16:13 UhrBitcoin verkraftet Trump-Rede nur schlecht
Der Bitcoin-Kurs fällt angesichts einer erneuten Risikoaversion, nachdem US-Präsident Donald Trump weitere Militärschläge gegen den Iran angedroht hat. Trump habe in einer Rede zur Hauptsendezeit gesagt, dass die USA den Iran „in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart“ treffen würden. Der 79-Jährige schien damit von seinen Äußerungen vom Dienstag zurückzurudern, wonach die USA den Iran in zwei bis drei Wochen verlassen könnten.
Die jüngsten Äußerungen schüren neue Sorgen vor einer Eskalation des Konflikts und verringern die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen, einschließlich Kryptowährungen. Die Richtung von Bitcoin hänge weiterhin stark vom makroökonomischen Risiko und dem allgemeinen Marktvertrauen ab, schreiben die Analysten von Saxo in einer Research Note. Der Bitcoin fällt um 2,6 Prozent auf 66.292 US-Dollar und gibt damit wieder nach, nachdem er am Mittwoch mit 69.232 US-Dollar den höchsten Stand seit fast einer Woche erreicht hatte.
16:01 UhrTrump sorgt für knallrote Wall Street
(Foto: picture alliance / Sipa USA)
US-Präsident Donald Trump bestimmt weiter die Schlagzeilen und das Geschehen an der Wall Street. Belastet von der mit Enttäuschung aufgenommenen Trump-Rede zum Iran-Krieg starten die US-Börsen den letzten Handelstag der Woche mit Verlusten. Der Dow-Jones-Index fällt um 1,3 Prozent auf 45.947 Punkte. Der S&P-500 gibt um 1,3 Prozent nach. Der Nasdaq-Composite verliert 1,9 Prozent.
„Die Marktstimmung hat sich über Nacht verschlechtert“, sagt Ökonom Peter Sidorov von der Deutschen Bank. Trumps Rede „lieferte wenig bis gar nichts Neues zu potenziellen Zeitplänen oder Bedingungen für die Beendigung der Feindseligkeiten gegen den Iran (…). Es gab kein Signal, dass die USA einen unmittelbaren Ausweg aus dem Krieg suchen“, fügt er hinzu.
15:36 UhrAnalysten sehen Hapag-Lloyd überbewertet
Die UBS sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Containerschifffahrtsbranche im Geschäftsjahr 2026/27 freien Cashflow verbrennen wird. Die Analysten haben ihre Schätzung für Hapag-Lloyd aktualisiert und prognostizieren ein negatives Ebit im Geschäftsjahr 2026/27 sowie einen Cashflow-Verlust von 900 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2026 und 500 Millionen Dollar 2027. Ihre Erwartungen schienen sich in der aktuellen Bewertung der Reederei nicht widerzuspiegeln.
Denn die Experten sehen keine fundamentalen Gründe, warum Hapag-Lloyd mit einem Aufschlag gegenüber der eigenen Historie und den Wettbewerbern gehandelt werden sollte. Während das Volumenwachstum in den vergangenen Quartalen über dem Branchendurchschnitt gelegen habe, seien die Ebit-Margen und Renditen hinter denen der Wettbewerber zurückgeblieben.
15:10 UhrRückschlag für Trump: USA vergrößern Handelsbilanzdefizit
Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im Februar gestiegen. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 57,35 Milliarden Dollar nach revidiert 54,68 (vorläufig: 54,46) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 62,00 Milliarden Dollar gerechnet. Die Exporte stiegen zum Vormonat um 4,2 Prozent auf 314,79 Milliarden Dollar, während die Einfuhren 372,135 Milliarden Dollar erreichten, ein Plus zum Vormonat von 4,3 Prozent.
US-Präsident Donald Trump ist das Defizit seit langem ein Dorn im Auge. Deshalb hat er den Protektionismus verschärft und fast alle Handelspartner mit höheren Zöllen überzogen.
