Wen Trump damit meinen könnte, bleibt derweil unklar. Die Präsidentschaft im Iran hat seit Juli 2024 Massud Peseschkian inne. Im Zuge des Kriegs wurde er weder getötet noch hat er bislang Anzeichen dafür gegeben, zurücktreten zu wollen. Bereits in der Vergangenheit hatte Trump behauptet, erfolgreiche Gespräche mit dem Iran zu führen, was Teheran jedoch regelmäßig dementiert hat.
Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben Israel wieder mit Raketen angegriffen. Es habe sich um einen gemeinsamen Einsatz mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz gehandelt, teilt die vom Iran unterstützte Islamisten-Gruppe mit. Die Huthis hatten am Samstag ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen und waren damit in den Iran-Krieg eingetreten. Sie hatte bereits im Gaza-Krieg zur Unterstützung der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas, die ebenfalls mit dem Iran verbündet ist, Israel mehrfach mit Raketen beschossen und im Zuge dessen auch die Schifffahrt im Roten Meer mit Angriffen gestört.
Der Flugzeugträger „USS George H. W. Bush“ und seine Begleitschiffe werden in den Nahen Osten verlegt. Sie sollen dort die Flugzeugträgerkampfgruppen der „USS Abraham Lincoln“ und der „USS Gerald R. Ford“ verstärken, wie US-Beamte dem „Wall Street Journal“ mitteilten. Laut den US-Beamten können die USA in absehbarer Zeit drei Flugzeugträger in der Region stationieren. Die Marine lehnte eine Stellungnahme zu zukünftigen Operationen ab.
Die „Bush“ verließ am Dienstag den Marinestützpunkt Norfolk in Virginia, wie aus einer Pressemitteilung der Marine hervorgeht. Es könnte Wochen dauern, bis der Träger die Region erreicht. Die „Lincoln“ operiert im Arabischen Meer, und die „Gerald R. Ford“ liegt momentan im Hafen der kroatischen Stadt Split für voraussichtlich langwierige Reparaturen.
Die Verlegung erfolgt vor dem Hintergrund, dass Präsident Trump weitere militärische Optionen im Iran prüft und gleichzeitig zusätzliche US-Truppen in die Region verlegt werden. Eine Marineexpeditionseinheit an Bord amphibischer Kriegsschiffe erreichte am Wochenende den Nahen Osten.
Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmaßliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert. Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete.