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von Markus Balczuweit
Seit Juli 2025 fehlt Werder Bremens Leistungsträger Mitchell Weiser (31) verletzungsbedingt. Ein Kreuzbandriss hielt ihn vom Platz fern, doch nun gibt es Licht am Ende des Tunnels: Im Halbzeit-Interview beim Heimspiel gegen Leipzig (1:2) bei „Sky“ verriet Weiser, dass er in zwei bis drei Wochen wieder auf dem Rasen stehen will. Eine Nachricht, die den Verantwortlichen bei Werder Hoffnung machen dürfte – das restliche Interview sorgte jedoch für Diskussionen.
Weiser übt deutliche Kritik
Auf seinen auslaufenden Vertrag angesprochen, äußerte sich Weiser klar: „Wir hatten schon Gespräche. Es ist aber so, dass im letzten Sommer viele Dinge passiert sind, die für mich fragwürdig waren. Ich warte daher auf Signale, dass wir wieder in die Richtung gehen, in der wir mit Ole Werner (Werders Ex-Trainer, d.Red.) waren.“
Er legt sogar nach: „Neben der Entlassung von Ole sind auch wichtige Entscheidungen im Kader getroffen worden. Es sind Spieler gegangen, denen wir jetzt nachtrauern. Diese Entscheidungen waren für mich etwas fahrlässig.“
Reaktion des Managements
Die scharfe Kritik dürfte besonders Manager Clemens Fritz betreffen, der sich irritiert zeigt. Fritz erklärte: „Wir saßen vor ein paar Wochen zusammen, hatten ein gutes, sehr offenes und ehrliches Gespräch. Für mich sind die Aussagen etwas unverständlich. Das werden wir intern aufarbeiten.“
Seit 2021 ist Weiser Teil von Werder Bremen und verfolgt die Entwicklung des Klubs sehr aufmerksam. In der Vergangenheit machte er sportliche Perspektiven zur Bedingung für seine Unterschrift – auch jetzt erwartet er eine klare Ausrichtung des Vereins. „Werder gehört für mich ins internationale Geschäft. Da würde ich gerne dabei sein, aber der Verein muss entscheiden, wohin er will“, so Weiser.
Zunächst steht jedoch das Überstehen der aktuellen Saison im Vordergrund: Nach der Niederlage gegen Leipzig kassierte Werder die 14. Pleite in dieser Spielzeit. Mit vier Punkten Vorsprung auf Relegationsrang 16 ist der Klassenerhalt das oberste Ziel.