
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zeigen ab Mittwoch drei seltene Objekte aus dem kaiserlichen China – darunter eine kostbare Ru‑Schale und Drachenvase, die zuvor offenbar im Visier von Dieben gestanden haben sollen. Die Ausstellung im Residenzschloss startet mit den seit April erhöhten Eintrittspreisen. Generaldirektor Bernd Ebert begründet die Anpassung unter anderem mit gestiegenen Sicherheitskosten.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) präsentieren ab Mittwoch „seltene Schätze des Kaiserlichen China“. Zu sehen sind in der Ausstellung eine rund 900 Jahre alte Ru-Schale, eine Drachenvase sowie ein Schnupftabakfläschchen. Generaldirektor Bernd Ebert sagte MDR KULTUR, die drei Objekte seien aufgrund ihrer Seltenheit in Europa noch nie gemeinsam gezeigt worden.
Im Zentrum der Präsentation steht demnach die wertvolle Ru-Schale, die nach Angaben Eberts weltweit nur 89 Mal existiert. Gemeinsam mit der kaiserlichen Drachenvase aus dem 18. Jahrhundert hatte sie erst im Februar für Schlagzeilen gesorgt: Die Objekte hatten offenbar Begehrlichkeiten bei Dieben geweckt, wie die Bild-Zeitung berichtet hatte.
Die Drachenvase mit kaiserlicher Siegelmarke stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Kosten für Sicherheit der Dresdner Kunstmuseen steigen
Die SKD hätten ihre Sicherheitsmaßnahmen seit dem Einbruch 2019 in das Historische Grüne Gewölbe massiv verstärkt, erklärte Ebert. Man investiere in alle Bereiche: in Cyberabwehr sowie in die bauliche, technische und organisatorische Sicherheit. Dazu gehöre auch die Einbindung einer Polizistin als Verbindungsbeamtin in die Generaldirektion.
„Sicherheit ist oberste Priorität – und kostet“, betonte Ebert. Auch Transport und Versicherung von Leihgaben seien deutlich teurer geworden. Sonderausstellungen mit Leihgaben aus aller Welt würden deswegen in Zukunft teurer werden.
Die Sicherheitskosten der SKD sind seit dem Einbruch ins Grüne Gewölbe gestiegen.
Erhöhte Ticketpreise für Residenzschloss und Zwinger ab April
Als Folge der gestiegenen Kosten erhöhen die SKD bereits ab 1. April die Eintrittspreise für das Residenzschloss – inklusive des Historischen Grünen Gewölbes – sowie für den Zwinger mit der Gemäldegalerie Alte Meister um zwei Euro. Von den Erhöhungen bleiben laut dem Generaldirektor viele Häuser unberührt, darunter das Albertinum, der Jägerhof und das Kraftwerk. Schülerinnen und Schüler zahlen nach jahrelangem freien Eintritt nun zwei Euro für ein Ticket.
Weitere Informationen zur Ausstellung
Ausstellung „Im Fokus: Drei seltene Schätze des Kaiserlichen China“
1. April bis 29. Juni 2026
Adresse:
Residenzschloss
Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 17 Uhr
Dienstag geschlossen
Karfreitag, Ostersonntag- und Montag sowie am 7. April von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Eintritt:
18 Euro, ermäßigt 13,50 Euro
Schülerinnen und Schüler (unter 20 Jahre) 2 Euro
Quelle: MDR KULTUR (Karolin Dörner), Staatliche Kunstsammlungen Dresden