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Cupertino (USA) – Zum runden Firmenjubiläum umarmt ein Tech-Gigant seinen ehemals größten Feind. Beatles-Star Sir Paul McCartney (83) ist am Dienstagabend bei der Feier zum 50. Geburtstag des Apple-Konzerns in dessen Hauptquartier in Cupertino (Kalifornien) aufgetreten. Die Veranstaltung im Apple Park war exklusiv für Mitarbeiter und geladene Gäste vorgesehen und nicht öffentlich zugänglich. Begleitpersonen waren nicht erlaubt. Das Konzert stellte den Höhepunkt mehrwöchiger Jubiläumsfeiern von Apple dar.

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Doch die Beatles („Hey Jude“) und die Weltfirma Apple waren sich nicht immer grün. Sie stritten jahrzehntelang über ihre Erkennungsmarken: einen Apfel. So nutzte die 1968 von den Beatles gegründete Plattenfirma Apple Corps einen leuchtend grünen Apfel als Logo. Der acht Jahre später gegründete Computerhersteller Apple entschied sich für einen Apfel, von dem ein Stück abgebissen wurde. Die kalifornische IT-Firma ging damals davon aus, die Kunden wüssten zwischen beiden Logos zu unterscheiden.

Für den Auftritt von Paul McCartney zum 50. Jubiläum von Apple wurde eine spezielle Bühne im Apple Park gebaut

Für den Auftritt von Paul McCartney zum 50. Jubiläum von Apple wurde eine spezielle Bühne im Apple Park gebaut. Über die Höhe seiner Gage ist nichts bekannt, sie sollte aber siebenstellig sein

Foto: Ziyu Wang/wzy.0822/Instagram

Die Beatles verklagten Apple

Doch den Beatles schmeckte das gar nicht. 1981 verklagten sie den Computerhersteller. Firmenchef Steve Jobs (†56) musste 80.000 Dollar Abfindung zahlen und versprechen, seine Firma nicht mit Musik in Verbindung zu bringen. Als Apple dann 1989 doch ein Musikprogramm auf den Markt brachte, kam es erneut zum Streit. Beide Seiten einigten sich zunächst außergerichtlich. Apple zahlte damals 26 Millionen Dollar an die Beatles. In der Einigung bekamen die Beatles die Rechte an Musikwerken, Apple dagegen die Rechte an Geräten und Diensten, die Musik abspielen.

Der Konzert von Paul McCartney wurde von einem gigantischen Feuerwerk begleitet

Das Konzert von Paul McCartney wurde von einem gigantischen Feuerwerk begleitet

Foto: Steven Peterson/squeakytoy/X

Am Ende gewann Apple den Streit

Doch damit war der Streit nicht beendet. Als Apple 2003 seinen iTunes Music Store einführte, sah die Plattenfirma der Ex-Beatles darin einen Verstoß gegen die außergerichtliche Einigung, die es Apple verbietet, im Musikgeschäft mitzumischen. 2006 entschied der Londoner High Court aber, dass Apple eben doch Musik über das Internet vertreiben darf. Begründung des Gerichts: Das Apple-Logo erscheine nur im iTunes Store selbst, nicht auf der Musik. Deshalb sei es erlaubt.

Die Firma Apple Corps ist bis heute im Besitz von Paul McCartney, Ringo Starr (85) sowie der Nachlässe von John Lennon (†40) und George Harrison (†58).