Auch in der modernen Medizin gibt es solche Augenblicke. Wenn ein Herz stehen bleibt und ein Mensch nicht mehr atmet, beginnt für Rettungskräfte, Ärzte aber auch Laienhelfer ein Wettlauf gegen die Zeit. Mit Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillator versuchen sie, das zu erreichen, was medizinisch nüchtern Reanimation heißt: den Kreislauf wieder in Gang zu bringen, Leben zurückzuholen. Frank Schleibach ist Chefarzt der Intensivmedizin und Anästhesie und ärztlicher Direktor des Allgemeinen Krankenhauses Viersen (AKH). Im Gespräch erklärt er, wie eine effektive Reanimation funktioniert, warum die Hilfe von Laien teils entscheidend über Leben und Tod ist. Und dass er manchmal bei seiner Arbeit sehr Unerwartetes erlebt.