Nusa trifft früh für Leipzig, dann kommt Werder

Werner musste den gegen Hoffenheim zuletzt überragenden Brajan Gruda auf der linken Angriffsseite ersetzen und gab Nusa das Vertrauen – eine goldrichtige Entscheidung, wie sich schon früh herausstellen sollte. Denn der Norweger bestrafte das viel zu passive Defensivverhalten der Bremer nach einer Viertelstunde mit seinem platzierten Schuss ins linke untere Eck. Zuvor war schon Romulo überhaupt nicht attackiert worden. Werder schüttelte sich nur kurz und trug dann seinen Teil zu einer durchaus ansehnlichen ersten Halbzeit bei: Beide Teams agierten mit viel Dynamik in ihren Aktionen, allerdings schlichen sich im Angriffsdrittel immer wieder Ungenauigkeiten ein.

Vor allem die Bremer fingen nach einer guten halben Stunde an, Chancenwucher zu betreiben. Zunächst setzte Cameron Puertas seinen Linksschuss aus 16 Metern knapp vorbei (34.), nur drei Minuten später musste Leipzigs Keeper Marten Vandevoordt gegen Romano Schmid im kurzen Eck klären. Werder übernahm nun aber immer mehr die Spielkontrolle und arbeitete weiter am Ausgleich. Dass die Gäste auch zur Halbzeit noch in Führung lagen, war erneut Vandevoordt zu verdanken, der auch gegen Justin Njinmah stark per Fußabwehr parierte (44.).

Romulo erhöht – Bremens Anschluss kommt zu spät

War die Chancenverwertung in den zurückliegenden Wochen immer wieder das bestimmende Thema bei RB Leipzig gewesen, bewies der Champions-League-Anwärter dieses Mal seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Denn auch nach der Pause reichte eine gute Offensivaktion zum nächsten Treffer: Nach einem Steckpass von Yan Diomande stocherte Bremens Felix Agu den Ball im Zweikampf ungewollt zu Romulo, der Brasilianer hatte im Anschluss wenig Mühe, aus elf Metern ins linke untere Eck zu vollstrecken.

Und Werder? Die Gastgeber machten weiter kein schlechtes Spiel und warfen sich in jeden Zweikampf rein. Doch in der Vorwärtsbewegung fehlte es an Präzision und Ideen. Auch nachdem Thioune noch einmal frischen Wind für die Offensive brachte, hatte Leipzig wenig Mühe, die Angriffe zu verteidigen. Auf der Gegenseite vergab Diomande freistehend vor Mio Backhaus mit seinem Heber die Chance zum 3:0 (81.), ehe Bremen in der Nachspielzeit tatsächlich noch einmal Hoffnung schöpfen konnte – Musah traf frei vor dem Tor zum Anschluss. Das sollte am Ausgangs des Spiels aber nichts mehr ändern.

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