TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Nur noch einmal schlafen, dann beginnt das lange Oster-Wochenende! Doch zunächst heißt es Zähne zusammenbeißen: In einigen Teilen Deutschlands soll es Minusgrade geben. Kalte Luftmassen sorgen für wechselhaftes Wetter und unterkühlte Vorfreude aufs Osterfest.

Das Wetter am Gründonnerstag ähnelt dem vom Mittwoch. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) lässt uns schwacher Wind aus westlichen Richtungen, an der Nordsee sogar teils frischer und stark böiger Nordwestwind, zunächst frösteln. Vor allem in den Morgenstunden kann es in Saarbrücken, Berlin und Dresden (jeweils -1 Grad), in Frankfurt (-2 Grad) und in Nürnberg und München (jeweils -3 Grad) kälter werden.

Der Deutsche Wetterdienst sagt Temperaturen zwischen 9 und 14 Grad für Gründonnerstag voraus

Der Deutsche Wetterdienst sagt Temperaturen zwischen 9 und 14 Grad für Gründonnerstag voraus

Foto: DWD

Wetter bringt einen Wechsel aus Sonne und Wolken

DWD-Wetterexpertin Julia Schmidt gegenüber BILD: „Am Alpenrand sind auch Schneeschauer möglich.“ Besser sieht es dafür in der Mitte Deutschlands aus: „Wahrscheinlich beginnt der Tag eher freundlich. Hier und da gibt es aber noch ein paar Nebelfelder. Dann erwartet uns ein Wechsel von Sonne und Wolken.“ Zumindest bis zum Abend soll es jedoch wenigstens trocken bleiben.

Die Karte von wetter.net vor allem in der Mitte Deutschlands wenig Bewölkung. Nur in den dunkelgrauen Bereichen hat die

Die Karte von wetter.net zeigt für Gründonnerstag Wolken und Sonnenschein über Deutschland voraus. Je grauer der Bereich, umso bewölkter ist es

Foto: Dominik Jung/Wetter.net

Dann wird es aber nass. Schmidt: „Von der Nordsee kommt Regen rein, begleitet von einer Kaltfront.“ Die Regenausläufer erreichen dann am Abend Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. In der Nacht zum Freitag gibt’s dann eine leichte Besserung: Über der Mitte Deutschlands und im Osten fällt nach Angaben der Diplom-Meteorologin aber „bei starker Bewölkung noch etwas Regen“. Sonst bleibe es „meist niederschlagsfrei“ bei Tiefsttemperaturen von minus 2 bis plus 4 Grad.

Die Kirschbäume blühen – w

Die Kirschblüte zeigt sich von der schönsten Seite (hier an der Orangerie in Kassel). Doch das Wetter ist vielerorts noch nicht sehr frühlingshaft

Foto: Swen Pförtner/dpa

Sogar Schnee möglich

Die Voraussage von Diplom-Meteorologe Dominik Jung sieht ähnlich aus: „Im Nordwesten gibt es ein bisschen Regen. Aber im Vergleich zu den unangenehmen Regen- und Graupel-Schauern, die es zu Beginn der Woche gab, wird’s eigentlich ganz nett.“ Das Hoch Peter sorge zumindest für eine Wetterberuhigung. Jung gegenüber BILD: „Kalte Luftmassen aus dem Norden oder Osten setzen sich am Gründonnerstag aber nochmals durch und sorgen für deutlich unterkühlte Temperaturen.“ In höheren Lagen seien sogar noch Schneefälle möglich. Meteorologe Dr. Karsten Brandt spricht von einem „launischen April-Wetter“. Er befürchtet am Karfreitag und Ostersamstag sogar stürmische Zeiten für Deutschland.

Foto: BILD

Da macht der Blick auf die Woche nach Ostern schon mehr Laune: Vor allem im Südwesten, später auch im Osten Deutschlands, könnte es laut Jung dann sogar Höchstwerte zwischen 25 und 27 Grad geben. Jung: „Das wären für April Temperaturen, die eher an Frühsommer erinnern als an klassischen Frühling.“ Und sein Kollege Brandt kündigte gegenüber BILD an, dass sich schon an Ostern ein Hoch über Deutschland legen könnte.

Wieder Pollen-Alarm

Auch wenn sich das Wetter heute in Deutschland noch wenig frühlingshaft zeigt, dürften bei Allergikern erneut die Nasen laufen. Denn der Pollenflug der Birke ist laut DWD wieder besonders hoch. Also Taschentücher bereithalten!

EXPERTEN IN DIESEM TEXT

Julia Schmidt ist Diplom-Meteorologin und arbeitet beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Hamburg. Sie ist Wetter-Expertin vor allem für den norddeutschen Raum.

Dominik Jung hat an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Meteorologie studiert. Der Diplom-Meteorologe ist Geschäftsführer des Wetterdienstes Q.met, der auch das Wetterportal wetter.net betreibt.

Dr. Karsten Brandt promovierte an der Universität Duisburg-Essen im Bereich der Klimatologie zum Doktor der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.). Er ist Gründer und Geschäftsführer des Portals Donnerwetter.de.