Newsblog zum Krieg in Nahost

„Gott sei gepriesen“: Trump droht Iran mit „Hölle“ in 48 Stunden

Aktualisiert am 05.04.2026 – 00:44 UhrLesedauer: 41 Min.

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Video zeigt US-amerikanischen „Double-Tap“-Angriff auf Brücke (Quelle: t-online)

Ein weiteres US-Kampfflugzeug stürzt ab. Auf einem Video ist ein mögliches US-Kriegsverbrechen zu sehen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Bei einem Luftangriff auf die iranische Hauptstadt Teheran sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zahlreiche hochrangige Militärvertreter des Iran getötet worden. „Viele der militärischen Anführer des Iran, die das Land schlecht und unklug geführt haben, werden – neben vielem anderen – durch diesen massiven Angriff in Teheran ausgeschaltet“, schrieb Trump am Samstagabend in seinem Onlinedienst Truth Social und veröffentlichte dazu ein Video mit nächtlichen Explosionen über einer nicht näher erkennbaren Stadt.

In einer Öl-Anlage der Kuwait Petroleum Corporation (KPC) bricht nach einem Drohnenangriff ein Feuer aus. Verletzte werden nicht gemeldet, teilt die staatliche Nachrichtenagentur mit. Notfall- und Feuerwehrteams bekämpfen den Brand, heißt es weiter.

Bei Luftangriffen auf ein petrochemisches Zentrum im Südwesten des Iran werden staatlichen Medien zufolge fünf Menschen verletzt. Ein dort ausgebrochenes Feuer sei inzwischen gelöscht, heißt es weiter. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, Israel habe die Anlage angegriffen. Einem israelischen Militärsprecher zufolge stellt sie Material für Sprengstoffe und Raketen her.

Der Iran nimmt örtlichen Medienberichten zufolge den Irak von jeglichen Beschränkungen für die Passage durch die Straße von Hormus aus. Die Medien berufen sich auf das gemeinsame iranische Militärkommando Chatam al-Anbija. Eine Stellungnahme der Regierung in Bagdad liegt zunächst nicht vor.

Donald Trump hat dem Iran erneut gedroht – und seine Drohung religiös aufgeladen. Der US-Präsident schreibt bei Truth Social: „Erinnert euch, dass ich dem Iran zehn Tage gegeben habe, um einen Deal zu machen oder die Straße von Hormus zu öffnen. Die Zeit läuft ab – 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht. Gott sei gepriesen!“

Trump hatte gedroht, falls der Iran die Meerenge nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit; die Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte der US-Präsident unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche an. In den vergangenen Tagen gab es aber weiterhin heftige Angriffe beider Seiten. Der Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus liegt weiterhin weitgehend still.