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Nach dem Spiel war nur noch Party angesagt! Haris Tabakovic (31) schaffte mit Bosnien-Herzegowina die Fußball-Sensation – und setzte sich im Play-off-Finale mit 5:2 im Elfmeterschießen gegen den großen Favoriten Italien durch. Und es war ausgerechnet Gladbach-Stürmer Tabakovic, der maßgeblich dazu beitrug, dass Bosnien zum zweiten Mal nach 2014 bei einer WM dabei ist – und Italien zum dritten Mal in Folge nicht an einer Weltmeisterschaft teilnehmen darf.

Tabakovic (Nummer 23) stochert den Ball zum Ausgleich ins italienische Netz
Foto: AP
Wie schon im Halbfinale letzten Donnerstag in Wales, als Bosnien ebenfalls nach Verlängerung und Elfer-Krimi gewonnen hatte, musste Tabakovic aber wieder lange auf seinen Einsatz warten – um dann erneut zum Bosnien-Retter zu werden. Dieses Mal durfte Borussias Top-Torjäger (bereits elf Saisontore) erst nach 71 Minuten ran. Und wurde wieder zum Tor-Joker: In der 79. Minute stocherte er den Ball nach einer Vorlage von Routinier Edin Dzeko (40) an Italien-Keeper Gianluigi Donnarumma vorbei zum 1:1 ins Netz, ermöglichte so erst die Verlängerung. Im Elfmeterschießen verwandelte dann Tabakovic wie schon in Wales ganz cool seinen Elfer zum Bosnien-Sieg – danach war in Zenica nur noch Party angesagt.
Vor den Play-offs hatte der Fohlen-Stürmer zu BILD gesagt: „Die WM-Teilnahme ist ein großer Traum für mich. Ich glaube, es gibt bei uns auch einige im fortgeschrittenen Alter, die vielleicht nie wieder die Chance haben werden, an einer WM teilnehmen zu können.“ Auch Tabakovic selbst, der nun während der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko am 20. Juni seinen 32. Geburtstag feiern kann. Gladbach hofft, dass Tabakovic den WM-Schwung mit in den Bundesliga-Endspurt nimmt – und schon Samstag (15.30 Uhr, Sky) im Borussia-Park gegen Heidenheim weiter ballert. Borussia-Coach Eugen Polanski (40): „Im besten Fall geht es mit ihm für uns einfach genauso weiter – dass er einfach Tore schießt und wichtig für uns ist.“