14:54 UhrZahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinkt unerwartet
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 28. März 2026 überraschend abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 9.000 auf 202.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg auf 212.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 211.000 von ursprünglich 210.000. Der gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 3.000 auf 207.750. In der Woche zum 21. März erhielten 1,841 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung, 25.00 mehr als in der Vorwoche.
14:28 UhrOpel-Mutter überrascht positiv in Italien und USA
Überraschend starke Verkaufszahlen in Italien und den USA hat die Aktie von Stellantis nach oben getrieben. Das in Mailand notierte Papier legte um bis zu 3,9 Prozent zu und markierte mit 6,57 Euro ein Vierwochenhoch. Die US-Verkaufszahlen von Stellantis im ersten Quartal seien eine Bestätigung für die zunehmende Dynamik, sagten die Analysten von Intesa Sanpaolo. Die Schätzungen für die Neuzulassungen auf dem italienischen Markt seien allerdings nur unter Einbeziehung der chinesischen Marke Leapmotor übertroffen worden. In Frankreich bleibe der Autobauer schwach. Der Broker Equita erwartet für das zweite Quartal eine weitere Erholung der Absatzzahlen, insbesondere in den USA.
14:11 UhrAngst vor Kerosinknappheit lässt Airline-Aktien abschmieren
Aktien von Fluggesellschaften geraten angesichts der zunehmenden Angst vor einem längeren Iran-Krieg unter Druck. Der europäische Branchenindex Stoxx Travel and Leisure verliert 1,2 Prozent. Die Papiere von Ryanair und der British-Airways-Mutter IAG geben rund 1,7 Prozent nach. Air France-KLM und Finnair verbilligen sich um rund 3,5 Prozent, Lufthansa und Wizz Air verlieren 4,7 beziehungsweise vier Prozent. Ryanair-Chef Michael O’Leary hatte vor Störungen in der Kerosin-Lieferkette ab Juni gewarnt, sollte der Nahost-Konflikt nicht im nächsten Monat enden. Dies könne die Fluggesellschaften zwingen, Flüge in der Sommersaison zu streichen. Dem Weltluftfahrtverband IATA zufolge stammen etwa 25 bis 30 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs aus dem Persischen Golf. In den USA rutschen die Aktien von United Airlines, Delta Air Lines und American Airlines vorbörslich zwischen drei und vier Prozent ab.
13:58 UhrDax plumpst unter Abwärtstrend runter
Der Dax baut die Verluste aus und liegt nun 2,5 Prozent auf 22.704 Punkte hinten. Damit ist der Index unter den Abwärtstrend bei 22.800 Punkten gefallen. Sollte sich der Ausbruch bestätigen, würde sich das Chartbild laut Techniker Marcel Mußler deutlich verschlechtern. Im Anschluss dürfte der Aufwärtstrend bei 22.430 rasch getestet werden. Der EuroStoxx50 verliert 2,3 Prozent auf 5603 Stellen.
13:34 UhrNovo Nordisk vor hartem Duell mit Eli Lilly
Novo-Nordisk-Papiere geben nach. Hier dürfte nach Aussage eines Marktteilnehmers die Nachricht belasten, dass die einmal täglich einzunehmende Pille zur Gewichtsreduktion von Eli Lilly die Zulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA erhalten hat. Damit sei der Weg frei für einen Zweikampf mit dem Rivalen Novo Nordisk, der seit Anfang dieses Jahres eine Pillen-Version seines Mittels Wegovy vertreibt.
„Es wird ein harter Kampf um die Marktführerschaft bei GLP-1-Pillen zwischen Novo und Lilly werden“, erwartet David Risinger, Analyst bei Leerink Partners. Der Bereich Adipositas bleibe das am schnellsten wachsende Segment im Pharma-Sektor. Analysten setzen auf Eli Lilly und rechnen damit, dass deren Pille bis zum Jahr 2030 einen weltweiten Umsatz von etwa 21 Milliarden US-Dollar generieren wird. Im Vergleich dazu werden der Wegovy-Pille laut dem pharmazeutischen Marktforschungsunternehmen Evaluate Erlöse von nur 4 Milliarden US-Dollar zugetraut.
