
Im Wintersemester 2025/26 hat das Westpreußische Landesmuseum am Historischen Seminar der Universität Münster eine Lehrveranstaltung zum Thema „Erinnerungsorte und nationale Narrative in der deutsch-polnischen Geschichte“ durchgeführt. Zum Abschluss des Seminars stellen Studierende am 8. April ab 18 Uhr nun ausgewählte Themen in öffentlichen Kurzvorträgen im Museum vor.
Die 15- bis 20-minütigen Beiträge behandeln ein breites Themenspektrum – von Nikolaus Kopernikus über die Hanse und die preußische Ostmark bis hin zu Orten der Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen wie Stutthof und Auschwitz. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie solche Erinnerungsorte entstehen und welche Bedeutung sie für unterschiedliche nationale Deutungen haben.
Der Begriff des „Erinnerungsorts“ beschreibt nicht nur konkrete Orte, sondern auch Ereignisse, Personen oder Begriffe als Träger kollektiver Erinnerung. Das Seminar setzte sich kritisch mit diesem Konzept auseinander und untersuchte es als analytisches Instrument anhand der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Dabei wurde deutlich, dass gemeinsame historische Bezugspunkte oft unterschiedlich interpretiert werden.
Die Abschlusspräsentationen bieten die Gelegenheit, diese unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu bringen. Interessierte sind herzlich eingeladen, an den Vorträgen teilzunehmen.
Datum: 8. April 2026, 18 Uhr. Der Eintritt ist frei