuseums stehen wichtige Stunden bevor. Er wolle nicht vom verzweifelten letzten Versuch reden, sagte Burkard Baschek bei der Pressekonferenz mit Blick auf geplante Versuche, das Tier zum Weiterschwimmen zu animieren. „Wir glauben nach wie vor daran, dass es gelingt, aber es wird ein entscheidender Tag heute werden.“ Das Expertenteam vor Ort werde dann versuchen, den Wal nochmals zu animieren. „Dies erfolgt durch Klatschen mit dem Paddel auf das Wasser, da der Wal keinesfalls berührt werden sollte“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums im Vorfeld der PK.
„Dem Tier wirklich Ruhe zu geben, damit es dann auch sterben kann“
Laut den Experten werde weiter daran geglaubt, dass das gelingen könne. Doch werde das Tier von Tag zu Tag schwächer. Mittlerweile atme der Wal nur noch alle vier Minuten, zuvor lag die Frequenz bei zwei Minuten. Das Tier könne sich grundsätzlich frei bewegen, habe dies aktiv jedoch kaum wahrgenommen.
Baschek sagte, falls das Tier frei genug im Wasser schwimme und sich grundsätzlich mit geringem Aufwand bewegen könnte, aber dennoch nicht wegschwimme, dann fehle ihm offenbar die Kraft dazu. Dann werde man auch über den Zeitpunkt nachdenken müssen, „dem Tier wirklich Ruhe zu geben, damit es dann auch sterben kann“. So weit sei man aber bisher nicht. „Das möchte ich gern heute Abend dann nochmal diskutieren“, sagte der Experte.
Update vom 30. März, 12:51 Uhr: In den vergangenen Stunden hat sich der gestrandete Buckelwal kaum bewegt. „Er atmet weiterhin. Er liegt im Wasser, das jetzt etwas niedriger ist, dadurch, dass der Wasserstand etwas gesunken ist“, sagte Meeresschutz-Expertin Franziska Saalmann von der Organisation Greenpeace der Deutschen Presse-Agentur. Er atme regelmäßig, etwa alle fünf Minuten.
Als das Expertenteam am Morgen mit einem Schlauchboot in die Nähe des Tieres gefahren war, hatte der 12 bis 15 Meter lange Wal nicht stark reagiert. „Wir haben auch versucht, ihn durch Lärm zu animieren. Dazu haben wir mit dem Paddel aufs Wasser geschlagen, um zu gucken, ob er sich bewegt und dadurch zeigt ‚Oh, das stört mich!‘ Da kam aber auch keine Reaktion zurück und das zeigt auch noch, dass das Tier weiterhin geschwächt ist.“
In der Nacht zum Montag (30. März) war der Wasserstand um 50 Zentimeter gesunken. Aus eigener Kraft kann sich das Tier daher aktuell nicht freischwimmen. „Der Wasserstand soll ja auch wieder steigen. Er kann derweil noch mal Kraft sammeln durch die Ruhe, die wir ihm geben wollen“, so Saalmann.
Zustand des Ostsee-Buckelwals besorgniserregend
Update vom 30. März, 11:15 Uhr: Die Situation für den in der Wismarer Bucht gestrandeten Buckelwal bleibt weiter angespannt, dem Tier geht es nach wie vor nicht gut. Einer Meeresschutz-Expertin der Organisation Greenpeace zufolge wirkt der Wal weiterhin geschwächt. „Er liegt nach wie vor unverändert hier in der Bucht, und er atmet auch weiterhin“, sagte Franziska Saalmann im ZDF-„Morgenmagazin“. Er habe jedoch nicht viel Reaktion gezeigt, als das Team am Morgen mit dem Schlauchboot zu ihm gefahren ist.
Da der Wasserstand gesunken ist, hat sich die Situation für den Wal zusätzlich erschwert. Doch selbst wenn sich der Wal befreien könnte, sei nicht klar, ob er den Weg zurück in die Nordsee finden würde. „Wir wissen nicht genau, was für Krankheiten er eventuell hat. Und ob und inwiefern seine Orientierung und sein Allgemeinzustand so sehr geschwächt sind, dass er jetzt auch durch menschliche Einflüsse und die verbliebenen Netzreste, die er noch im Maul hat, so geschwächt ist, dass er einfach nicht richtig klarkommt und sich nochmal verirrt.“
Der Wal müsse eigentlich dringend die Ostsee verlassen. „Wir hoffen, dass er die Kraft zusammenkriegt, und wir beratschlagen auch darüber, welche Maßnahmen wir anschließen können, um ihn bestmöglich zu unterstützen.“
Update vom 30. März, 9:33 Uhr: Der gestrandete Wal in der Wismarer Bucht ist sehr geschwächt. „Er hat kaum auf uns reagiert und bewegt sich nicht. Wir werden jetzt mit den Behörden besprechen, wie wir dem Wal am besten helfen können“, sagte eine Sprecherin von Greenpeace zu Bild.