13:04 UhrIran-Krieg treibt Schweizer Inflation auf Jahreshoch
(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)
Die Inflation in der Schweiz ist im März auf den höchsten Stand seit einem Jahr gestiegen. Angetrieben wurde die Teuerung durch höhere Treibstoffkosten infolge des Iran-Kriegs, wie aus Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) in Bern hervorgeht. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent. Das ist der höchste Wert seit März 2025, liegt jedoch unter den Erwartungen von Ökonomen, die ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert hatten. Im Februar hatte die Teuerungsrate noch bei 0,1 Prozent gelegen.
Maßgeblich für den jüngsten Anstieg waren Erdölprodukte, die sich binnen Jahresfrist um 5,3 Prozent verteuerten. Zudem zogen die Preise für Flugtickets und Pauschalreisen an, wie die Statistiker weiter mitteilten. Günstiger wurden für Verbraucher hingegen Übernachtungen in der Hotellerie und Parahotellerie ebenso wie Automieten und Carsharing. Trotz des Anstiegs blieb die Teuerung in der Schweiz deutlich unter den Werten in der Eurozone, für die Volkswirte im März mit einer Rate von 2,5 Prozent rechnen.
12:38 UhrNeues vom Geldmarkt
Die Sätze am europäischen Geldmarkt zeigen sich kaum verändert. Damit zeigt sich der Markt unbeeindruckt von der Rede von US-Präsident Donald Trump. An den Märkten gehen die Meinungen auseinander, ob die EZB im April die Leitzinsen erhöhen wird. Die bisherige Kommunikation der Notenbank spricht eher gegen einen Zinsschritt.
(Foto: IMAGO/Zoonar)
Tagesgeld: 1,87 – 2,07 (1,87 – 2,07), Wochengeld: 1,90 – 2,15 (1,90 – 2,15), 1-Monats-Geld: 1,90 – 2,20 (2,00 – 2,20), 3-Monats-Geld: 2,03 – 2,33 (2,05 – 2,25), 6-Monats-Geld: 2,22 – 2,32 (2,37 – 2,52), 12-Monats-Geld: 2,65 – 2,84 (2,68 – 2,98), Euribors: 01.04. 31.03. 3 Monate: 2,0750 2,0790, 6 Monate: 2,4880 2,4750, 12 Monate: 2,8450 2,8700
12:15 UhrÖkonom über „Dummheit der USA“: „Relativ zu Putin-Schock sind das kleine Schäden“
Donald Trumps Rede beendet die Verunsicherung der weltweiten Märkte nicht, erklärt Ökonom Holger Schmieding. Es bleibe aber die Hoffnung, dass „in zwei, drei Wochen das Schlimmste vorbei ist“. Auch die aktuelle „Dummheit der USA“ ändere indes nichts daran, dass China seinen Zenit überschritten habe.
11:55 UhrDax tiefrot – Ölpreise schnellen wieder hoch
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich bislang auf dem Rückzug befunden. Der deutsche Leitindex fiel am Mittag um 1,7 Prozent auf 22.903 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 1,8 Prozent auf 5630 Stellen. Der Euro lag 0,5 Prozent leichter bei 1,1526 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI schnellten um je rund neun Prozent auf rund 109 beziehungsweise rund 108 Dollar hoch.
