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Die Ausstellung „KunstStücke“ im Sieger-Köder-Haus zeigt Arbeiten von Uli Natterer und „Traudel von Röthardt. © Markus Lehmann
Wie das Ehepaar Natterer aus Röthardt mit „KunstStücke“ eine ungewöhnliche Ausstellung präsentiert.
Aalen-Wasseralfingen. Es surrt und schnurrt, der Sensenmann dreht Pirouetten, reitet Huckepack auf dem Todgeweihten. Und beide haben eine Menge Spaß. Uli Natterer mit seinen skurrilen, oft per Elektromotor bewegten Objekten war schon öfter für eine Überraschung gut. Zusammen mit seiner Frau, „Traudel von Röthardt„, zeigt das Künstler-Duo die Ausstellung „KunstStücke“ im Sieger-Köder-Haus.
Uli Natterer erschafft aus Pappmache und Plastik-Skeletten makabre Karusselle, die Floßfahrt auf dem Unterwelt-Fluss Styx, „Ikarus und der Tod“ oder den Hinterleib, der aus einem Rachen eines Krokodils zappelt. Die mit der Fleischeshülle sind meist nackt und haben eine Menge Spaß bei diesem überaus heiteren Totentanz.
Totentanz als künstlerisches Leitmotiv
Den setzt Vernissage-Redner Christian Greifenhof dann auch in die Tradition der mittelalterlichen Totentänze mit der Botschaft: Mensch, deine irdische Zeit ist begrenzt, alles ist vergänglich. Auch Schönheit, Macht, Reichtum. Warum widmet sich der Künstler diesem „Dia de los muertos“ (Tag der Toten) mit dem „Knochenkarle“ in der schwäbischen Version? „Ich werde 83, da kann man sich schon einmal mit dem Tod beschäftigen“, sagt er.
Feinsinnige Landschaften und kunstvolle Puppen
Seine Frau „Traudel von Röthardt“ ist 85 und macht eine ganz andere Kunst. Sie erschafft mit Tusche feinsinnige und fein gestrichelte Ostalb-Landschaften, die verdichtet sind und eine besondere Stimmung verbreiten. Dabei benutzt sie die Tusche auch als eine Art Beize für ihre Bilder. Ungewöhnlich sind auch die Frauengestalten, die wie eine Art kunstvolle Puppen daherkommen, mit einem Korpus aus vielen Pappkarton-Schichten.
Ausstellung begeistert Besucher jeden Alters
Eine Menge Besucher waren gekommen zur Ausstellungseröffnung. Und auch Kinder haben ihren Spaß mit diesen rotierenden Objekten oder mit dem „Trommelkino“. Das das zeigt: Es gibt auch jenseits von Smartphone und Co. Faszinierendes. Ganz ohne Strom und Platinen und nur mit den eigenen Händen in Bewegung gesetzt.
Ausstellungstermine im Überblick
Die „KunstStücke“ sind zu sehen am 5., 6., 12. 19. und 26. April, jeweils von 14 bis 17 Uhr.