Nach dem Pausentee blieb Chemie die spielbestimmende Mannschaft und hatte erneut durch Ratifo die Riesenmöglichkeit zum 1:0. Diesmal steuerte der 31-jährige Mittelstürmer in der 52. Minute allein auf Luis Klatte zu. Der VSG-Schlussmann bewies gutes Stellungsspiel, wartete ganz lange und wehrte in höchster Not ab. Wie das so ist im Fußball ist: Wer gute Chancen nicht nutzt, wird bestraft. Und so erging es wieder einmal den Leutzschern.
Den ersten Schuss, der aufs Tor kam, konnte Chemie-Torhüter Marcel Bergmann (60.) noch zur Seite abwehren. Dann kam Ugur Tezel in Ballbesitz und traf aus spitzem Winkel zur Führung für Altglienicke. Chemie lag hinten, kämpfte aber weiterhin bis in die Nachspielzeit energisch um jeden Ball. Vier Minuten gab es Nachschlag, und da wurden die Chemiker endlich belohnt. Ratifo, der so einiges liegengelassen hatte, spitzelte den Ball im Fallen über die Linie. Wenigstens einen Zähler hatten die Leutzscher gerettet. In der anderen Begegnung spielte Chemies Konkurrent in Sachen Klassenerhalt, der FC Eilenburg, gegen den Chemnitzer FC 1:1.