11:31 UhrFinanzinvestor-Aktie stürzt wegen Kapitalerhöhung ab
Eine Kapitalerhöhung hat die Aktien von Mutares einbrechen lassen. Die Titel des Finanzinvestors rutschen um rund zehn Prozent auf 25,45 Euro ab und sind damit Schlusslicht im SDax. Mutares will bis zu 4,27 Millionen neue Aktien ausgeben und damit brutto bis zu 105 Millionen Euro einnehmen. Das Geld soll in die Expansion in den USA und Europa sowie in die Stärkung der Bilanz fließen. Ein Händler bezeichnete die geplante Aufstockung des Grundkapitals um ein Fünftel als überraschend. Kurz nach Handelsbeginn teilte Mutares mit, dass eine erste Tranche bereits bei Investoren platziert worden sei. Die Vorabplatzierung im Volumen von 26,4 Millionen Euro sei fast dreifach überzeichnet gewesen und auf starkes internationales Interesse gestoßen. Der Ausgabepreis für die neuen Aktien liegt bei 24,50 Euro.
11:15 UhrDieselpreis in Deutschland so hoch wie nie
Der Dieselpreis ist in Deutschland so hoch wie nie zuvor. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter am Mittwoch 2,327 Euro und übertraf damit den alten Rekord aus dem März 2022 um 0,6 Cent, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Die Zahl ist nicht inflationsbereinigt.
11:00 UhrAir France-KLM steigt in Bieterrennen um portugiesische TAP ein
Die Fluggesellschaft Air France-KLM hat ein unverbindliches Angebot für eine Minderheitsbeteiligung an der portugiesischen TAP Air Portugal abgegeben. Konzernchef Benjamin Smith erklärte dazu, man wolle den Betrieb in Lissabon stärken und die Anbindung in anderen Städten des Landes ausbauen. Air France-KLM ist damit die erste von drei großen europäischen Airline-Gruppen, die offiziell ein Gebot abgibt. Auch die British-Airways-Mutter IAG und die deutsche Lufthansa haben Interesse an einer Beteiligung gezeigt.
Portugal will die in der Corona-Krise 2020 verstaatlichte Fluggesellschaft wieder teilprivatisieren. Die Regierung in Lissabon hatte im Juli angekündigt, einen Anteil von 44,9 Prozent verkaufen zu wollen. Analysten zufolge wird der Anteil mit 700 Millionen Euro bewertet.
10:34 UhrEuropäischer Aktienmarkt ist ein einziges rotes Meer
Die europäischen Aktien geben zur Eröffnung nach, nachdem die Rede von Präsident Trump die Hoffnungen der Anleger auf eine rasche Deeskalation des Krieges im Nahen Osten enttäuscht hat. Banken- und Industriewerte geben nach, während der europaweite Stoxx 600 um 1,2 Prozent fällt und damit die Gewinne der letzten Sitzung größtenteils wieder zunichte macht. In Paris ziehen Verluste bei Luxusgüter- und Industriewerten den CAC 40 um 1,25 Prozent nach unten. Der italienische FTSE MIB und der spanische IBEX 35 geben um 1,2 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent nach. Gewinne der großen Ölkonzerne in London federn die Verluste des FTSE 100 ab, der um 0,7 Prozent nachgibt.
10:16 UhrWarum Anleger jetzt auf stabile Dividenden hoffen können
Grund zur Freude für Aktionäre! Trotz schwankender Kurse und wirtschaftlicher Unsicherheit bleiben die Dividenden hoch. Viele Unternehmen schütten weiterhin einen großen Teil ihrer Gewinne aus – vor allem Versicherer und Banken führen die Rangliste an. Die Automobilbranche hingegen spielt diesmal kaum eine Rolle. Wer die größten Dividendenkönige sind, darüber hat Nancy Lanzendörfer mit Volker Meinel von BNP Paribas gesprochen.
10:02 UhrETFs für Einsteiger – kompakt und einfach erklärt
Viele Anleger interessieren sich für ETFs als Baustein der langfristigen Geldanlage. Doch Begriffe wie Index, MSCI World oder thesaurierend wirken auf Einsteiger oft kompliziert. Unser kostenloses E-Paper „ETFs verstehen in 10 Minuten“ erklärt die wichtigsten Grundlagen einfach und verständlich – von der Funktionsweise von ETFs bis zu den ersten Schritten beim Einstieg. Interesse? Hier geht’s zum E-Paper!
