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Bagdad – Es ging ganz schnell. Vor ihrem Hotel in der irakischen Hauptstadt fingen vier Männer die amerikanische Nahost-Reporterin Shelly Kittleson (49) ab, zerrten sie gewaltsam in eine silberne Limousine und verschleppten sie. Dahinter sollen die Hisbollah-Brigaden (Miliz „Kata’ib Hisbollah“) stecken, eine von den Mullahs unterstützte Terror-Einheit. Zuerst berichtete die britische Zeitung „Daily Mail“ darüber.
Das irakische Innenministerium bestätigte die Entführung der freien Journalistin, die aktuell im Auftrag des britischen Senders „BBC“ im Irak war, und leitete sofort eine Fahndung ein. Sicherheitskräfte nahmen nach dem Kidnapping vor dem International Palestine Hotel an der Al-Saadoun-Straße die Verfolgung auf.
Ein Entführer-Wagen überschlug sich
Dabei wurde ein Fluchtfahrzeug der Täter gestellt, das sich bei einem Ausweichmanöver überschlug. Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Kittleson befand sich jedoch nicht in dem Wagen, sondern in einem zweiten Fluchtwagen.

Kittleson ist erfahrene Nahost-Reporterin, recherchierte in verschiedenen Ländern des Mittleren Osten. Wie in Syrien an den Ruinen von Palmyra
Foto: Shelly Kittleson/Facebook
Die Fahndung konzentriert sich derzeit auf den Osten Bagdads. Laut Polizeiquellen verfolgen Einsatzkräfte weiterhin ein weiteres Fahrzeug, in dem sich die Entführer und möglicherweise auch ihr Opfer befinden. Kontrollpunkte wurden verstärkt, Spezialeinheiten sind im Einsatz.
Kittleson berichtete für internationale Medien über den Irak, Afghanistan, Syrien und den Nahen Osten, hielt sich für Recherchen zu regionalen Spannungen in Bagdad auf. Ist die Reporterin bei ihren Recherchen den Mullahs zu nahe gekommen? Oder ist die Amerikanerin Faustpfand für die iranischen Schergen gegenüber US-Präsident Trump?
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Offiziell hat sich bislang keine Gruppe zu der Tat bekannt. In irakischen Sicherheitskreisen richtet sich der Verdacht jedoch auf die vom Iran unterstützte Hisbollah-Brigaden. Sie agieren unabhängig von der libanesischen Hisbollah, sind aber eng mit den Revolutionsgarden verbunden und wird von den USA als Terrororganisation eingestuft.
Nach Angaben aus Regierungskreisen arbeitet Washington jedoch eng mit den irakischen Behörden zusammen, um die Freilassung der Journalistin zu erreichen. Das US-Außenministerium erklärte in einer Stellungnahme: „Für die Trump-Regierung hat nichts höhere Priorität als die Sicherheit der Amerikaner. Wir verfolgen diese Berichte sehr genau.“