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Aktuelle News zum Iran-Krieg im Ticker. Die USA haben einen Kampfjet verloren. Ein Soldat wird weiter vermisst. Teheran setzt Angriffe auf Israel fort.

Das Wichtigste in
diesem News-Ticker

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  2. Iran-Krieg aktuell: Trump wegen Absturz von US-Kampfjet unter Druck“,“position“:“2″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“41″}}“>Iran-Krieg aktuell: Trump wegen Absturz von US-Kampfjet unter Druck – Gefangennahme wäre kritischer Moment für US-Truppen.
  3. Aktuelle Lage im Iran-Krieg: Teheran militärisch weiter handlungsfähig“,“position“:“3″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“41″}}“>Aktuelle Lage im Iran-Krieg: Teheran militärisch weiter handlungsfähig – Raketeneinschläge in Israel gemeldet.

Update, 17:27 Uhr: Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets durch iranische Streitkräfte liefern sich der Iran und die USA einen Wettlauf bei der Suche nach einem vermissten Besatzungsmitglied. Die Suche nach dem verschollenen Crewmitglied des F-15-Kampfjets wurde am Samstag fortgesetzt, nachdem US-Spezialeinheiten laut US-Medien am Freitag eines der beiden Besatzungsmitglieder gerettet hatten. US-Präsident Donald Trump betonte unterdessen, der Abschuss habe keinerlei Auswirkung auf die Gespräche mit Teheran – während der Iran die USA offen verspottete.

Der Vorfall ist eine schwere Schmach für Washington, das Ende Februar gemeinsam mit Israel schwere Luftangriffe auf den Iran gestartet hatte. Sollte das noch vermisste Besatzungsmitglied in iranische Gefangenschaft geraten, wäre dies für die USA ein Albtraum. Trump zeigte sich jedoch unbeeindruckt: „Nein, überhaupt nicht“, antwortete er im US-Sender NBC auf die Frage, ob der Abschuss die Verhandlungen mit Teheran beeinflusse. „Es ist eben Krieg.“

Spott kam vom mächtigen iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf. „Nachdem der Iran angeblich 37 Mal in Folge besiegt wurde, wurde der brillante Krieg ohne Strategie, den sie begonnen haben, jetzt von ‚Regimewandel‘ zu ‚Hey, kann jemand unsere Piloten finden? Bitte?‘ herabgestuft“, schrieb er auf X. Das sei ein „unglaublicher Fortschritt“ – „absolute Genies.“

Iran-Krieg aktuell: Trump erinnert an Ultimatum

Update, 16:52 Uhr: US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit massiven Angriffen, falls die Führung in Teheran seinem Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus nicht nachkommt. „Die Zeit läuft davon – 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Bedingungen seien erfüllt, wenn der Iran einem Abkommen zustimme oder die Straße von Hormus öffne.

Trump hatte zuvor angedroht, iranische Kraftwerke zerstören zu lassen, sollte der Iran die Meerenge nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr freigeben. Sein Ultimatum hatte er vergangene Woche noch einmal verschoben: Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, erklärte er unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche. In den vergangenen Tagen hielten die heftigen Angriffe beider Seiten dennoch an. Der Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel bedeutende Straße von Hormus liegt weiterhin weitgehend still.

Iran-Krieg aktuell: USA beschießen 30 Universitäten

Update, 16:15 Uhr: Seit Beginn des Krieges Ende Februar haben die USA und Israel nach offiziellen iranischen Angaben mehr als 30 Universitäten im Iran angegriffen. „Bis heute wurden mehr als 30 Universitäten direkt angegriffen“, sagte der iranische Wissenschaftsminister Hossein Simai Sarraf am Samstag beim Besuch der Schahid-Beheschti-Universität im Norden Teherans, die am Freitag getroffen worden war.

Der Iran hatte zuvor damit gedroht, als Vergeltung US-Universitäten in Ländern im Nahen Osten ins Visier zu nehmen. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region.

Erstmeldung: Nach dem Abschuss einer amerikanischen F-15E über iranischem Territorium läuft eine von US-Spezialkräften geführte Rettungsmission im Iran-Krieg auf Hochtouren. Der Pilot des Kampfflugzeugs konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge gerettet werden – der Waffenoffizier hingegen wird noch vermisst. Das US-Militär hat Spezialkräfte in den Süden des Landes entsandt, auch um eine Gefangennahme durch iranische Kräfte zu verhindern. Zwei an der Rettungsmission beteiligte Black-Hawk-Hubschrauber wurden dabei vom Iran getroffen. Teheran reklamierte zudem den Abschuss eines weiteren Kampfflugzeugs nahe der Straße von Hormus für sich.