Beamte der Wasserschutzpolizei und Meeresbiologen von Greenpeace fuhren am Montagmorgen kurz nach 7 Uhr mit einem Schlauchboot zu dem Tier. Das bestätigte ein Sprecher des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern gegenüber der dpa. „Um zu sehen, wie sich der Zustand des Wals darstellt.“ Noch ist offen, wie es weitergeht. Unklar bleibt, ob der Wal erneut Ruhe bekommt oder ob noch einmal ein Rettungsversuch unternommen wird.
Update vom 30. März, 7:38 Uhr: Ein Rückschlag in der Nacht: Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal hat sich nicht befreien können. Das Tier liege noch immer in der Bucht vor Wismar und habe sich nicht von der Stelle bewegt, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar der Deutschen Presse-Agentur. „Ja, der ist noch da. Die Situation ist noch so wie gestern.“ Seit Sonntag (29. März) gebe es zudem weniger Wasser, was die Lage schwieriger mache. Wie es nun weitergeht, konnte der Sprecher nicht sagen. Das müssten die Experten entscheiden, wenn sie sich ein Bild von der Lage gemacht haben.
Streit um Wal-Rettung in der Ostsee
Update vom 30. März, 6:37 Uhr: Der Zustand des Buckelwals in der Ostsee bleibt besorgniserregend. Nachdem das Tier zunächst befreit werden konnte, strandete es erneut und hält sich nun geschwächt in der Wismarbucht auf. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, beschreibt den Wal als sehr geschwächt. Das Meeresmuseum berichtet zudem von einer reduzierten Atemfrequenz.
Parallel dazu ist ein Streit innerhalb der Rettungsteams entbrannt. Der Meeresbiologe und Wal-Experte Robert Marc Lehmann erklärte auf Instagram, man habe ihn und sein Team „aktiv“ von weiteren Einsätzen ausgeschlossen. „Mein Team und ich waren vorbereitet auf eine wochenlange Mission.“
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) wies die Vorwürfe bei der Bild zurück. Er kündigte an, Lehmann nun persönlich zu kontaktieren und wieder ins Team zu integrieren. „Uns ist es ein großes Anliegen, zu sagen, dass zu keinem Zeitpunkt irgendjemand ausgeschlossen wurde, Teil des Teams zu sein“, sagte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack der Zeitung.
Unbefugte Menschen nähern sich Wal in der Ostsee
Update vom 29. März, 21:01 Uhr: Wie die Bild berichtet, haben sich am Sonntag mehrere Menschen unbefugt dem gestrandeten Wal genähert. Unter anderem soll ein Kajakfahrer direkt auf das Tier zugesteuert und nur wenige Meter neben ihm angehalten haben. Die Wasserschutzpolizei sprach daraufhin zwei Platzverweise aus. „Es gilt weiterhin der Sperrkreis von 500 Metern um das Tier. Wir werden die ganze Nacht zum Schutz vor Ort sein“, zitiert Bild einen Sprecher der Wasserschutzpolizei.
Wird sich der Wal befreien können? Die Uhr tickt
Update vom 29. März, 18:19 Uhr: Der Direktor des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, Burkard Baschek, sprach bei einer Pressekonferenz in Wismar nicht von einer erneuten Strandung, sondern von einem „Leibaufsetzen“ des Tiers. Der Wal befinde sich in ausreichend flachem Wasser, um sich selbst zu befreien – tue es aber nicht.
Die Uhr tickt: Bis in die frühen Morgenstunden des Montags sinkt der Wasserstand voraussichtlich um weitere 40 Zentimeter. „Wenn der Wal nicht aus eigener Kraft in den nächsten Stunden freikommt, wird die Situation insgesamt für ihn erst mal schlechter“, so Baschek. Umweltminister Till Backhaus (SPD) fasste den Zustand des Tiers knapp zusammen: „Es geht ihm schlecht.“
Drohnenaufnahmen zeigen, wie sich der Wal leicht bewegt
Update vom 29. März, 09:49 Uhr: Die Zeit für den Wal vor der Wismarer Bucht läuft so langsam ab, glauben Experten. Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Der Wal muss jetzt sehr schnell frei kommen, damit er überhaupt noch eine Chance hat.“ Das Tier liegt nur wenige Hundert Meter vom Festland entfernt, ist stark geschwächt und seine Haut laut Maack „extrem angegriffen“.
Experten von Greenpeace, dem Deutschen Meeresmuseum und dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung bereiten eine koordinierte Rettungsaktion vor. Mit einem Schlauchboot wollen sie sich dem Wal nähern. Sollte er erneut feststecken, soll er durch gezielte Impulse in Bewegung gebracht werden. Die tiefe Fahrwasserrinne liegt nicht weit entfernt – das Ziel wäre, das Tier dorthin zu leiten. Es ist die nächste Wendung. Wenige Minuten zuvor hatte es geheißen, Greenpeace wolle keine erneute Aktion mit dem Baggern mehr machen, und das Leben des Wals der Natur überlassen.
