Zwei Personen betreten das Computerspielemuseum in Berlin. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)

Stand: 01.04.2026 • 13:11 Uhr

Das House of Games wird definitiv ohne das Computerspielemuseum starten. Das teilte die Senatsverwaltung für Wirtschaft dem Abgeordnetenhaus am Mittwoch mit.

Zwar sei im Gebäude an der Warschauer Brücke ein Seitenflügel für eine künftige Erweiterung mit dem Museum vorgesehen, doch aktuell sei der Umzug „vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage“ nicht finanzierbar.

Im House of Games sollte das Museum eigentlich die Verbindung zwischen Games-Wirtschaft und Öffentlichkeit sein.

Finanzierung des Computerspielemuseums offen

Der Senat hatte zuletzt seine Förderung für das Museum in der Karl-Marx-Allee auf rund 100.000 Euro jährlich aufgestockt. Es zählt zu den wichtigsten Institutionen der deutschen Games-Kultur und verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen an Spielen und Spieletechnik.

Das Museum spielt zudem eine zentrale Rolle beim Aufbau des weltweit größten Archivs für Videospiele, dessen Förderung allerdings im April ausläuft. Wie die Finanzierung in Zukunft sichergestellt werden soll, sei derzeit offen, so die Wirtschaftsverwaltung.

15.000 Quadratmeter für Unternehmen und Start-Ups

Mit dem House of Games soll die Gaming-Branche in Berlin-Friedrichshain ein neues Zentrum bekommen. In einem Backsteingebäude in der Rotherstraße in unmittelbarer Nähe zur Warschauer Brücke stehen dafür auf fünf Etagen fast 15.000 Quadratmeter zur Verfügung.

Ab der zweiten Hälfte des laufenden Jahres sollen dort zahlreiche Unternehmen und Start-ups aus der Branche einziehen. Das Land Berlin hat 4,6 Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt.

Nach Angaben der landeseigenen Gesellschaft Berlin Partner gibt es in der Hauptstadt etwa 350 Unternehmen der Computerspiele-Branche mit mehr als 4.000 Beschäftigten. Sie erwirtschafteten zuletzt einen jährlichen Gesamtumsatz von mehr als 400 Millionen Euro.

Sendung: rbb|24, 01.04.2026, 13:11 Uhr

Audio: rbb|24, 01.04.2026, Sebastian Schöbel

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