Von der Forschung in die Fabrik

Genau hier setzt die C-Factory an. Was im Forschungslabor funktioniert, soll nun in industriellen Mengen produziert werden. Die automatisierten Fertigungsprozesse dafür wurden im Carbonbetontechnikum Deutschland an der HTWK Leipzig entwickelt. Jetzt übernimmt die Kahnt & Tietze GmbH, eine Ausgründung der HTWK, die Konsortialführung. Beide Geschäftsführer haben in Leipzig studiert und in Dresden promoviert.

„Wir bringen eine Technologie, die bisher vor allem in Forschung und Pilotprojekten existiert hat, in die industrielle Realität“, erklärt Dr.-Ing. Matthias Tietze. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben bis Ende 2029 mit rund 14 Millionen Euro. Partner sind neben der TU Dresden unter anderem die Betonwerk Oschatz GmbH und SCHWENK Zement. „Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Automatisierung von Fertigungsprozessen für die Industrie“, sagt Prof. Tilo Heimbold, Projektleiter der C-Factory und wissenschaftlicher Direktor des Forschungs- und Transferzentrums der HTWK Leipzig. „Diese Erfahrung übertragen wir in diesem Projekt gezielt auf das Bauwesen, um die Produktivität und die Qualität zu steigern, zugleich die Emissionen zu senken.“ Wann die ersten Häuser aus Carbonbeton in Serie gebaut werden, ist noch offen. Aber ein Anfang ist gemacht.