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Aktuelle Lage im Iran-Krieg: Neue NATO-Aussagen von US-Präsident Trump. Neue Drohungen aus Teheran. Der News-Ticker.
Update, 13:40 Uhr: Das Institut Pasteur in Teheran ist bei einem Beschuss der iranischen Hauptstadt nach Behördenangaben schwer beschädigt worden. „Der Angriff gegen das Institut Pasteur des Iran, ein hundertjähriger Pfeiler der Weltgesundheit und Mitglied des internationalen Pasteur-Netzwerks, ist eine direkte Attacke gegen die internationale Gesundheitsversorgung“, teilte der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, am Donnerstag auf X mit. Kermanpur veröffentlichte Bilder des stark beschädigten Gebäudes, von dem einige Teile in Trümmern lagen.
Update, 12:58 Uhr: Allein in der Nacht zu heute, dem Beginn des jüdischen Pessachfestes, hat der Iran Israel nach Angaben der israelischen Armee mit vier massiven Angriffswellen überzogen. Auch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete neue Angriffe auf sein Territorium.
Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken
Fotostrecke ansehenIran-Krieg aktuell: Iranischer Armeechef warnt vor Bodenoffensive
Update, 12:39 Uhr: Irans Armeechef Amir Hatami hat seine Truppen auf eine mögliche Bodenoffensive vorbereitet. Laut Reuters forderte der Kommandeur die militärische Einsatzführung auf, Bewegungen des Feindes genau zu beobachten und auf jeden Angriff vorbereitet zu sein.
„Es dürfen keine feindlichen Truppen überleben, falls der Gegner versuchen sollte, eine Bodenoffensive zu starten“, wird Hatami zitiert. Iranische Staatsmedien veröffentlichten dazu ein Video ohne Ton, das den Armeechef gemeinsam mit drei weiteren Kommandeuren zeigt – wann die Aufnahme entstand, ist bislang unklar, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.
Analyst sieht Trump-Rede als „Nährboden für Volatilität“
Update, 12:01 Uhr: Mit seinen jüngsten Äußerungen zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg hat Donald Trump die Öl- und Finanzmärkte nicht beruhigen können. So bot er für die blockierte, für den internationalen Ölhandel wichtige Straße von Hormus keine Lösung an. Die Ölpreise schossen nach Trumps Rede in die Höhe, nachdem sie am Mittwoch (1. April) zunächst wieder unter 100 Dollar (rund 87 Euro) pro Barrel gefallen waren. An den Börsen in Asien sanken die Aktienkurse.
Trump (Archivbild) konnte mit seiner Rede zum Iran-Krieg nicht beruhigen. © Saul Loeb/AFP
Laut dem Analysten Stephen Innes von SPI Asset Management sprach Trump „von erreichten Zielen“, nicht aber „von einer Lösung“. Trumps Äußerungen deuteten seiner Ansicht nach „unverkennbar“ auf „unvollendete Angelegenheiten“ hin. „An den Märkten sind unvollendete Angelegenheiten der Nährboden für Volatilität“, so Innes.
Teheran will laut Militärsprecher weiter kämpfen
Update, 2. April, 10:48 Uhr: Teheran hat angekündigt, den Krieg gegen die USA und Israel bis zur vollständigen Niederlage seiner Gegner fortzuführen. Militärsprecher Ebrahim Solfakari drohte laut Reuters mit „einschneidenderen, umfassenderen und zerstörerischeren“ Angriffen.
Die Islamische Republik werde den Kampf so lange weiterführen, bis Washington und Tel Aviv ihre „Reue und Kapitulation“ erklärten, sagte Solfakari Reuters zufolge. Zugleich wies er US-Präsident Donald Trumps Behauptung zurück, die militärischen Kapazitäten des Iran seien „im Wesentlichen dezimiert“ – diese Einschätzung sei „unvollständig“.
Trump sieht NATO bei „großer Sache“ außen vor
Erstmeldung: Teheran/Washington – Donald Trump wiederholt es hartnäckig: Die NATO-Verbündeten enttäuschen ihn im aktuellen Iran-Krieg. Er hält die Unterstützung für mangelhaft. Jetzt hat das Weiße Haus ein Video nach kurzer Zeit wieder offline genommen – in diesem äußerte sich der US-Präsident erneut zur NATO.
Trump im Iran-Krieg: „NATO wird nicht da sein, wenn es jemals zu der großen Sache kommt“
In einem Video von einem privaten Mittagessen am Mittwoch (1. April), das für kurze Zeit auf dem offiziellen Youtube-Kanal des Weißen Hauses zu sehen war, sagte Trump laut der Nachrichtenagentur AFP: „Ich habe das also über die NATO gelernt, die NATO wird nicht da sein, wenn es jemals zu der großen Sache kommt, ihr wisst schon, was ich mit der großen Sache meine“, sagte Trump, ohne seine Ausführungen zu vertiefen.
Er bezeichnete die NATO zudem zum wiederholten Male als „Papiertiger“. Am selben Tag hatte die britische Zeitung Telegraph ein Interview mit Trump veröffentlicht, in dem er diesen Begriff für die Militärallianz benutzte. Trump und sein Außenminister Marco Rubio kündigten zudem an, die NATO-Mitgliedschaft der USA nach Beendigung des Iran-Kriegs zu „überdenken“.
Iran-Krieg aktuell: Geheimdienste zweifeln an Verhandlungsbereitschaft
Im Iran-Krieg sieht Teheran einen garantierten Waffenstillstand als einzigen Weg zu einem dauerhaften Frieden – gleichzeitig zweifeln US-Geheimdienste daran, dass die iranische Führung derzeit ernsthaft verhandeln will. Laut Reuters erklärte ein hochrangiger iranischer Vertreter, über die Vermittler habe es keine Gespräche über einen vorübergehenden Waffenstillstand gegeben.
Die New York Times berichtet unterdessen unter Berufung auf US-Beamte, mehrere amerikanische Nachrichtendienste seien in den vergangenen Tagen zu dem Schluss gekommen, dass Teheran derzeit nicht bereit sei, substanzielle Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen.
Rede zur Lage der Nation: Trump sieht US-Ziele im Iran-Krieg fast erreicht
In einer mit Spannung erwarteten Rede zur Lage der Nation hat Trump am Mittwochabend erklärt, die USA stünden im Iran-Krieg kurz vor der Erfüllung ihrer militärischen Ziele. Die iranische Marine und Luftwaffe seien zerstört, das Raketenarsenal des Landes nahezu aufgebraucht oder unbrauchbar, sagte Trump im Weißen Haus.
Zugleich kündigte Donald Trump mit Blick auf den aktuellen Iran-Krieg an, der Iran werde „in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart getroffen“ werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump ein baldiges Ende des Iran-Krieges in Aussicht stellt – Kritiker werfen ihm vor, keinen klaren Plan zu verfolgen und einen Schlingerkurs zu fahren.
Iran-Krieg aktuell: Israel meldet drei Angriffswellen aus dem Iran
Die israelische Armee hat in der Nacht zum heutigen Donnerstag (2. April) drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran gemeldet. Die dritte Angriffswelle erfolgte kurz nach Trumps Ansprache zum Iran-Krieg. Israelische Medien berichteten von mehreren leicht verletzten Menschen. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)