Zumindest Inflationsbereinigt ist Diesel in Deutschland allerdings immer noch günstiger als vor vier Jahren: Die Teuerungsraten waren 2022 und 2023 wegen des Ukraine-Kriegs hoch. Doch sollte es US-Präsident Donald Trump nicht gelingen, den von den USA und Israel begonnenen Iran-Krieg wieder zu beenden, warnen Ökonomen bereits vor gravierenden wirtschaftlichen Folgen, nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt.
Der weltweite tägliche Ölverbrauch beläuft sich nach Zahlen der Internationalen Energie-Agentur IEA auf etwas über 100 Millionen Fässer (Barrel zu je 159 Liter). Wegen des Iran-Kriegs stehen nach Schätzung des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics dem Weltmarkt täglich etwa zehn Millionen Fässer weniger zur Verfügung.
Zwar führt der Krieg auch dazu, dass die weltweite Nachfrage ein wenig sinkt. Doch sollte der Krieg ein halbes Jahr andauern, könnte Öl im Spätsommer demnach so knapp werden, dass insbesondere Schwellenländer ihren Verbrauch rationieren müssten, schreiben die Ökonomen in einer Analyse. Für diesen Fall prophezeit das Institut eine globale Rezession.
Das Münchner Ifo-Institut hatte schon vor drei Wochen gewarnt, dass die weltweite strategische Ölreserve begrenzt sei und innerhalb weniger Monate aufgebraucht sein könne.