Stand: 07.01.2026 12:07 Uhr
Im Berliner Südwesten waren Tausende Haushalte ohne Strom und das teils bei Minusgraden. Aus ganz Deutschland kam bei der sogenannten Großschadenslage Unterstützung – auch aus Niedersachsen.
Sehr herzlich seien die Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) von den Bewohnerinnen und Bewohnern eines Seniorenheims empfangen worden. Das berichtete Thorsten Petri vom THW Hude-Bookholzberg dem NDR Niedersachsen am Dienstag. Mit einem Notstromaggregat hilft das Team vor Ort, damit die Menschen wieder Strom haben. So ein Aggregat, sagt Petri, könne theoretisch unendlich lang laufen, weil es einen Dieseltank hat. Dieser könne immer wieder nachgefüllt werden.
Hilfseinsatz bei eisigen Temperaturen
Petri und sein Team seien mit neun Personen vor Ort. Der Einsatz finde bei eisigen Temperaturen statt. Nachts sinken die Temperaturen teils auf -10 Grad. „Die Straßen sind hier sehr glatt“, berichtet Petri. Für die Helfer sei es eine Herausforderung, bei den eisigen Temperaturen die ganze Zeit draußen zu sein. „Aber unser Ziel ist es, den Menschen zu helfen, und das machen wir auch.“
Bundeswehr versorgt THW mit Kraftstoff
Die Fachgruppen Elektroversorgung des THWs aus den Ortsverbänden Wunstorf (Region Hannover) und Hude-Bookholzberg (Landkreis Oldenburg) sind nach eigenen Angaben am Montag alarmiert worden. Gegen 22.30 Uhr am Montagabend kamen beide Teams in Berlin an. Seit Dienstagmorgen sind sie im Einsatz. Die großen sogenannten Netzersatzanlagen des THW können zum Beispiel Häuser, Krankenhäuser und Supermärkte mit Strom versorgen. Der Treibstoff für die Aggregate kommt von der Bundeswehr. Sie ist nach eigenen Angaben seit Montag im Bezirk Steglitz-Zehlendorf vor Ort und soll mit einem Tankfahrzeug und Personal etwa 18.000 Liter Diesel bereitstellen.
Video:
THW aus Hude unterstützt bei Stromausfall in Berlin (1 Min)
Im Einsatz – auch für Tiere
Die THW-Gruppe aus dem Landkreis Oldenburg habe bislang unter anderem Strom für an der Universität untergebrachte Tiere geliefert, damit zum Beispiel Kühe gemolken werden könnten, so Petri. Die Lage am Einsatzort sei ruhig, sagte Petri. Am Mittwoch lief die reguläre Stromversorgung wieder an. Per Warnsystem wurden auch die Verbraucherinnen und Verbraucher aufgefordert, Notstromaggregate vom Netz zu nehmen, um Schäden zu vermeiden.
Brandanschlag auf Kabelbrücke Ursache des Stromausfalls
Nach dem Brand einer Kabelbrücke war im Südwesten Berlins bei etwa 50.000 Haushalten und 2.000 Gewerbebetrieben der Strom ausgefallen. Das Bundesinnenministerium stuft den Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz als linksterroristische Tat ein.

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