09:48 UhrPreissprung bei Öl
Am Rohstoffmarkt ziehen die Ölpreise deutlich an. Die Nordsee-Sorte Brent verteuert sich um 4,4 Prozent auf 105,65 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notiert 3,6 Prozent fester bei 103,68 Dollar. Die höheren Energiepreise schüren Inflationssorgen und belasten besonders die asiatischen Volkswirtschaften.
09:34 UhrGoldpreis fällt
Jede Hoffnung auf klare Leitlinien für ein Ende des Konflikts im Iran sei nach der Rede von Trump zunichte gemacht worden, kommentiert Daniel Hynes, leitender Rohstoffstratege bei ANZ. „Das hat der Risikobereitschaft einen Schlag versetzt.“ Der Goldpreis fällt angesichts der risikoaversen Stimmung, da die Anleger befürchten, dass höhere Ölpreise die Inflation anheizen werden, was zu weniger Zinssenkungen und sogar zu möglichen Anhebungen führen könnte.
„Obwohl der Goldpreis wahrscheinlich von der Risikobereitschaft des Marktes abhängig bleiben wird, verschiebt sich der Fokus meines Erachtens allmählich von den geldpolitischen Ergebnissen hin zu den künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, so Hynes. Das dürfte den Goldpreis letztlich stützen, sagt er. Der Spotpreis für Gold gibt um 1,7 Prozent auf 4677,48 US-Dollar je Feinunze nach.
09:15 Uhr“Volles Kommando zurück“
Die positive Stimmung am deutschen Aktienmarkt, die dem Dax ein Plus von knapp 3,5 Prozent binnen drei Handelstagen beschert hat, ist verflogen. Zum Start ins heutige Geschäft, es ist der letzte Handelstag vor dem Oster-Wochenende, notiert der deutsche Börsenleitindex im Bereich von 22.920 Punkten, nachdem er zur Wochenmitte noch bei 23.299 Zählern geschlossen hatte.
„Gestern wurden die Märkte nach oben gekauft“, kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. „Heute heißt es wieder: Volles Kommando zurück“, sagt er und verweist auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg, die die Hoffnungen auf eine schnelle und umfassende Lösung gedämpft hätten.
08:57 UhrTrump zerstört Anlegerhoffnungen
US-Präsident Donald Trump bestimmt weiter die Schlagzeilen und das Marktgeschehen an den asiatischen Börsen. Denn die drehen nach anfänglichen Aufschlägen zum Teil deutlich ins Minus in Reaktion auf die Trump-Rede zum Iran-Krieg. Der US-Präsident machte Hoffnungen über ein rasches Ende des Nahostkrieges zunichte. Trump wiederholte, dass der Krieg gegen Iran kurz vor dem Ende stehe und nannte erneut ein Zeitfenster von zwei bis drei Wochen. Zugleich drohte er aber auch, er werde wenn nötig den Iran in die „Steinzeit“ befördern. Marktakteure zeigen sich enttäuscht.
Jede Hoffnung auf klare Leitlinien für ein Ende des Konflikts im Iran sei nach der Rede von Trump zunichte gemacht worden, meint ANZ-Rohstoffstratege Daniel Hynes. „Das hat der Risikobereitschaft einen Schlag versetzt“, sagt er.
Der japanische Nikkei gibt seine anfänglichen Gewinne ab und dreht 2,4 Prozent auf 52.460 Punkte ins Minus. Noch deutlicher vollzieht sich der Dreh ins Minus in Südkorea. Der Kospi gibt nach Aufschlägen von 1,3 Prozent zur Eröffnung nun 4,1 Prozent ab. Der südkoreanische Leitindex hatte am Vortag mit einem Aufschlag von 8,4 Prozent besonders euphorisch auf Hoffnungen auf ein Kriegsende reagiert. Folglich gelte es nun einiges auszupreisen, heißt es im Handel. Der HSI in Hongkong verliert 1,1 Prozent und der Shanghai Composite 0,5 Prozent. Auch der australische S&P/ASX-200 hat seine frühen Gewinne wieder abgegeben und büßt nun 1,1 Prozent ein.
