Nachdem zuletzt Gerüchte über eine mögliche Verzögerung der PS6 die Runde machten, ist sich ein bekannter Hardware-Leaker sicher: Sonys Next-Gen-Konsole lässt nicht mehr lange auf sich warten. Zudem lieferte er weitere Details zum Handheld-Konzept und einer cleveren Download-Technologie.

Nach mittlerweile über fünf Jahren auf dem Markt rückt das natürliche Ende der PS5 immer näher, während Sony bereits fleißig an der PS6 werkelt. Aufgrund der anhaltenden RAM-Krise kursierten zuletzt jedoch immer wieder Gerüchte, dass sich der Next-Gen-Start verzögern könnte – bis 2028 oder sogar noch länger.

Der bekannte Hardware-Leaker Moore’s Law is Dead hält jetzt jedoch dagegen: Seinen Informationen zufolge ist die „PS6 nicht mehr viele Jahre entfernt“, da Sony hinter den Kulissen mit Hochdruck an einem unmittelbar bevorstehenden Generationswechsel arbeitet.

PlayGo: Sonys Antwort auf Smart Delivery

Ein weiteres Indiz, dass die PS6 womöglich näher ist, als erwartet, sei außerdem die Einführung von PlayGo im aktuellen PS5-SDK 13, wie MLiD jetzt in seinem neuesten Video (via Wccftech) erklärt.

Dabei soll es sich laut seinen Quellen um Sonys Pendant zu Microsofts Smart Delivery handeln. Das Ziel: Speicherplatz sparen und die Effizienz steigern. Entwickler können Datenpakete aus Assets und Texturen nun so bündeln, dass jede Konsole nur das lädt, was sie wirklich benötigt.

PS5: Offenbar kein einheitliches Smart Delivery-System

Ein Insider sagte dazu: „Bisher mussten Entwickler die höher aufgelösten Texturen und detaillierteren Assets der PS5 Pro in jedem PS5-Download inkludieren, unabhängig davon, ob die Konsole eine Pro war oder nicht… aber damit ist jetzt Schluss! Entwickler können nun spezifische Downloads für PS4 + PS4 Pro, PS5, PS5 Pro und den PS5-Energiesparmodus festlegen. Ja, der Energiesparmodus bekommt sein eigenes Asset- und Textur-Paket!“

Die entscheidende Schlussfolgerung der Quelle: Man würde diesen Aufwand nicht betreiben, wenn dieser Modus nicht die Basis für eine völlig neue Hardware wäre. „Man spart keine Energie, indem man kleinere Texturen verwendet“, so das Fazit.

Energiesparmodus als „trojanisches Pferd“ für einen Handheld

Darüber hinaus äußerte sich MLiD einmal mehr zum neuen Energiesparmodus in Sonys Entwickler-Richtlinien, der weit mehr sei als nur eine Option zum Stromsparen. Vielmehr würde die Art und Weise, wie die CPU-Kerne für diesen Modus angesprochen werden, perfekt zu den Spezifikationen eines Handhelds passen.

Die Rede ist von einer Architektur aus vier Zen-6c-Kernen und zwei Zen-6-Low-Power-Kernen. Der Leaker erklärt dazu: „Es ist zu 100 % klar, dass dies ein trojanisches Pferd zur Unterstützung des PlayStation 6 Handhelds ist. […] Die Verwendung von weniger Threads bringt keine nennenswerte Energieeinsparung im Vergleich zum Betrieb mit niedrigeren Taktraten. Daher ergeben diese Richtlinien nur Sinn, wenn der Energiesparmodus eine Kompatibilitätsebene für den gemunkelten Handheld ist.“

PS6-Handheld: Insider äußert sich zu GPU-Leistung, Upscaling und Raytracing

Abschließend hatte der Leaker außerdem noch gute Nachrichten für alle, die nach Sonys jüngsten Preiserhöhungen eine unbezahlbare PS6 befürchteten: Die Next-Gen-Konsole wurde angeblich von Anfang an mit dem Ziel entwickelt, „günstiger in der Herstellung“ zu sein als die PS5 oder die PS5 Pro.

Dank eines effizienteren Designs bei der Kühlung und den Netzteilen wird erwartet, dass die Basis-PS6 preislich sogar unter der PS5 Pro liegen könnte. Aktuelle Schätzungen gehen von Materialkosten um die 750 US-Dollar aus. Das würde einen Verkaufspreis ermöglichen, der deutlich unter der von vielen befürchteten 1.000-Euro-Grenze liegt.

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