Das russische Militär hat die Ukraine heute bei einem schweren Luftangriff mit Raketen und Drohnen überzogen. „Hunderte Schahed-Kampfdrohnen und Dutzende Raketen gegen unsere Städte und Gemeinden“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken nach einem Telefonat mit Papst Leo XIV.

In verschiedenen Regionen der Ukraine wurden den Behörden zufolge mindestens zehn Menschen getötet und weitere verletzt. Selenskyj erklärte, so sehe die russische Antwort auf sein Angebot zu einer Waffenruhe über Ostern aus. Allerdings feiern die Kirchen in der Ukraine wie in Russland Ostern nach orthodoxem Kalender erst kommende Woche am 12. April.

Folgen des russischen Drohnenangriffs in Kiew

Reuters/Thomas Peter

Im Umland der Hauptstadt Kiew wurde laut Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt. Durch die Angriffe am helllichten Tag kam es nach Auskunft der örtlichen Stromversorger auch zu Stromausfällen in der Dreimillionenstadt und anderen Gebieten.

Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte zufolge setzte das russische Militär über Nacht und tagsüber mehr als 500 Drohnen und 37 Raketen unterschiedlichen Typs ein. Laut den Angaben wurde der Großteil der Flugkörper rechtzeitig abgefangen. Dennoch habe es an 20 Orten Einschläge gegeben.

Charkiw unter Dauerbeschuss

Die ostukrainische Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wird laut Behördenangaben seit mehr als einem Tag von ständigen russischen Luftangriffen überzogen.

Folgen eines russischen Drohnenangriffs in Charkiw

Reuters/Vitalii Hnidyi

Heute ist nach Zählung des ukrainischen Generalstabs der 1.500. Tag der großangelegten russischen Invasion. Kreml-Chef Wladimir Putin hatte seine Truppen am 24. Februar 2022 in das Nachbarland einmarschieren lassen.