Beobachtungen von vor Ort machen Hoffnung. Der Wal wirke jetzt etwas aktiver, auch wenn er immer noch festsitze, heißt es im Ticker von Focus online. Unterdessen erhebt Meeresbiologe Robert Marc Lehmann nach der gescheiterten Rettung schwere Vorwürfe.
Wal-Drama in der Ostsee: Rettungsversuche von Meeres-Gigant sind Wettlauf gegen die Zeit
Ursprungsmeldung vom 24. März 2026: In der Lübecker Bucht vor Niendorf, einem Ortsteil von Timmendorfer Strand, liegt seit Montag ein etwa zehn Meter langer Buckelwal auf einer Sandbank fest. Bisherige Versuche, das Tier wieder ins offene Meer zu bringen, waren gescheitert. Nun wagt man offenbar einen erneuten Anlauf.
Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) planen für Dienstagnachmittag einen Rettungsversuch mit einem Saugbagger bei geeignetem Wasserstand. Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke erklärte: „Wir werden alles versuchen, um das Tier zu retten“. Der junge Wal war in der Nacht zum Montag entdeckt worden und gibt seither brummende Töne von sich, die hunderte Meter weit zu hören sind.
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Die Rettung des Tiers wird somit zum Wettlauf gegen die Zeit. Das Tier sei zwar noch in einem relativ guten Ernährungszustand, habe aber Hautveränderungen. Je länger es in der jetzigen Position liege, desto schwächer werde es. Momentan sei aber die Einschätzung, dass es noch Lebenswillen habe. Die mögliche Rettung am Dienstag könne aber Stunden in Anspruch nehmen. Das Wetter sei nicht ideal und der Wal müsse erst in Richtung des offenen Meers gedreht werden, berichtet der NDR.
„Keine zuverlässige Methode der Euthanasierung“ – Schicksal von gestrandetem Buckelwal weiter unklar
Die Rettungsversuche erfolgen aufgrund internationaler Absprachen, die solche Maßnahmen bei gestrandeten Walen verlangen. ITAW-Leiterin Ursula Siebert erklärte: „Je größer der Wal ist, desto schwieriger wird das ganze“. Eine Euthanasierung sei keine Option, da das Wasser für den Wal zu flach, für eine zuverlässige Tötung aber zu tief sei. Das Deutsche Meeresmuseum ergänzte: „Zudem gibt es bei einem solchen großen Wal keine zuverlässige Methode der Euthanasierung, mit der man weiteres Leiden vollständig ausschließen kann“.
Details zu Buckelwalen
Buckelwale (Megaptera novaeangliae) sind in allen polaren bis tropischen Meeren verbreitet. Sie halten sich vorwiegend auf dem offenen Meer auf, sind aber in den Fortpflanzungsgebieten auch in Küstennähe anzutreffen. Mehr als zehn Meter Länge und 30 Tonnen Gewicht sind möglich. Kennzeichnend sind die langen, Flipper genannten Brustflossen, die ein Drittel der Körperlänge ausmachen. Bis in die 1960er Jahre wurden sie kommerziell gejagt und regional fast ausgerottet. Mittlerweile haben sich die Populationen deutlich erholt. Das ist mit ein Grund dafür, dass sich solche Tiere vermehrt in Regionen finden, in denen sie in den Jahrzehnten zuvor kaum mal zu sehen waren.
Buckelwale haben eine Lebenserwartung von bis zu 90 Jahren. Legendär ist die „Gesangskunst“ der Giganten: Die langen Lieder der Bullen zählen zu den komplexesten Gesängen im Tierreich überhaupt. Die Tiere gelten zudem auch als Akrobaten unter den Großwalarten: Sie zeigen spektakuläre Sprünge und schlagen oft mit Brust- und Schwanzflossen auf die Meeresoberfläche. Bekannt sind Buckelwale zudem für ihre erstaunlichen Fangtechniken.
Das Leid des Tieres lässt viele Menschen nicht kalt. Zahlreiche Spaziergänger und Schaulustige versammelten sich am Strand, um die Strandung zu beobachten. Eine Spaziergängerin aus Niendorf sagte: „Es ist schon traurig für das Tier. Man will gar nicht so schaulustig sein“. Die Polizei und die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd versuchten, Störungen durch Schaulustige und Boote zu minimieren. Ein Polizeisprecher bestätigte die Absperrmaßnahmen. Auch im Mittelmeer verirren sich immer wieder Wale und andere Meeresgeschöpfe an Strände und Häfen. (Quellen: dpa, NDR) (jm)