Die Niners erwischten mit 9:2 den deutlich besseren Start, profitierten dabei jedoch auch von einem fahrigen Auftritt der Gastgeber, die sich in den ersten vier Minuten vier Ballverluste leisteten. In der Folge ließen sich die Chemnitzer von der Nervosität anstecken und lagen zur Pause mit sieben Zählern zurück. Nach dem Wechsel steigerte Chemnitz seine Trefferquote aus der Distanz, offenbarte jedoch große Probleme unter dem Korb und gestattete den Ludwigsburgern immer wieder zweite Wurfchancen. Mit einem 9:0-Lauf setzten sich die Gastgeber Ende des dritten Viertels auf 71:55 ab. Zwar kämpften sich die Niners in der Schlussphase noch einmal auf sieben Punkte heran, doch eine Wende gelang ihnen nicht mehr.

Weißenfels verliert völlig den Faden

Der Syntainics MBC hat nach zuletzt drei BBL-Siegen in Serie auswärts bei ratiopharm Ulm eine deutliche Niederlage kassiert. Die Sachsen-Anhalter unterlagen mit 81:104 (41:50). Dabei hatte die Partie für die Gäste zunächst vielversprechend begonnen: Die Weißenfelser fanden früh ihren Rhythmus und lagen nach einem Korbleger von Spencer Reaves zwischenzeitlich mit sieben Punkten in Führung (8./22:15). Bis Mitte des zweiten Viertels behaupteten sie die Oberhand – doch der Dreier von Kapitän Charles Callison (16./36:35) sollte die letzte Führung des MBC bleiben.

Im Anschluss riss der Faden: Das Team von Milenko Bogicevic fand offensiv kaum noch Lösungen, während Ulm konsequent davonzog. Zwischenzeitlich betrug der Rückstand sogar 28 Punkte (33./61:89). Beste Werfer der Gäste waren Reaves (18 Punkte) und Jure Planinic (17). In der Tabelle beträgt der Vorsprung des MBC auf die Abstiegszone aktuell sechs Punkte.