Oster-Ausflug von Köln
„Spitzhäuschen“ aus Mosel-Örtchen war in „Harry Potter“ zu sehen
Aktualisiert am 05.04.2026 – 06:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Ortskern in Bernkastel-Kues (Archivbild): Die bunten Fachwerkhäuser sind ein Touristenmagnet. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Marc Venema)
Bernkastel-Kues an der Mosel lohnt sich in den Osterferien: Fachwerk-Altstadt, Burgruine und Moselwein – einst sogar Inspiration für William Turner.
Wer in den Osterferien einen Ausflug an die Mosel plant, landet früher oder später in Bernkastel-Kues – und das hat die Stadt auch William Turner zu verdanken. Der britische Maler bereiste die Mosel im Jahr 1824 per Schiff und hielt seine Eindrücke noch Jahre später, um 1830, in einem Aquarell fest.
Heute zieht die Stadt Reisebusse und Ausflugsdampfer gleichermaßen an. Der Moselwein, die Burg Landshut und die historische Fachwerkarchitektur der Altstadt sind die klassischen Anziehungspunkte. Wer abseits dieser Highlights stöbern möchte, findet noch das Zylinderhaus mit einem Oldtimer-Museum und rund 150 Fahrzeugen sowie die Cusanus-Bibliothek im St. Nikolaus-Hospital – eine Sammlung, die der Theologe Nikolaus von Kues, genannt Cusanus, testamentarisch dorthin überführen ließ.
Besonders für Familien, die in den Osterferien aktiv unterwegs sein möchten, lohnt sich der Aufstieg zur Burg Landshut. Der Tagesausflug von Köln ist mit knapp 160 Kilometern gut machbar, und wer ankert, kann von der Innenstadt in rund einer Stunde zur Burgruine wandern – einem Ort, an dem schon die Römer ein Kastell errichteten. Oben erwartet die Besucher ein Restaurant und ein weiter Blick über die Moselschleife.
Danach ist es Zeit für eine Stärkung: In einer der zahlreichen Winzerstuben in der Altstadt gibt es Wein und deftige Spezialitäten wie „Scholes“, einen Kartoffel-Auflauf. Das „Spitzhäuschen“ aus dem Jahr 1416, in dem es ebenfalls eine Weinstube gibt, hatte sogar einen kurzen Auftritt im Harry Potter-Film „Die Heiligtümer des Todes“.
Ebenfalls sehenswert: die Adler-Apotheke von 1660 und das Renaissance-Rathaus mit dem Michaelsbrunnen davor.
