(loy) Für viele Läufer gehören Kopfhörer genauso dazu wie Wasser, die richtigen Laufschuhe oder die Banane danach. Der Rhythmus der Lieblingsmusik oder auch einfach ein Podcast können nachweislich beim Sport helfen. Sei es, dass der Laufrhythmus dem Beat angepasst wird oder dass die Inhalte des Podcastes ablenken. Doch am 26. April müssen die Teilnehmer des Düsseldorf Marathons auf sie verzichten. Der Veranstalter D.Sports weist in seinen Regeln darauf hin, dass sich das Reglement an den offiziellen Wettkämpfen von World Athletics orientiert, wo sie auch verboten sind.

Das hat natürlich vor allem sicherheitsrelevante Gründe. Mit Kopfhörern gibt es die Gefahr, dass Durchsagen der Veranstalter, Warnsignale von Rettungsdiensten oder ähnliches überhört werden. Es kann zu gefährlichen Situationen oder gar Unfällen kommen. Aus diesem Grund gibt es während des Marathons auch Sichtkontrollen und Kampfrichter am Start und entlang der Strecke. Läufer, die erwischt werden, können disqualifiziert und ihre Zeit nicht gewertet werden.

Wer also ausschließlich mit Musik im Ohr trainiert, sollte in seinem Vorbereitungsplan darauf achten, dass er sich in den letzten Trainingsläufen daran gewöhnt, auch ohne Kopfhörer zu laufen. In Düsseldorf sollte die Not nach Musik im Ohr ohnehin recht gering sein. Mehr als 30 DJs sorgen entlang der Strecke verteilt für ausreichende Beschallung. Natürlich wird es hier und da mal ein paar Ruhespots geben. Allerdings werden gleichzeitig Tausende Zuschauer erwartet, die am Streckenrand für ausreichend Stimmung sorgen. Als Läufer sollte man sich das vielleicht auch nicht entgehen lassen.

Übrigens: Beim Berlin-Marathon im vergangenen Jahr wurden erstmals Kopfhörer erlaubt. Allerdings auch nicht alle Arten, sondern nur die sogenannte Open-Ear-Variante, die eher vor das Ohr geklemmt werden und so die Gehörgänge freilassen.