Navid Fazeli und Murat Yildiz hatten es geahnt. Seit Wochen hatte das Trainerduo des TV Kalkum-Wittlaer die eigene Mannschaft auf das Rückspiel gegen den Tabellenführer MSV Düsseldorf eingestimmt und dabei immer wieder prophezeit, dass diese Partie nie und nimmer verloren gehen würde. Und tatsächlich trat dieses Szenario am Gründonnerstag auch ein.

Trotz zweimaligen Rückstands trotzten die als Tabellen-13. angetretenen Hausherren dem Ligaprimus auf dem Kunstrasenplatz am Grenzweg ein 2:2 ab. „Wir sind zu Hause unter Flutlicht schon eine Macht. Von daher waren wir uns sicher, dass wir eine Chance haben würden“, gab Navid Fazeli zu Protokoll. Von diesem Selbstbewusstsein war zu Beginn allerdings noch nicht viel zu spüren. Der MSV kam besser ins Spiel und durch den Kopfball von Maximilian Nadidai aus dem Gewühl heraus auch zur 1:0-Führung. (18.).

Doch der TVKW bewies Nehmerqualitäten. Nachdem Ex-Profi Sinan Kurt den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer von Kaan Safarpour-Malekabad (44.) mit einem Schuss aus 18 Metern zur erneuten Führung konterte (61.), war es „Joker“ Goki Fukunaga, der nach einer Kopfballverlängerung von Nico Pesch am zweiten Pfosten stehend zum 2:2-Endstand abstaubte (69.). Mit Fukunaga und dem ebenfalls in die Partie gebrachten Melvin Ridder schnupperte Wittlaer in der Schlussphase sogar am „Dreier“. Dagegen hatte allerdings Shunsuke Takahashi etwas, der sein Team mit einer Glanztat vor Schlimmerem bewahrte und dafür sorgte, dass der Vier-Punkte-Vorsprung auf den ersten Verfolger TSV Eller 04 (0:0 gegen ASV Mettmann) hielt.

Für den TV Kalkum-Wittlaer war die Punkteteilung ebenfalls wertvoll. Mit weiterhin sechs Zählern Puffer auf den möglichen Relegationsrang 15 steuert Wittlaer auf Kurs Klassenerhalt. „Wenn wir so weitermachen, dann müsste es schon mit dem Teufel zugehen, dass wir noch einmal ganz unten reinrutschen“, glaubt Fazeli.

Dass er und Murat Yildiz bei Erhalt der Bezirksliga am Grenzweg bleiben, ist inzwischen sehr wahrscheinlich, auch wenn eine offizielle Einigung noch aussteht. „Die Zusammenarbeit mit Murat ist hervorragend. Wir bilden eine perfekte Symbiose. Mit ihm habe ich den Partner an der Seitenlinie gefunden, den ich über vier Jahre lang gesucht habe“, schwärmt Fazeli. Und auch von Vereinsseite gibt es positive Signale, die dem Duo schmecken. „Wir bekommen die Möglichkeit, das Team im Sommer auf drei bis vier Positionen zu verstärken. Das sind ganz andere Voraussetzungen, als wir sie in den letzten Jahren hatten“, frohlockt der Chefcoach.