Nach der Gala-Vorstellung auf der Wolker-Anlage beim 3:2-Sieg gegen den KFC Uerdingen hatten sich die Oberliga-Fußballer der Holzheimer SG gleich auf das nächste Highlight gefreut. Am Gründonnerstag ging es nämlich zum ETB SW Essen ins legendären Uhlenkrugstadion, wo die Neusser gerne wieder Zählbares auf dem Weg zum Klassenverbleib geholt hätten. Doch daraus wurde nichts, sie erwischten einen rabenschwarzen Tag und mussten die Heimreise mit einer 1:4 (1:1)-Pleite antreten.
„Die Niederlage haben wir gut verarbeitet, denn es hat sich schon früh abgezeichnet, dass an diesem Tag nicht zu holen war“, meinte HSG-Coach Jesco Neumann nach einer Nacht darüber schlafen. Wobei viel gegen die Holzheimer lief, was es ihnen noch mal erschwerte, sich in ausreichendem Maße gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Das ging schon bei der stressigen Anfahrt los, in der Stau ein ständiger Begleiter war. Auf dem Platz entfachten die Gastgeber einen Druck, der den Holzheimern kaum Raum zum Atmen gab. Dementsprechend war das frühe 0:1 nur eine logische Konsequenz. Wobei sich kurz zuvor auch noch Stürmer Sakaki Ota eine schwere Handverletzung zugezogen hatte und vom Feld genommen worden war.
Zwar sah es angesichts eines eher glücklich gegebenen Elfmeters, den Dion Gutaj zum 1:1 verwandelte, zwischenzeitlich so aus, als könne sich das Blatt noch wenden, doch kurz vor der Pause musste auch noch Holzheims Jonas Theuerzeit nach einem harten Einsteigen eines Esseners an der Seitenlinie vom Feld gehen. Als ETB dann kurz nach der Pause innerhalb von vier Minuten einen Doppelpack schnürte, war das Spiel gelaufen. „Wir hatten noch nicht viele Spiele, in denen wir so chancenlos waren. Essen ist eine richtig gute Mannschaft“, sagte Neumann, der sich dann wenigstens noch über das Comeback von Lucas Müller nach langer Verletzungspause freuen konnte. „Er hat den Härtetest bestanden“, so Jesco Neumann. Da fiel das 1:4 nicht mehr groß ins Gewicht.
SW Essen – Holzheimer SG 4:1 (1:1)
ETB SW Essen: Lenuweit – Oteng Adjei (69. Vrebac), Pinke, Haar (77. Urban), Kanu (81. Gawryluk), Lucas (81. Bouazza), Shavershyan, Kamboua, Kaminski, Korytowski (69. Theocharis), Corsten
Holzheim: Kultscher – Theuerzeit (43. Caraj), Callan (82. Bal), Gutaj (72. Müller), Ota (14. Joosten), Schumacher, Tolaj, Sauer, Aschenbroich, Wolf, Wilschrey (72. Hegi)
Tore: 1:0 Korytowski (15.), 1:1 Gutaj (27.), 2:1 Kaminski (49.), 3:1 Korytowski (53.), 4:1 Kanu (79.)
Schiedsrichter: Dustin Sperling, Lukas Krings, Adrian Quint Lefers