Von Andreas Martin

Eishockey. „Es ist sehr schwer, eine solch starke Mannschaft achtmal hintereinander zu schlagen, da stehen die Chancen gegen dich. Bremerhaven ist ein gut strukturiertes und gut gecoachtes Team, sie spielen immer hart. Da gehst du nicht durch die Play-offs, ohne ein Spiel zu verlieren. Aus diesem Spiel können wir viele Lektionen lernen, aber es ist auch Realität, dass wir mit einer 3:1-Führung zu Hause in Spiel fünf gehen und wir sollten dankbar dafür sein, dass wir das an diesem Punkt der Serie tun können“, befand Adler-Cheftrainer und -Sportmanager Dallas Eakins am 31. März, nachdem die Adler Mannheim in der DEL mit einer deutlichen 1:6 (0:1, 1:3, 0:2)-Niederlage in der mit 4767 Zuschauern ausverkauften Eisarena Bremerhaven Spiel vier der „Best of seven“-Play-off-Viertelfinalserie gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven verloren hatten. Inklusive der vier Siege in der regulären Saison und der vorangegangenen drei Siege in dieser Play-off-Viertelfinalserie war es im achten Aufeinandertreffen beider Teams tatsächlich die erste Saisonniederlage für die Adler. Damit verpassten es die Blau-Weiß-Roten, diese Serie nach nur vier Spielen mit 4:0 für sich zu entscheiden.

Halbfinaleinzug am Gründonnerstag

Somit kam es am Gründonnerstag vor 13 600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena gegen Bremerhaven zu Spiel fünf. Trotz eines 0:2- und 2:3-Rückstandes verwandelten die Adler diesmal mit einem 4:3 (0:0, 2:2, 2:1)-Sieg den zweiten Matchpuck und zogen mit 4:1-Siegen ins Play-off-Halbfinale der DEL ein. Die „Best of seven“-Halbfinalserie startet am Mittwoch, dem 8. April, um 19.30 Uhr mit einem Heimspiel in der SAP Arena. Am Sonntag, dem 12. April, um 16.30 Uhr ist die SAP Arena dann auch Schauplatz von Spiel drei. Die Spiele zwei (10. April, 19 Uhr) und vier (14. April, 19.30 Uhr) finden auswärts statt, wobei der Halbfinalgegner aktuell noch nicht feststeht. Der Kartenvorverkauf für die beiden Play-off-Heimspiele beginnt am Karsamstag um 11 Uhr. Für den wegen eines Kieferbruchs für den Rest der Play-offs ausfallenden Adler-Stürmer Brendan O’Donnell gab am Gründonnerstag in Spiel fünf Alexander Ruutu sein Adler-Debüt. „Er hatte bisher noch kein Spiel für uns gemacht und kam dann in diesem so wichtigen Play-off-Spiel zu seinem ersten Einsatz. Dafür hat er es richtig gut gemacht“, lobte Adler-Cheftrainer Dallas Eakins. Nach dem torlosen ersten Abschnitt ließen Jan Urbas (21.) und Andy Miele (36.) die Pinguins eine 2:0-Führung bejubeln. In Überzahl verkürzte Zach Solow auf 1:2 (38.) und kurz vor Drittelende glich Matthias Plachta zum 2:2 (40.) aus. Nicholas B. Jensen brachte Bremerhaven im Schlussdrittel mit 3:2 (42.) in Führung, aber in doppelter Überzahl ließ Nick Mattinen die Adler das 3:3 (51.) bejubeln und in der 56. Minute war es Kris Bennett, der einen Schuss von Leon Gawanke zum 4:3 ins Tor von Pinguins-Torhüter Leon Hungerecker abfälschte. „Wir wissen, dass wir als Team Comeback-Qualitäten haben, das haben wir heute auch wieder gezeigt. Allerdings haben wir uns auch einige Fehler geleistet, die wir so nicht mehr machen dürfen, denn das wird in den Play-offs bestraft“, schloss sich Adler-Stürmer Tom Künhackl trotz aller Freude über den gelungenen Halbfinaleinzug auch selbst in diese Kritik ein.

Die Bremerhavener setzten zuvor in Spiel vier von Beginn an auf Leon Hungerecker im Tor, der nach elf Sekunden schon die erste Prüfung erlebte, als Luke Esposito die frühe Chance zur Adler-Führung hatte (1.). Stattdessen war es auf der anderen Seite C.J. Smith, der die Pinguins mit 1:0 (17.) in Führung brachte. Im zweiten Drittel ließ Justin Schütz die Kurpfälzer das 1:1 (23.) bejubeln. Die Adler machten weiter Druck und schienen dem 2:1 nahe, aber Akito Hirose traf zum 2:1 (29.) für Bremerhaven. Nun erwischten die Adler eine Schwächephase, denn als eine Strafe gegen William Worge Kreü angezeigt war, trafen die Gastgeber durch Matthew Abt zum 3:1 (32.). Auch in der 34. Minute war eine Strafe gegen Worge Kreü angezeigt, die ebenfalls nicht ausgesprochen wurde, weil diesmal Colt Adam Conrad auf 4:1 (34.) erhöhte. Die Hoffnung, im Schlussdrittel noch einmal herankommen zu können, zerschlug sich durch das frühe 5:1 (41.) von Ex-Adler Nico Krämmer. Auch der Versuch, sich durch die Herausnahme von Torwart Maximilian Franzreb mit einem sechsten Angreifer vielleicht offensiv noch zumindest das eine oder andere Erfolgserlebnis zu verschaffen, schlug fehl. Phillip Bruggisser traf nur Sekunden später zum 6:1 (44.) ins verwaiste Mannheimer Tor. Danach kehrte Franzreb in seinen Kasten zurück und viel Eishockey gab es nun nicht mehr zu sehen, denn es hagelte Strafzeiten. Während die Pinguins in der Partie insgesamt 42 Strafminuten sammelten, kamen die Adler sogar auf 60 Strafminuten. va