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Frankfurt (Hessen) – Die Astor-Kinos steigen bei den Jüdischen Filmtagen im Herbst in Frankfurt aus – und lösen damit heftige Kritik aus! Die Geschäftsführung begründet den Schritt mit wirtschaftlichen Überlegungen. Die Veranstaltung im Jahr 2024 habe sich „wirtschaftlich nicht getragen“. Zugleich verweist die Frankfurter Astor Film Lounge auf Sicherheitsaspekte – Veranstaltungen in der Vergangenheit hätten nur unter Polizeischutz stattfinden können. In einer internen Mail war von einer „heißen Lage“ die Rede.
„Faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck“
Die Jüdische Gemeinde reagierte geschockt: „Wenn jüdisches Leben und jüdische Präsenz aus Angst vor möglichen Reaktionen zurückgedrängt werden, dann bedeutet das faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck.“
Auch die Frankfurter Stadtverwaltung äußerte Kritik über den Rückzug. Es entstehe der Eindruck, antisemitische Entwicklungen würden hingenommen und jüdische Perspektiven an Unterstützung verlieren. Die Hessenschau berichtet, Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (61, Bündnis 90/Die Grünen) habe von einem „fatalen Signal“ gesprochen. Die Stadt Frankfurt (Hessen) ist Mitveranstalterin der Filmtage.

Frankfurts Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (61, Grüne)
Foto: Vincenzo Mancuso
So verteidigt sich der Kinobetreiber
Gegenüber BILD weist Tom Flebbe (29), Co-Geschäftsführer des Familienunternehmens, das neben der Frankfurter Astor Film Lounge u. a. auch den Zoo Palast in Berlin betreibt, die Kritik zurück: „Der Theaterleiter hat sich unglücklich ausgedrückt. Das spiegelt weder seine noch unsere Haltung wider.“ Zugleich beteuert er: „Es tut uns wahnsinnig weh, wie das jetzt ankommt. Das trifft uns extrem. Ich werde den Kontakt mit der Jüdischen Gemeinde suchen und über das Thema sprechen. Wir haben andere Veranstaltungen mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde geplant.“