Iran-KriegIm Iran läuft die Suche nach einem vermissten Besatzungsmitglied eines abgeschossenen Kampfjets. (Archivbild) © Uncredited/U.S. Central Command/dpa

Iranische Medien berichten von Kopfgeldern in Höhe von bis zu 100.000 US-Dollar – umgerechnet rund 87.000 Euro – für die Ergreifung des vermissten Besatzungsmitglieds. In den betreffenden Provinzen entspricht das im Extremfall dem Tausendfachen des monatlichen Durchschnittseinkommens. Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, bezeichnete die laufende Mission gegenüber der BBC als „kritische Mission“ für die US-Streitkräfte. Sollte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das „ein großer Gewinn“ für Teheran, sagte Rapp – der Iran hätte dann „ein sehr starkes Druckmittel“.

Iran-Krieg aktuell: Trump wegen Absturz von US-Kampfjet unter Druck

US-Präsident Donald Trump äußerte sich zur Rettungsmission im Iran-Krieg bislang nur zurückhaltend. Auf die Frage der britischen Zeitung The Independent, was er tun würde, falls das vermisste Crew-Mitglied gefangengenommen oder verletzt werden sollte, antwortete Trump: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“

Hamidreza Azizi, Experte für iranische Sicherheitsfragen am German Institute for International and Security Affairs, skizzierte gegenüber der New York Times im Kontext des Absturzes des US-Kampfjets zwei mögliche iranische Szenarien im Falle einer Gefangennahme des vermissten Soldaten: Entweder verhandele der Iran hinter verschlossenen Türen und fordere Zugeständnisse – oder er präsentiere den Gefangenen öffentlich vor Kameras.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-KriegRauchsäule in teheranFotostrecke ansehen

Letzteres hält Azizi für wahrscheinlicher: „Sie wollen unbedingt dieses Bild eines Sieges vermitteln und zugleich Trump demütigen.“ Rapp warnte, Bilder eines gefangenen US-Soldaten im Iran-Krieg könnten „aus amerikanischer Sicht eine enorm verändernde Wirkung“ auf die ohnehin kritische Haltung der amerikanischen Öffentlichkeit zum Iran-Krieg haben.

Aktuelle Lage im Iran-Krieg: Teheran militärisch weiter handlungsfähig

Dass der Iran auch fünf Wochen nach Kriegsbeginn Ende Februar militärisch handlungsfähig bleibt, zeigte sich am Samstag erneut deutlich. Im Großraum Tel Aviv kam es am Mittag und am Nachmittag zu mehreren Raketeneinschlägen. In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigten Rauchschwaden über Vororten der Küstenmetropole, israelische Medien berichteten von Gebäudeschäden und brennenden Autos.

Dem Rettungsdienst Magen David Adom zufolge wurden insgesamt fünf Menschen verletzt, darunter ein Mann durch eine Druckwelle. Israelische Medien berichteten, der Iran habe dabei erneut international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt, die große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.

Aktuelle Lage im Iran-Krieg: Kämpfe gehen weiter

Ebenfalls am Samstag meldete der Iran einen neuerlichen Einschlag in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr am Persischen Golf. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zur aktuellen Lage im Iran-Krieg schlug ein Geschoss nahe dem Grenzzaun des Kraftwerks ein. Ein Mitarbeiter des Sicherheitspersonals wurde getötet, ein Nebengebäude beschädigt. Schäden an den Hauptbereichen des Kraftwerks habe es nicht gegeben, der Betrieb sei nicht beeinträchtigt gewesen.

Die Internationale Energieagentur (IAEA) bestätigte auf der Plattform X, vom Iran über den Vorfall informiert worden zu sein. Es ist seit Kriegsbeginn bereits der vierte Einschlag eines Geschosses nahe dem AKW oder auf dessen Gelände. Die Anlage – Irans einziges Kernkraftwerk – liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran; ihr Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom, ein zweiter Reaktorblock wird derzeit vom russischen Staatskonzern Rosatom errichtet.

Luftangriffe trafen auch die Petrochemie-Sonderwirtschaftszone in Mahschahr. Betroffen waren laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim die Unternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir. Tasnim berichtete zudem von einem Angriff auf einen Grenzübergang zum Irak; die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA meldete dabei eine getötete und fünf verletzte Personen. Der Grenzübergang wurde gesperrt. (fbu mit Agenturen)