Bielefeld-Stieghorst. Als die Frau am Steuer ihres Opels aggressiv wurde, legte sie den Rückwärtsgang ein und fuhr los. Ein Jugendlicher musste sich mit einem Sprung in Sicherheit bringen, um nicht angefahren zu werden. Er verletzte sich bei dem Sprung leicht.
Wie die Polizei berichtet, hatten mehrere Jugendliche am Sonntagabend, 29. März, vor einem Jugendhaus an der Greifswalder Straße eine auffällige Autofahrerin wahrgenommen. Die Frau in dem Opel fuhr unsicher und soll im Fahrzeug herumgeschrien haben, heißt es im Polizeibericht.
Als die Jugendlichen die Fahrerin auf ihr ungewöhnliches Verhalten ansprachen, soll diese die jungen Leute beleidigt und bedroht haben. Schließlich legte sie den Rückwärtsgang ein und fuhr los. Dabei achtete sie offenbar nicht auf die Gruppe hinter und neben ihrem Wagen.
Junger Bielefelder verletzt sich bei Sprung
„Ein Jugendlicher musste ausweichen, weil es ansonsten zu einer Kollision gekommen wäre“, erklärt die Polizei. Bei seiner Landung verletzte sich der Jugendliche. Die anderen ließen aber nicht locker und spürten die Frau im Opel auf einem Supermarktparkplatz an der Wismarer Straße erneut auf. Gegen 18.35 Uhr meldeten sie daraufhin die auffällige Opelfahrerin der Polizei.
Die alarmierten Polizisten fuhren wenig später vor und kontrollierten die 35-jährige Bielefelderin. Die Frau reagierte darauf abermals aggressiv. Weil die Beamten den Verdacht hegten, dass die Opelfahrerin schon vor Fahrtantritt Alkohol getrunken hat, musste sie für eine Blutprobe zur Polizeiwache am Kesselbrink gebracht werden.
Autofahrerin landet in der Ausnüchterungszelle
Noch während der Fahrt dorthin leistete die Frau Widerstand: Einer Polizistin biss sie in die Hand, außerdem trat sie ihr gegen die Beine und beleidigte sie. „Da die Frau eine Gefahr für sich und andere darstellte“, so die Polizei, „wurde sie in Rücksprache mit der verantwortlichen Richterin bis zu ihrer Ausnüchterung“ in eine Polizeizelle gesteckt. Die Beamten nahmen ihr obendrein den Fahrzeugschlüssel und den Führerschein ab.