08:39 UhrDax-Schwäche meldet sich eindrucksvoll zurück
Mit deutlichen Abgaben werden die europäischen Aktienmärkte zur Eröffnung erwartet. Taktgeber sind weiterhin Aussagen von US-Präsident Donald Trump, die das Maß der aktuellen Risikobereitschaft der Anleger vorgeben. Er signalisierte in seiner mit Spannung erwarteten Rede weitere Militärschläge gegen den Iran, was Sorgen über Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten neu entfachte und den Appetit auf Risikoanlagen dämpft. Damit drehen sich die Bewegungen vom Vortag wieder um, Aktien und Anleihen verlieren deutlich während Öl stark zulegt.
So wird der Dax am Morgen bei 22.850 Punkten nach einem Vortagesschluss bei 23.275 Punkten erwartet. Brent wird gut 6 Prozent höher bei 107,36 Dollar je Barrel gehandelt. Vor dem langen Osterwochenende und dem Schlagzeilenrisiko vor Augen könnten Anleger nochmals das Risiko herunterfahren, also Risikoassets wie Aktien verkaufen.
08:22 UhrStimmung in Chemiebranche bricht ein
Die Stimmung in der von steigenden Energiepreisen und drohenden Lieferengpässen infolge des Iran-Kriegs besonders stark betroffenen deutschen Chemieindustrie hat sich im März deutlich eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf minus 25,0 Punkte, von minus 16,7 Zählern im Februar, wie das IFO-Institut mitteilte. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage mit minus 31,9 Punkten erheblich schlechter als im Vormonat mit minus 21,2 Punkten.
Auch die Erwartungen für die kommenden Monate trübten sich deutlich ein: Dieser Indikator sank von minus 12,1 auf minus 17,9 Punkte. „Die Folgen der Kriegshandlungen im Nahen Osten treffen die ohnehin angeschlagene Chemiebranche mit voller Wucht“, sagte IFO-Branchenexpertin Anna Wolf.
08:03 UhrUniper setzt auf Entspannung bei Gaspreisen
Der Chef des Versorgers Uniper, Michael Lewis, geht bei einem baldigen Ende des Iran-Kriegs von einer Entspannung bei den Gaspreisen aus. „Wir hoffen, dass der Konflikt so schnell wie möglich beigelegt werden kann“, sagte der Manager der „Rheinischen Post“. „Jenseits der humanitären Katastrophe sehen wir Gaspreise im Großhandel, die sich seit Beginn des Iran-Kriegs auf 50 bis 60 Euro je Megawatt verdoppelt haben“, fügte er hinzu. Der Markt gehe indes davon aus, dass die USA und der Iran sich absehbar einigen würden. „Für 2027 und 2028 sehen wir noch niedrigere Gaspreise als heute“, sagte er. In Europa gebe es aktuell ein Preisproblem, aber derzeit noch kein Mengenproblem. „Deutschland und auch Uniper haben sich beim Gasbezug viel breiter aufgestellt“, unterstrich er.
07:46 UhrHohe Spritpreise: Umweltverband fordert „Mobilitätsgeld“
Der Umweltverband BUND spricht sich angesichts der hohen Spritpreise für ein „Mobilitätsgeld“ aus. Dieses solle die bestehende Regelung zur Pendlerpauschale ablösen. Der BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg sagte: „Auch wenn die Kosten für Diesel und Benzin in nächster Zeit wieder sinken sollten, werden sie doch perspektivisch grundsätzlich eher steigen. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Impulse für eine sozial- und umweltverträgliche Mobilität zu setzen.“ Die Umwandlung der aktuellen Regelung der Entfernungspauschale in ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld wäre ein guter Schritt.
