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Ein Rückruf bei vier großen Supermärkten betrifft eine Salami, die in 14 Bundesländern verkauft wurde. Wer das Produkt zu Hause hat, sollte jetzt handeln.

München – Update vom 31. März: Der Rückruf wurde inzwischen drastisch erweitert. Bei der „Salami Mini Brez’n“ sind weitere Packungsgrößen und Handlungsketten hinzugekommen. Betroffen sind Chargen in der Packungsgröße 50 Gramm, 250 Gramm und 500 Gramm. Außerdem wurde die Salami nicht nur bei Netto, sondern auch bei Rewe, Edeka und Aldi Süd und weiteren Handelspartnern verkauft, wie lebensmittelwarnung.de bekanntgibt.

Collage Salami und NettoDer vom Rückruf betroffene Salami-Snack wurde in zahlreichen Bundesländern verkauft – unter anderem bei Netto. © Collage Salami Mini Brez’n/Breu – Bernd Friedel/IMAGODiese Produkte sind von dem Wurst-Rückruf betroffen:

  • Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG (50-Gramm-Packung):

    Chargennummer: 07226, 07326 und 07526
  • ALDI Süd (50-Gramm-Packung):

    MHD: 10.08.2026, 11.08.2026, 13.08.2026
  • EDEKA (50-Gramm-Packung):

    Chargennummer: 07226, 07326 und 07526
  • EDEKA (500-Gramm-Packung):

    Chargennummer: 07226 und 07326
  • REWE (50-Gramm-Packung):

    Chargennummer: 07226 mit MHD: 10.08.2026
  • REWE (500-Gramm-Packung):

    Chargennummer: 07326 mit MHD: 12.07.2026
  • Weitere Handelspartner:

    Salami Mini Brez’n, 50-Gramm-Packung, Chargennummer: 07226, 07326 und 07526,

    Salami Mini Brez’n, 250-Gramm-Packung, Chargennummer: 07326,

    Salami Mini Brez’n, 500-Gramm-Packung, Chargennummer: 07226, 07326 und 07526,

    Peperonisalami, geschnitten, Chargennummer: 07726

Insgesamt wurden die „Salami Mini Brez’n“ in folgenden 14 Bundesländern verkauft (Stand: 31. März 2026): Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Der Hersteller Breu GmbH warnt in mehreren Aushängen, dass im Rahmen einer Qualitätssicherung festgestellt wurde, dass verarbeitetes Fleisch eines Vorlieferanten „potenziell mit E.-coli-Bakterien belastet war“. „Aus Gründen des konsequenten vorbeugenden Verbraucherschutzes“ werden die genannten Chargen daher zurückgerufen.

Wurst-Rückruf bei Netto: Bayerischer Hersteller warnt vor dem Verzehr

Erstmeldung vom 30. März: Salami gehört zu den meistgekauften Wurstwaren in Deutschland. Ob dünn aufgeschnitten auf dem Pausenbrot, als herzhafte Scheibe auf der Pizza oder als kompakter Snack für unterwegs – die gereifte Rohwurst ist aus deutschen Kühlregalen kaum wegzudenken. Ihr Geschmack ist unverwechselbar, ihre Vielfalt enorm: Von der feinen Mailänder Salami bis zur würzigen Paprikavariante gibt es kaum einen Haushalt, in dem sie nicht regelmäßig auf den Tisch kommt.

Millionen Packungen wechseln jede Woche die Hände, und das Vertrauen in die Qualität ist dabei meist selbstverständlich. Doch genau dieses Vertrauen hat laut lebensmittelwarnung.de nun einen Riss bekommen. Ein bayerischer Hersteller warnt vor einem seiner Produkte. Der Grund ist ein Krankheitserreger, der im schlimmsten Fall zu schwerem Nierenversagen führen kann.

Rückruf bei Netto: Netto zieht Salami aus dem Verkehr – drei Chargen betroffen

Konkret ruft die Breu GmbH aus Arnschwang in Bayern ihre „Salami Mini Brez‘n“ zurück. Das Unternehmen hat den Rückruf „aus Gründen des konsequenten Verbraucherschutzes“ selbst veranlasst, nachdem die eigene Qualitätssicherung den Verdacht auf eine E.-coli-Belastung im Ausgangsmaterial aufgedeckt hatte.

  • Produkt: Salami Mini Brez’n
  • Hersteller: Breu GmBH, Chamer Straße 70, 93473 Arnschwang
  • Betroffene Chargen: 07226, 07326 und 07526
  • Verpackungsgröße: 50 Gramm

Das Produkt wurde ausschließlich in Netto-Filialen in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen verkauft. Wer die „Salami Mini Brez‘n“ der Breu GmbH zu Hause hat, sollte zunächst die Chargennummer auf der Verpackung prüfen. Ist sie vom Rückruf betroffen, sollen Sie auf den Verzehr verzichten. Die Rückgabe ist in jeder Netto-Filiale möglich – der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon vollständig erstattet. Wer nach dem Verzehr des Produkts gesundheitliche Beschwerden bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen. Bei Fragen steht die Firma Breu unter der E-Mail-Adresse qualitaetsmanagement@BREU-wurstwaren.de zur Verfügung. Auch ein Käse wird aktuell zurückgerufen.

Salmonellen, Listerien, Fremdkörper – Was sind die häufigsten Gründe für Rückrufe?Montage: häufigsten Gründe für Rückrufe, Kosmetik, Warnzeichen Akkus, geschimmelte Himbeeren (v.l.)Fotostrecke ansehenBeim Schlachten übertragen: E.-coli-Bakterien können zu Durchfällen, Übelkeit und Nierenversagen führen

Dass E.-coli-Bakterien in einem Fleischprodukt wie Salami landen können, hat einen biologischen Hintergrund: Das Bakterium Escherichia coli lebt laut der Stiftung Warentest natürlicherweise im Darm von Rindern und anderen Nutztieren – ohne die Tiere dabei krank zu machen. Beim Schlachtprozess jedoch kann Darminhalt mit dem Fleisch in Berührung kommen, wodurch die Keime auf das Muskelfleisch übergehen. Da Salami als Rohwurst in der Regel nicht erhitzt wird, überleben die Bakterien den Herstellungsprozess unter Umständen – anders als bei gegarten Fleischprodukten, bei denen Hitze die Keime zuverlässig abtötet. Die Bakterien können auch ins Trinkwasser gelangen.

Die Symptome einer EHEC-Infektion beginnen typischerweise zwei bis zehn Tage nach der Aufnahme der Bakterien. Zunächst zeigen sich laut dem Robert Koch-Institut wässrige Durchfälle, Bauchkrämpfe und Übelkeit. In einem Teil der Fälle entwickelt sich daraus eine sogenannte hämorrhagische Kolitis – eine Entzündung des Dickdarms, die mit blutigen Durchfällen einhergeht.

Die gefährlichste Komplikation ist das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS): Dabei zerstören die Shigatoxine rote Blutkörperchen, was zu einem akuten Nierenversagen führen kann – einer lebensbedrohlichen Situation, die intensivmedizinische Behandlung erfordert. Das RKI beschreibt schwere Verläufe vorwiegend bei Kleinkindern, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Für diese Gruppen ist besondere Vorsicht geboten. (Quellen: lebensmittelwarnungen.de, Stiftung Warentest, Robert Koch-Institut) (jaka/jh)