Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Nato-Staat beschlagnahmt Tanker aus Putins Schattenflotte
Aktualisiert am 03.04.2026 – 13:16 UhrLesedauer: 14 Min.
Player wird geladen
Im Video: Flammen erfassen ein historisches Gotteshaus (Quelle: t-online)
Drohnen greifen einen russischen Flughafen an. Schweden beschlagnahmt ein Schiff der Schattenflotte. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Die schwedische Küstenwache hat in der Ostsee einen mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehörenden Öltanker beschlagnahmt. Das Schiff „Flora 1“ stehe im Verdacht, einen zwölf Kilometer langen Ölteppich vor der Insel Gotland verursacht zu haben, teilte die Behörde am Freitag mit.
Der Tanker sei vor der südschwedischen Küste festgesetzt worden. Die Küstenwache leitete Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine Umweltstraftat ein. Das ausgelaufene Öl werde voraussichtlich nicht die Küste erreichen. Den Angaben zufolge steht das Schiff auf der Sanktionsliste der Europäischen Union (EU). Unter welcher Flagge es fährt, sei jedoch unklar.
Daten des Dienstes „MarineTraffic“ zufolge war die „Flora 1“ im russischen Hafen Primorsk mit unbekanntem Ziel ausgelaufen. Der schwedische Minister für Zivilschutz, Carl-Oskar Bohlin, erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, die Regierung nehme den Vorfall ernst, auch wenn es sich diesmal nicht um eine größere Ölpest handele. Die russische Schattenflotte aus älteren, schlecht versicherten Tankern stelle eine erhebliche Sicherheits- und Umweltbedrohung dar.
Russland überzieht die Ukraine nach Angaben der dortigen Luftwaffe seit Donnerstagabend mit einer anhaltenden Welle von Luftangriffen. Dabei setze Russland vor allem auf sogenannte Durchdringungsangriffe, mit denen Russland versucht, die ukrainische Luftabwehr zu überwältigen. „Wir sehen, dass der Feind neue Routen, ständig modernisierte Drohnen und neue Taktiken einsetzt“, sagt Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im staatlichen Fernsehen.
In den vergangenen 24 Stunden habe Russland mehr als 400 Langstreckendrohnen sowie zehn ballistische Raketen abgefeuert. Letztere seien vor allem auf Gebiete nahe der Front gerichtet gewesen. Es ist das zweite Mal in dieser Woche, dass Russland schweren Angriffen am Tag auf einen nächtlichen Drohnenbeschuss folgen lässt.
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht zum 2. April mehrere russische Militärziele auf dem Flugplatz Kirowske auf der besetzten Krim angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen unbemannten Systeme sei dabei ein russisches Patrouillenflugzeug vom Typ An-72P zerstört worden. Zudem sei ein Standort getroffen worden, an dem Orion-Drohnen für Einsätze vorbereitet werden.