Über 300 Passagiere erlebten auf dem Flughafen in Denver (USA) am Freitag, 20. März, einen Schockmoment. Ihr Flugzeug, das sie eigentlich per Direktflug zum Flughafen München bringen sollte, brach bei einer Geschwindigkeit von über 300 Stundenkilometern den Start ab und kam mit kreischenden Bremsen erst am Ende der Startbahn zum Stehen. Die Lufthansa bestätigte den abgebrochenen Start unserer Redaktion auf Nachfrage. Zuvor hatte es bereits Medienberichte darüber gegeben, das englischsprachige Portal simpleflying.com berichtete zuerst.

Lufthansa-Flugzeug nach München bricht Start in Denver ab

Der Airbus der Lufthansa vom Typ A350-900 mit der Flugnummer LH481 habe den Start vorsorglich abbrechen müssen, da während des Startvorgangs „ungünstige und nicht vorhersehbare Windverhältnisse“ aufgekommen seien, erklärte ein Lufthansa-Sprecher. „Die Cockpitbesatzung traf diese Entscheidung gemäß den geltenden Standardverfahren.“ Die 314 Fluggäste sowie die Mitglieder der Kabinencrew seien nach dem Vorfall wohlauf.

Im Internetforum Reddit beschreibt ein Nutzer, der sich als Fluggast des Fluges ausgibt, den Moment so: „Wir wollten gerade abheben, als der Pilot den Start in letzter Sekunde abbrechen musste. Anscheinend wegen starken Rückenwinds. Fast alle Räder wurden beschädigt, die Bremsen hätten fast Feuer gefangen.“ In einem Bericht der Bild ist zudem von drei geplatzten Reifen die Rede – die Fluggesellschaft nahm keine Stellung zu beiden Informationen.

Lufthansa-Flieger fuhr bei Vollbremsung bereits rund 320 km/h

Auf der Plattform flightradar24.com kann der abgebrochene Flug nachvollzogen werden. Demnach rollte die Lufthansa-Maschine in Denver gegen 17.30 Uhr Ortszeit von ihrer Parkposition los in Richtung Startbahn, wo sie wenige Minuten später ankam. Dann beschleunigte das Flugzeug auf bis zu rund 320 km/h, bevor es abrupt abbremste und den Boden gar nicht erst verließ.

Laut Berichten soll der Flieger danach über mehrere Stunden am Ende der Startbahn stehen geblieben sein. Wie simpleflying.com berichtet, sollen auch Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr vor Ort gewesen sein.

Vorfall in Denver: Fluggäste erreichen München mit alternativen Flügen

Die Passagiere seien von Einsatzkräften des Flughafens in Denver beim Verlassen des Fliegers unterstützt und mit Bussen sicher zurück ins Terminal transportiert worden, so der Konzernsprecher. „Die Sicherheit unserer Passagiere und Crews hat für Lufthansa die oberste Priorität.“ Die Lufthansa habe die Fluggäste auf alternative Flüge umgebucht. So kamen diese wohl zumindest auf Umwegen noch zum Flughafen München.

  • Dominik Schätzle

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