Von der Pendlerpauschale in ihrer jetzigen Form profitierten in erster Linie Personen mit hohem Einkommen und weiten Pendelwegen, die sie mit dem Auto zurücklegen. Menschen mit niedrigem Einkommen, die den Eingangsteuersatz zahlten, würden durch die Regelung meist überhaupt nicht entlastet. Mit der Einführung eines Mobilitätsgeldes würde diese Ungerechtigkeit behoben. Es könnte ein fester Betrag pro Pendel-Kilometer mit der Steuer verrechnet oder direkt ausgezahlt werden, unabhängig sowohl vom Einkommen als auch von den benutzten Verkehrsmitteln.
Der Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) hatte vorgeschlagen, künftig jedem Pendler sofort und unabhängig von der Höhe des Einkommens einheitlich ein Mobilitätsgeld von 17 Cent je Kilometer auszuzahlen beziehungsweise beim monatlichen Lohnsteuerabzug zu verrechnen.
07:28 UhrBank-Markazi-Streit: Deutsche Börse prüft Berufung
Die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream hat in dem schwelenden Streit um Gelder, die der iranischen Zentralbank zugerechnet werden, vor Gericht eine Niederlage erlitten. Clearstream habe davon Kenntnis erlangt, dass ein US-Gericht eine Entscheidung zugunsten der Vollstreckungsgläubiger des Iran erlassen habe, teilte die Börse mit. Diese Gläubiger hätten auf die Herausgabe von mindestens rund 1,7 Milliarden Dollar geklagt, die der iranischen Zentralbank (Bank Markazi) zugerechnet und von Clearstream in Luxemburg auf einem Kundenkonto verwahrt würden. Clearstream prüfe, ob sie Berufung gegen die Entscheidung einlege.
Ebenso verlange die Bank Markazi bereits seit 2018 ihrerseits als Teil einer in Luxemburg unter anderem gegen Clearstream eingereichten Klage die Herausgabe umfangreicher Vermögenswerte einschließlich des oben genannten Betrages in Höhe von etwa 1,7 Milliarden Dollar, hieß es weiter. Die Klage werde derzeit noch in der ersten Instanz verhandelt. Clearstream gehe nach rechtlicher Beratung weiterhin davon aus, dass die Klage in Luxemburg unbegründet sei.
07:08 UhrTrumps Zollversprechen gehen nicht auf
Vor einem Jahr gab US-Präsident Donald Trump eine große Zolloffensive bekannt – doch aus Sicht der US-Expertin Laura von Daniels geht das Kalkül hinter den Maßnahmen nicht auf. „Bei den Konsumenten und den meisten Unternehmen in den USA sorgen die Zölle für höhere Kosten“, teilte die Politökonomin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) mit. „Zusammen mit den durch den Iran-Krieg drastisch steigenden Energiepreisen heizen auch die Zölle die Inflation erneut an.“
Von Trumps Versprechen, die Lebenshaltungskosten zu reduzieren, bleibe kaum etwas übrig. Ein weiteres nicht eingehaltenes Versprechen seien hohe Mehreinnahmen aus Zöllen, um die Haushaltslage in den USA zu verbessern.
„Trump hat durch seine Steuerreform das Haushaltsdefizit vergrößert. Nun drohen außerdem der Iran-Krieg und weitere Militärmaßnahmen noch weitere Löcher in den Staatshaushalt zu reißen“, betonte von Daniels. Der Hauptschaden für die US-Wirtschaft entstehe jedoch durch die Unsicherheit, die Trumps Politik unter Marktteilnehmern schafft. „All diese Probleme hat Trump – ohne Not – selbst geschaffen.“
06:49 UhrTrump verunsichert die Anleger
Die Unsicherheit über das Ende des Iran-Kriegs belastet die asiatischen Börsen. US-Präsident Donald Trump hat zwar ein baldiges Erreichen der strategischen Ziele angekündigt, gleichzeitig aber „extrem harte“ Angriffe in den kommenden zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt.
Die Anleger konzentrieren sich auf die Frage, wann die Straße von Hormus wieder geöffnet wird. Durch die wichtige Schifffahrtsroute fließt ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggas-Transports. Der Iran nutzt die Meerenge als Druckmittel und greift weiter Golfstaaten an, in denen teilweise US-Stützpunkte liegen.
