Der russische Präsident Wladimir Putin hat Armenien mit einem Ausschluss aus einem von Russland angeführten Wirtschaftsbündnis gedroht. Armenien könne nicht gleichzeitig Teil der EU und der Eurasischen Wirtschaftsunion sein, sagte Putin am Mittwoch. Er äußerte sich zu Beginn von Gesprächen mit dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan in Moskau.

Paschinjan strebt den EU-Beitritt an. Armenien bemüht sich auch um engere Beziehungen zu den USA. Putin verwies darauf, dass Armenien derzeit russisches Erdgas zu einem wesentlich niedrigeren Preis im Vergleich zu den europäischen Preisen bekomme. Paschinjan sagte, er verstehe, dass Armenien nicht gleichzeitig beiden Staatenbündnissen angehören könne, doch momentan könne es seine Mitgliedschaft in der Eurasischen Wirtschaftsunion mit dem Ausbau der Zusammenarbeit mit der EU verbinden. „Die Beziehungen zu Russland sind sehr tief und wichtig für uns“, sagte er.

Zur Eurasischen Wirtschaftsunion gehören auch Belarus, Kasachstan und Kirgistan. Es handelt sich dabei um einen Binnenmarkt für den uneingeschränkten Verkehr von Waren und Arbeitskräften.