Daten des Dienstes „MarineTraffic“ zufolge war die „Flora 1“ im russischen Hafen Primorsk mit unbekanntem Ziel ausgelaufen. Der schwedische Minister für Zivilschutz, Carl-Oskar Bohlin, erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, die Regierung nehme den Vorfall ernst, auch wenn es sich diesmal nicht um eine größere Ölpest handele. Die russische Schattenflotte aus älteren, schlecht versicherten Tankern stelle eine erhebliche Sicherheits- und Umweltbedrohung dar.
Russland überzieht die Ukraine nach Angaben der dortigen Luftwaffe seit Donnerstagabend mit einer anhaltenden Welle von Luftangriffen. Dabei setze Russland vor allem auf sogenannte Durchdringungsangriffe, mit denen Russland versucht, die ukrainische Luftabwehr zu überwältigen. „Wir sehen, dass der Feind neue Routen, ständig modernisierte Drohnen und neue Taktiken einsetzt“, sagt Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im staatlichen Fernsehen.
In den vergangenen 24 Stunden habe Russland mehr als 400 Langstreckendrohnen sowie zehn ballistische Raketen abgefeuert. Letztere seien vor allem auf Gebiete nahe der Front gerichtet gewesen. Es ist das zweite Mal in dieser Woche, dass Russland schweren Angriffen am Tag auf einen nächtlichen Drohnenbeschuss folgen lässt.
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht zum 2. April mehrere russische Militärziele auf dem Flugplatz Kirowske auf der besetzten Krim angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen unbemannten Systeme sei dabei ein russisches Patrouillenflugzeug vom Typ An-72P zerstört worden. Zudem sei ein Standort getroffen worden, an dem Orion-Drohnen für Einsätze vorbereitet werden.
Nach militärischen Angaben diente die Anlage als Basis und Trainingsort für schwere Aufklärungs- und Kampfdrohnen dieses Typs. Insgesamt seien vier Orion-Drohnen bei dem Angriff zerstört worden. Die Informationen stammen aus einer Mitteilung der ukrainischen Streitkräfte.
Auch ein mobiles Radarsystem vom Typ P-37 „Sword“ aus sowjetischer Produktion sei bei dem Angriff zerstört worden. Der Kommandeur der Unbemannten Systeme, Robert „Magyar“ Brody, erklärte, Einheiten hätten dem Standort in der Nacht einen „Besuch“ abgestattet. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Weitere Details zu möglichen Schäden oder Opfern wurden zunächst nicht genannt.