Die japanische Börse reagiert schwach: Der Nikkei-Index gibt 1,9 Prozent auf 52.731,94 Punkte nach. In Shanghai verliert der Composite 0,4 Prozent auf 3933,47 Stellen.
06:34 UhrDollar profitiert von Verunsicherung
Am Devisenmarkt profitiert der Dollar von der Verunsicherung. Zur japanischen Währung gewinnt er 0,4 Prozent auf 159,45 Yen und legt 0,2 Prozent auf 6,8842 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,4 Prozent höher bei 0,7971 Franken. Der Euro fällt 0,4 Prozent auf 1,1546 Dollar.
06:18 Uhr“Wir fliegen für die ganze Menschheit“
Die USA haben erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen zum Mond geschickt. Die 98 Meter hohe Rakete Space Launch System (SLS) hob am Mittwoch um 18.35 Uhr Ortszeit (0.35 Uhr MESZ heute) mit vier Astronauten an Bord vom Kennedy Space Center in Florida ab. Die Nasa-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Kanadier Jeremy Hansen sollen in der Raumkapsel Orion zunächst die Erde umrunden, bevor sie zu ihrer zehntägigen Reise zum Mond aufbrechen. „Das ist Jeremy, wir fliegen für die ganze Menschheit“, sagte Hansen kurz vor dem Start aus der Orion-Kapsel. Sie werden den Mond zwar nicht betreten, sich jedoch bei der Mission „Artemis 2“ bis zu 406.000 Kilometer von der Erde entfernen – weiter als je ein Mensch zuvor. Den bisherigen Rekord hält mit etwa 400.000 Kilometern die Mannschaft der „Apollo 13“, die 1970 nach der Explosion eines Sauerstofftanks nicht wie geplant auf dem Mond landen konnte.
06:00 UhrZwei Termine können den Dax stürzen
Der Dax steuert mit großen Schritten auf eine positive Wochenbilanz zu. Der deutsche Börsenleitindex schloss zur Wochenmitte mit 23.299 Punkten und steht damit bislang bei einem Wochengewinn von fast 3,5 Prozent. Eine sich womöglich abzeichnende Lösung im seit vier Wochen andauernden Irak-Krieg sorgte für Hoffnung auf Anlegerseite, auch wenn die ganze Gemengelage rund um die Blockade der Straße von Hormus weiterhin volatil und unübersichtlich bleibt.
Und heute? US-Präsident Donald Trump will sich in einer Rede an die Nation zum Krieg gegen den Iran äußern. Vorab sagte er der Nachrichtenagentur Reuters, die USA würden den Krieg recht schnell beenden, behielten sich aber bei Bedarf punktuelle Angriffe vor. Zudem wolle er in der Ansprache erklären, dass er einen Rückzug der USA aus der Nato erwäge. Die britische Außenministerin Yvette Cooper plant ein virtuelles Treffen mit Vertretern aus 35 Ländern, darunter Deutschland und Frankreich, um über Maßnahmen für die Zeit nach einem Ende der Kämpfe zu beraten.
Unternehmensseitig legt der US-Elektroautobauer Tesla seine Absatzzahlen für März vor. Experten rechnen mit einem weiteren schwachen Quartal: Von Januar bis März dürfte der Absatz verglichen mit dem Vormonat um 11,8 Prozent zurückgegangen sein, sagen Analysten voraus. Dabei spielt zum einen das Auslaufen einiger Elektroauto-Förderprogramme in China eine Rolle, was auf dem weltweit größten Automarkt zu Jahresbeginn für Schockwellen gesorgt hatte. Dazu kommt die Verbrenner-freundliche Politik von US-Präsident Donald Trump. In Europa sind dagegen Anzeichen für eine Erholung zu erkennen, in vielen Märkten legte der Absatz deutlich zu.
Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.